Studienarbeit, 2011
43 Seiten, Note: 1.0
1. Frühindikatoren der Finanzkrise
1.1 Partizipation von Börse, Bits und Bytes
1.2 Risikominimierung durch Hedging
1.3 Der Neue Markt
1.4 Die Dot.Com-Blase oder starker Gegenwind bei Flaute
2. Die Entstehung der weltweiten Finanzkrise
2.1 Unbegrenzte Möglichkeiten für Häuslebauer und Kredite
2.2 Der Immobilienboom in den USA und seine Konsequenzen
2.3 Wertzuwächse, Marktordnung und Liquiditätsengpässe
2.4 Investmentbanken und Derivate
3. Die Auswirkungen der Finanzkrise
3.1 Die Investmentbank Lehman Brothers als Auslöser der Krise
3.2 Das weltweite Bankensystem im freien Fall
3.3 Cross Border Leasing und Swap Spread Labs der Kommunen
4. Ursachen der Finanzkrise
4.1 Das Geldsystem und die Zinsen
4.2 Die Geldmengensteuerung durch die EZB
4.3 Das Giralgeld, der Realzins und die Umverteilung
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit analysiert die Ursachen, Abläufe und ökonomischen Folgen der globalen Finanzkrise von 2008, wobei ein besonderer Fokus auf den Fehlentscheidungen im Bankensektor und der Dynamik des weltweiten Finanzmarkts liegt.
1.1 Partizipation von Börse, Bits und Bytes
Vor knapp zwei Jahrzehnten hielten computerbasierte Systeme Einzug in die weltweiten Börsenaktivitäten (Abb.1) und setzten dabei völlig neue Akzente. Insbesondere betraf dies alle bis dahin gekannten Möglichkeiten, Informationen austauschen und Investitionen realisieren zu können. Mit einem Male gab es die Option, fast schon in Lichtgeschwindigkeit auf Veränderungen der globalen Märkte zu reagieren, wodurch riesige Geldmengen in Bruchteilen von Sekunden rund um den Globus platziert werden konnten. Dadurch entstanden schier unbegrenzte Möglichkeiten zu Spekulations- und Renditegewinnen auf dem weltumspannenden Börsenparkett.
Als Rendite wird der prozentuale Anteil der jährlichen Verzinsung des eingesetzten Kapitals bezeichnet. Der Effektivzins gibt dabei die Zinsgröße jener zur Kapitalaufnahme tatsächlich entstehenden Kosten wieder. Diese Kosten bestehen meist aus Bearbeitungs-, Versicherungs- oder Vermittlungsprämien.
Aus Zinsen und Nebenkosten ergibt sich somit die eigentliche Effektivverzinsung, welche vom nominellen Zins meist erheblich abweicht. Da jene Kapitaleinsätze damals schlicht per Knopfdruck generiert, inklusive der mittels gängiger Bankensoftware per Uniform-Methode berechneten Effektivverzinsung realisiert und umgehend in die globalen Finanzmärkte eingespeist wurden, entstanden zeitgleich immense Unterschiede zwischen mathematischer Methode und tatsächlicher Einlage, bzw. der dafür notwendigen Kapitalaufnahme bei zumeist längeren Laufzeiten.
1. Frühindikatoren der Finanzkrise: Analyse technologischer Einflüsse auf den Börsenhandel und die Entwicklung spekulativer Blasen wie am "Neuen Markt".
2. Die Entstehung der weltweiten Finanzkrise: Untersuchung der unregulierten Kreditvergabe in den USA und der zerstörerischen Rolle komplexer Derivate.
3. Die Auswirkungen der Finanzkrise: Darstellung der systemischen Schockwellen nach der Lehman-Pleite und der direkten Folgen für Banken sowie Kommunen.
4. Ursachen der Finanzkrise: Erläuterung des Geldsystems, der Rolle der Zentralbanken und der Mechanismen der Giralgeldschöpfung.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der systemischen Risiken durch Zinslasten und die Notwendigkeit zukünftiger Regulierungsmaßnahmen.
Finanzkrise, Börse, Derivate, Bankensystem, Immobilienblase, Lehman Brothers, Geldmengensteuerung, Zins, Zinseszins, Giralgeld, Spekulation, Wirtschaftswachstum, Risiko, Liquiditätsengpass, Weltwirtschaft
Die Arbeit beleuchtet die Entstehungsgeschichte, die Hintergründe und die globalen Auswirkungen der Finanzkrise vom Jahr 2008.
Schwerpunkte sind die computergestützte Börsendynamik, die Subprime-Krise in den USA, die Rolle der Investmentbanken sowie die geldpolitische Steuerung durch Zentralbanken.
Das Ziel ist es, verständlich aufzuzeigen, wie managementbedingte Fehlentscheidungen und spekulative Anreize zum globalen Finanzkollaps führen konnten.
Der Autor stützt sich auf eine Analyse von ökonomischen Zusammenhängen, historischen Finanzdaten und einer Vielzahl von Grafiken zur Illustration der Krisenverläufe.
Es erfolgt eine detaillierte Aufarbeitung der Phasen der Krise, von den Frühindikatoren über die Entstehung durch Kredite bis hin zur weltweiten Ausbreitung und den Ursachen im Geldsystem.
Zu den zentralen Begriffen zählen unter anderem Finanzkrise, Derivate, Giralgeld, Immobilienblase, Spekulation und systemische Risiken.
Das Modell verdeutlicht die Instabilität komplexer Finanzkonstrukte, bei denen das Entfernen einzelner "Karten" (wie Lehman Brothers) das gesamte System destabilisiert.
Es wird betont, dass die unsachgemäße Handhabung von Giralgeld und die überproportionierten Renditeerwartungen ein ständiges Risiko für künftige Finanzkrisen darstellen.
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