Magisterarbeit, 2013
131 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Der Kulturbegriff
2.1 Der Kulturbegriff in der Arbeit des Goethe-Instituts
2.2 Kulturelle Werte in Europa
3. Kulturvermittlung in der Theorie
3.1 Was ist Kulturvermittlung? - Versuch einer Definition
3.1.1 Entwicklung der Kulturvermittlung
3.1.2 Kulturvermittlung heute
3.1.3 Aufgaben, Ziele und Funktionen der Kulturvermittlung
3.2 Die deutsche auswärtige und europäische Kulturpolitik als Rahmenvoraussetzungen
3.2.1 Die Kulturvermittelnden Institutionen der BRD
3.2.1.1 Die Mittlerorganisationen des Auswärtigen Amtes
3.2.1.2 Die Kulturabteilung der Deutschen Botschaft
3.2.2 Kulturvermittelnde Institutionen der Europäischen Union
3.2.2.1 Cultural Contact Point
3.2.2.2 European National Institutes for Culture (EUNIC)
4. Das Goethe-Institut
4.1 Vorgeschichte
4.2 Struktur
4.2.1 Grundlagen
4.2.1.1 Die Vereinssatzung
4.2.1.2 Der Rahmenvertrag
4.2.2 Organisation
4.2.3 Finanzierung
4.3 Aufgaben Ziele und Tätigkeiten
4.4 Leitlinien für die Arbeit der Goethe-Institute im Ausland
4.4.1 Leitlinien für die Programmarbeit
4.4.2 Leitlinien für die Bibliotheksarbeit
4.4.3 Leitlinien für die Spracharbeit
5. Das Goethe-Institut Irland
5.1 Geschichte des Instituts und Einbettung in die irische Kulturlandschaft
5.2 Aufbau, Organisation und Struktur
5.2.1 Die Kulturprogrammabteilung
5.2.1.1 Partner & Veranstaltungen
5.2.2 Information und Bibliothek
5.2.3 Sprachabteilung
6. Analyse
6.1 Ziele und Methodik
6.2 Die Veranstaltungsanalyse
6.3 Die quantitative Besucherbefragung
6.3.1 Zeitlicher Rahmen und Layout
6.3.2 Gliederung der Themen
6.3.3 Sprache und Konstruktion
6.3.4 Anmerkungen
6.3.5 Die äußeren Bedingungen
6.3.6 Die Resonanz auf die Fragebögen
6.3.7 Methodik der Auswertung
6.3.8 Kodierung der Fragebögen und Antworten
6.4 Das qualitative Experteninterview
6.4.1 Begründung der Methodenwahl
6.4.2 Sprache und Konstruktion
6.4.3 Interviews mit den Mitarbeitern der Kulturprogrammabteilung
6.4.3.1 Zeitlicher Rahmen und Layout
6.4.3.2 Gliederung der Themen
6.4.4 Interviews mit den Partnern des Goethe-Institut Irland
6.4.4.1 Zeitlicher Rahmen und Layout
6.4.4.2 Gliederung der Themen
6.4.5 Durchführung der Interviews
6.4.6 Methodik der Auswertung
7. Auswertung
7.1 Veranstaltungsanalyse
7.1.1 Culture Night
7.1.1.1 Vorbereitung und Planung
7.1.1.2 Umsetzung
7.1.1.3 Nachbereitung
7.1.2 Konzert des Minguet Quartett
7.1.2.1 Vorbereitung und Planung
7.1.2.2 Umsetzung
7.1.2.3 Nachbereitung
7.1.3 Nollywood Irish Film Festival
7.1.3.1 Vorbereitung und Planung
7.1.3.2 Umsetzung
7.1.3.3 Nachbereitung
7.1.4 Jugendtheatertournee „Über die Grenze ist es nur ein Schritt“
7.1.4.1 Vorbereitung und Planung
7.1.4.2 Umsetzung
7.1.4.3 Nachbereitung
7.2 Auswertung des Fragebogens
7.3 Auswertung der qualitativen Experteninterviews
7.3.1 Mitarbeiter des Goethe-Institut Irland
7.3.1.1 Institutsleitung
7.3.1.2 Leiterin Kulturprogramme
7.3.1.3 Verantwortliche Filmprogramme, Neue Medien
8. Interpretation
8.1 Kriterien der Themenwahl
8.2 Organisationsstrukturen und Veranstaltungsorganisation
9. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie das Goethe-Institut Irland deutsche Kulturvermittlung im Ausland umsetzt, und analysiert deren Effektivität sowie Relevanz anhand praktischer Beispiele. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Praxis des Kulturmanagements in einer Mittlerorganisation zu entwickeln, um Transparenz zu schaffen und die Arbeit des Instituts im Hinblick auf aktuelle kulturpolitische Anforderungen und Zielgruppenansprache zu bewerten.
2.1 Der Kulturbegriff in der Arbeit des Goethe-Instituts
Die heutige Arbeit des Goethe-Instituts basiert auf dem eng gefassten Kulturbegriff, sie bezieht jedoch außer exemplarischen Artefakten aus den Bereichen Film, Tanz, Musik, Theater, Ausstellungen, Literatur und Übersetzung auch Wissenschaft und Zeitgeschehen mit ein. In der vorliegenden Arbeit soll der Begriff von Kultur, wie ihn das Goethe-Institut selbst definiert, Anwendung finden, weshalb dessen Entwicklung im Folgenden kurz dargelegt wird.
Bis zum Ende der 1960er Jahre basierte das Kulturverständnis des Goethe-Instituts, ebenso wie die deutsche Kulturpolitik, auf dem eng gefassten Begriff von Kultur. Zudem wurden die Sparten Sprache und Kultur klar voneinander getrennt, welches sich nicht nur im bestehenden Angebot der Institute und ihrer Abteilungen, sondern auch in der Beschaffenheit der Zielgruppe äußerte.
