Bachelorarbeit, 2012
53 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen zu Exchange Traded Funds
2.1 Definition und Grundlagen
2.2 Arten der Replikation
2.2.1 Physische Replikation
2.2.1.1 Vollständige Nachbildung
2.2.1.2 Approximative Nachbildung
2.2.2 Synthetische Replikation
2.3 Abgrenzung zu Alternativinstrumenten
2.3.1 Indexfonds
2.3.2 Indexzertifikate
2.4 Rechtliche Anforderungen
3 Der Markt für Exchange Traded Funds in Deutschland
3.1 Historie und Entwicklung
3.2 Börsenhandel und Marktstruktur
4 Analyse von Exchange Traded Funds
4.1 Kosten und Performancevergleich
4.2 Risiken
4.2.1 Tracking Error und Performanceabweichung
4.2.2 Sonstige Risiken
5 Anlagestrategien mit Exchange Traded Funds
6 Resümee
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist eine grundlegende Vorstellung der Produktgruppe Exchange Traded Funds (ETFs) sowie eine detaillierte Marktbetrachtung und Analyse ihrer Eigenschaften. Dabei wird untersucht, inwieweit ETFs die Anforderungen an ein Anlageinstrument hinsichtlich Sicherheit, Rentabilität und Liquidität erfüllen, und wie sie sich gegenüber anderen passiven Anlageprodukten abgrenzen.
2.2.1.1 Vollständige Nachbildung
Ein naheliegendes Verfahren zur Abbildung der Benchmark ist die vollständige Replikation des Index. Bei dieser Variante werden alle Wertpapiere des Index proportional zu ihrer Gewichtung in den ETF aufgenommen. Mittels dieser Duplikation ist eine exakte Abbildung der Performance möglich. Für den Anleger besteht durch diese Methode entsprechend hohe Transparenz hinsichtlich der Verwendung der eingezahlten Mittel.
Nachteilig bei diesem Verfahren sind grundsätzlich die mit dem Kauf der Wertpapiere verbundenen hohen Transaktionskosten. Diese fallen nicht nur bei Auflage des ETF an, sondern werden außerdem bei Änderungen in der Indexzusammensetzung nötig. Aufgrund des Ziels der vollständigen Nachbildung müssen dementsprechend alle Indexveränderungen zeitnah auch Auswirkungen auf die Zusammensetzung des ETF haben. Hier ist zu beachten, dass eine Indexänderung nicht nur zum Kauf- und Verkauf der betroffenen Wertpapiere führt, sondern zur Erhaltung der Gewichtungen ebenso Zukäufe bei den nicht betroffenen Aktien nötig sind.
Herausforderungen entstehen ebenfalls hinsichtlich der Dividendenausschüttungen. Durch die Prämisse der sofortigen Dividendenanlage bei Performance-Indizes kommt es, durch die in der Realität verspätete Ausschüttung und damit verzögerte Reinvestition, zu Abweichungen der Performance zur Benchmark. In diesem Zusammenhang ist es ebenso möglich, dass Abweichungen durch aufgelaufene Dividendenerträge entstehen, welche summiert ein bis viermal jährlich reinvestiert werden. Um Kostennachteile auszugleichen stehen den negativen Abweichungen der Rendite Wertpapierleihgeschäfte zur Generierung von Zusatzerträgen gegenüber. Dadurch entstehen gegebenenfalls Kontrahentenrisiken.
Eine weitere Schwierigkeit bei der vollständigen Nachbildung ergibt sich durch die Höhe der benötigten Anlagebeträge. Aufgrund der Unteilbarkeit von Aktien und bestimmten Mindestabschlussgrößen benötigt der Emittent beständig hohe Anlagevolumina um den Gewichtungen im Index gerecht zu werden und diese zu erfüllen.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der passiven versus aktiven Anlagestrategien und Formulierung der Zielsetzung der Arbeit.
2 Grundlagen zu Exchange Traded Funds: Erläuterung der Definition, der Replikationsmethoden sowie der rechtlichen Rahmenbedingungen und Abgrenzung zu anderen Anlageprodukten.
3 Der Markt für Exchange Traded Funds in Deutschland: Darstellung der historischen Entwicklung und Analyse der Marktstruktur sowie des Börsenhandels.
4 Analyse von Exchange Traded Funds: Untersuchung der Kosten, der Performance sowie der verschiedenen Risikofaktoren wie Tracking Error und Marktrisiken.
5 Anlagestrategien mit Exchange Traded Funds: Vorstellung verschiedener Anwendungsmöglichkeiten von ETFs, wie Core-Satellite-Strategien, Cash Management und Absicherung.
6 Resümee: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und regulatorische Erfordernisse.
Exchange Traded Funds, ETFs, Indexnachbildung, Physische Replikation, Synthetische Replikation, Tracking Error, Benchmark, Investmentfonds, Marktstruktur, Designated Sponsor, Performanceanalyse, Core-Satellite-Strategie, Liquidität, Kontrahentenrisiko, Investmentgesetz.
Die Arbeit befasst sich mit Exchange Traded Funds (ETFs) als Instrument der passiven Kapitalanlage, ihrer Funktionsweise, ihrem Markt sowie ihren Vor- und Nachteilen.
Die zentralen Themen sind die technischen Möglichkeiten der Indexreplikation, der Markt für ETFs in Deutschland, die Kosten- und Performanceanalyse sowie Anlagestrategien.
Ziel ist eine fundierte Vorstellung des Produkts ETF, eine detaillierte Marktanalyse und die Untersuchung der Eignung von ETFs hinsichtlich Sicherheit, Rentabilität und Verfügbarkeit.
Es wird eine deskriptive und analysierende Methode verwendet, die auf einer umfassenden Literaturrecherche sowie einer Auswertung von Marktdaten (z. B. Deutsche Börse, Thomson Reuters Datastream) basiert.
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen der Replikationsmethoden, die Marktstruktur in Deutschland, eine detaillierte Analyse der Kosten und Risiken sowie mögliche Anlagestrategien für Investoren.
Kernbegriffe sind Exchange Traded Funds, Replikationsmethoden, Tracking Error, Benchmark, Liquidität, Risikoanalyse und Markttransparenz.
Dieser Prozess ermöglicht die Schaffung und Rücknahme von ETF-Anteilen durch autorisierte Teilnehmer, was zur Liquidität am Markt beiträgt und sicherstellt, dass der Marktpreis eng am indikativen Net Asset Value (iNAV) bleibt.
Synthetische ETFs nutzen Swap-Geschäfte zur Indexnachbildung, was Kosten und Tracking-Fehler reduzieren kann, jedoch das Risiko eines Kontrahentenausfalls (Kontrahentenrisiko) mit sich bringt.
Das XTF-Segment ist der maßgebliche Handelsplatz für ETFs in Deutschland und bietet mit einem hohen Anteil am europäischen Handelsvolumen eine repräsentative Datenbasis für die Analyse.
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