Masterarbeit, 2011
94 Seiten, Note: 2,1
1.) Einleitung
2.) Kriminalliteratur – Eine terminologische Abgrenzung
2.1.) Der Detektiv-/ Kriminalroman
2.2.) Der Thriller und die hard-boiled school
3.) Die Sprache als Spezifikum in der Kriminalliteratur
4.) Raumtheorie
4.1.) Arten von Räumen
4.2.) Der Raum in der Literatur
5.) Krimi international am Beispiel ausgewählter Literatur
5.1.) Europa
5.1.1.) Deutschland am Beispiel von Andrea Maria Schenkels Kalteis
5.1.2.) Kalteis: Der ländliche Großstadtkrimi
5.1.3.) Griechenland am Beispiel von Petros Markaris‘ Hellas Channel
5.1.4.) Hellas Channel: Locked Room Athen
5.2.) Lateinamerika
5.2.1.) Mexiko am Beispiel von Paco Ignacio Taibos II Unbequeme Tote
5.2.2.) Unbequeme Tote: Erinnerungsraum und das Monstrum Mexiko-Stadt
5.3.) Afrika
5.3.1.) Ghana am Beispiel von Nii Parkes‘ Die Spur des Bienenfressers
5.3.2.) Die Spur des Bienenfressers: Öffentlicher und privater Raum
5.3.3.) Südafrika am Beispiel von Roger Smiths Kap der Finsternis
5.3.4.) Kap der Finsternis: Der glatte Raum im gekerbten Kapstadt
6.) Fazit
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Funktion des Raumes innerhalb der Kriminalliteratur unter Einbeziehung krimitheoretischer Aspekte. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, wie räumliche und kulturelle Differenzen die Wirkungsweise und Ausprägung von Kriminalromanen in verschiedenen Regionen der Welt beeinflussen.
Die Sprache als Spezifikum in der Kriminalliteratur
Mit der Entstehung dieses Genres hat sich eine für den Krimi ganz charakteristische Verwendung von spezifischen Termini herausgebildet. Diese entstammen vor allem dem Sprachgebrauch des Polizei- sowie des Justizwesens. Gemeint sind hierbei Bezeichnungen, wie sie sowohl innerhalb eines Krimis auftauchen als auch rund um das Genre der Kriminalliteratur, um bestimmte Sachverhalte oder Handlungen zu erklären. Sie sind notwendig für das Verständnis eines Krimis und dessen Analyse.
Einer dieser Termini, nämlich der Locked Room, wurde bereits im Kapitel zum Detektiv-/ Kriminalroman behandelt und erläutert und wird daher an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt.
Der Locked Room gehört eher zu den Begrifflichkeiten, die so nicht wörtlich in einem Kriminalroman auftauchen und eher der Analyse dienen. Daher folgen zunächst noch weitere Ausdrücke, die diesem Zweck dienlich sind.
Da wäre zum einen das Fair Play. Dieses richtet sich hauptsächlich an den Autor eines Krimis. Man könnte sagen, dass der Leser es förmlich vom Autor einfordert. Es bedeutet, dass der Verfasser eines Krimis die Karten möglichst offen auf den Tisch zu legen hat. Er darf dem Leser keine Informationen vorenthalten, die der Ermittler bereits besitzt. Doch gleichzeitig muss das Rätsel möglichst lange spannend und unlösbar sein, welches eine große Herausforderung für den Autor darstellt. Um das einzuhalten, stehen dem Krimi-Autor jedoch zwei Möglichkeiten der Verschleierung zur Verfügung, die nach Ulrike Leonhardt dennoch keine Verletzung des Fair Plays darstellen.
1.) Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den inflationären Gebrauch des Begriffs „Krimi“ in den Medien und definiert ihn als Oberbegriff für das gesamte Genre der Kriminal- und Verbrechensliteratur.
2.) Kriminalliteratur – Eine terminologische Abgrenzung: Dieses Kapitel differenziert zwischen dem klassischen Detektivroman, dem Thriller und der hard-boiled school, wobei strukturelle Merkmale und die jeweilige Rolle des Verbrechens im Mittelpunkt stehen.
3.) Die Sprache als Spezifikum in der Kriminalliteratur: Hier werden fachsprachliche Termini des Polizei- und Justizwesens analysiert, die für das Verständnis und die Analyse von Kriminalromanen essenziell sind.
4.) Raumtheorie: Das Kapitel bietet einen Abriss zur Erforschungsgeschichte des Raumes und diskutiert verschiedene Raumkonzepte, darunter das Kontrastpaar des glatten und gekerbten Raumes nach Deleuze/Guattari sowie die Unterscheidung von öffentlichem und privatem Raum.
5.) Krimi international am Beispiel ausgewählter Literatur: Der Hauptteil untersucht anhand ausgewählter Werke aus Europa, Lateinamerika und Afrika, wie lokale räumliche und kulturelle Disparitäten die Struktur und Funktion des Krimis prägen.
6.) Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass räumliche Settings für die literarische Ausgestaltung maßgeblich sind und dass die Kriminalliteratur global sehr wohl landesspezifische Eigenheiten aufweist, die über ein bloßes Schema hinausgehen.
Kriminalliteratur, Kriminalroman, Thriller, Raumtheorie, Locked Room, hard-boiled school, Gesellschaftskritik, Korruption, Internationale Kriminalliteratur, Literaturwissenschaft, Detektiv, Erzählstrukturen, Urbanisierung, kulturelle Identität, Verbrechen
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Kriminalliteratur aus drei verschiedenen Kontinenten unter besonderer Berücksichtigung raumtheoretischer Aspekte.
Die Arbeit verbindet krimitheoretische Grundlagen, Raumkonzepte der Philosophie und Literaturwissenschaft mit der Analyse spezifischer Kriminalromane aus Europa, Lateinamerika und Afrika.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie räumliche Disparitäten und kulturelle Rahmenbedingungen die Ausgestaltung und Funktion von Kriminalgeschichten in unterschiedlichen Gesellschaften beeinflussen.
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die krimitheoretische Terminologie mit raumtheoretischen Modellen kombiniert, um die untersuchten Texte strukturell und inhaltlich zu deuten.
Im Hauptteil werden Werke aus Deutschland, Griechenland, Mexiko, Ghana und Südafrika einzeln analysiert, um die Verbindung zwischen geografischem Ort, kulturellen Strukturen und der Gattung Kriminalroman zu untersuchen.
Die Begriffe Kriminalliteratur, Raumtheorie, Gesellschaftskritik, globale Kriminalität und Intertextualität sind für das Verständnis der Arbeit zentral.
Der europäische Krimi ist stärker an der Tradition des klassischen Detektivromans orientiert, während der lateinamerikanische Krimi oft gesellschaftskritische, experimentelle Züge aufweist und häufig ein tiefes Misstrauen gegenüber staatlichen Institutionen artikuliert.
Der „Locked Room“ wird hier metaphorisch auf die ganze Stadt Athen ausgeweitet, wodurch die Ermittlung durch eine begrenzte, aber komplexe städtische Umgebung als geschlossenes System inszeniert wird.
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