Als es ab 1970 in der Außenpolitik zu einem Wandel des bisher angewandten Kulturbegriffs hin zum erweiterten Kulturbegriff kam, sollte dies auch auf die Arbeitsweise des Goethe-Instituts einwirken. Angetrieben wurde die kulturpolitische Debatte um die Neu-Definition des Begriffs Kultur durch Ralf Dahrendorf, den damaligen Parlamentarischen Staatssekretär im Außenministerium und Hans Georg Steltzer, dem zu der Zeit amtierenden Leiter der Kulturabteilung des Auswärtigen Amtes. Neue Inhalte der Auswärtigen Kulturpolitik sollten, wie sie 1970 im Leitfaden für die auswärtige Kulturpolitik festgehalten wurden, „die ganze Wirklichkeit unseres Lebens und unserer Zeit“ sein, also neben dem traditionellen Kulturbegriff auch „die Bereiche der sozialen Strukturen, der Massenkommunikation, der Bildungshilfen und Umweltprobleme“ einbeziehen. Daraufhin änderte sich die Philosophie des Goethe-Instituts dahingehend, dass Kulturaustausch und die internationale Zusammenarbeit, stets wechselseitig ausgeführt, weiter in den Mittelpunkt der Kulturarbeit rücken sollte.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die kulturpolitischen Ziele der Europäischen Union ein und leitet daraus die Forschungsfrage ab, wie das Goethe-Institut deutsche Kulturvermittlung im Ausland praktisch umsetzt.
2. Der Kulturbegriff: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Kulturbegriffs erarbeitet, insbesondere die Unterscheidung zwischen dem engen und dem erweiterten Kulturbegriff in der Geschichte des Goethe-Instituts.
3. Kulturvermittlung in der Theorie: Dieses Kapitel definiert Kulturvermittlung, grenzt sie von verwandten Begriffen ab und erläutert die kulturpolitischen Rahmenbedingungen auf deutscher und europäischer Ebene.
4. Das Goethe-Institut: Der organisatorische Rahmen wird hier detailliert dargestellt, einschließlich der Geschichte, der Struktur als Verein, der Finanzierung sowie der spezifischen Leitlinien für die Arbeitsbereiche.
5. Das Goethe-Institut Irland: Dieses Kapitel fokussiert auf das Auslandsinstitut in Irland, beleuchtet seine Historie, seine Einbettung in die lokale Kulturlandschaft und seine interne Abteilungsstruktur.
6. Analyse: Hier wird das methodische Vorgehen der empirischen Untersuchung erläutert, einschließlich der Veranstaltungsanalyse, der quantitativen Besucherbefragung und der qualitativen Experteninterviews.
7. Auswertung: Die erhobenen Daten aus den gewählten Beispielveranstaltungen werden in diesem Kapitel deskriptiv ausgewertet und die Ergebnisse der Experteninterviews aufbereitet.
8. Interpretation: Auf Basis der Auswertung werden hier die Ergebnisse im Hinblick auf die Forschungsfrage interpretiert, wobei die Aspekte Effektivität, Relevanz, Impact und Effizienz im Mittelpunkt stehen.
9. Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und diskutiert Implikationen für die zukünftige Arbeit des Goethe-Instituts sowie möglichen weiteren Forschungsbedarf.
Goethe-Institut, Kulturvermittlung, Auswärtige Kulturpolitik, Kulturmanagement, Irland, Interkultureller Dialog, Veranstaltungsanalyse, Kulturbegriff, Kulturpolitik, Besucherbefragung, Experteninterview, Kulturprogramm, Kulturarbeit, Deutschlandbild, Mittlerorganisation
Die Arbeit untersucht die Praxis der Kulturvermittlung des Goethe-Instituts im Ausland, am Beispiel des Standorts in der Republik Irland. Dabei wird analysiert, wie das Institut seine kulturpolitischen Ziele in konkrete Veranstaltungen umsetzt.
Im Zentrum stehen der Kulturbegriff des Instituts, die organisatorische Struktur, die Finanzierung sowie die methodische Evaluation der Kulturveranstaltungen vor Ort.
Die Forschungsfrage ergründet, auf welche Art und Weise und mit welchen Mitteln das Goethe-Institut deutsche Kulturvermittlung im europäischen Rahmen derzeit in Irland umsetzt.
Die Autorin verwendet eine formativ-summative Evaluation mit einem Methodenmix: Veranstaltungsbeobachtungen, quantitative Besucherbefragungen und qualitative Experteninterviews mit Mitarbeitern und Partnern.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Begriffe und Rahmenbedingungen, die Vorstellung der Institutsorganisation sowie eine detaillierte Analyse und Auswertung konkreter Veranstaltungsbeispiele.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Kulturvermittlung, Kulturmanagement, Goethe-Institut, Evaluation und auswärtige Kulturpolitik beschreiben.
Die "Culture Night" dient als ein wesentliches Instrument für das Institut, um sich in der lokalen Kulturlandschaft zu präsentieren. Die Untersuchung zeigt jedoch, dass die Planung hier eher angebotsorientiert erfolgt und weniger stark auf eine gezielte, evaluierte Publikumsentwicklung ausgerichtet ist.
Die Interviews verdeutlichen, dass die Zusammenarbeit mit Partnern zwar gut funktioniert, jedoch eine systematische Wirkungskontrolle und eine engere inhaltliche Verknüpfung der Veranstaltungsthemen mit den übergeordneten Zielen des Instituts derzeit noch optimiert werden könnte.
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