Diplomarbeit, 2003
86 Seiten, Note: sehr gut
1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.1 Einleitung
1.2 Problemstellung
1.3 Zielsetzung
2 Kundenzufriedenheit
2.1 Einführung und Überblick der verschiedenen Konzepte
2.2 Wachsende Bedeutung der Kundenzufriedenheit als Zielgröße
2.3 Theorien der Kundenzufriedenheit
2.3.1 Die Equity-Theorie
2.3.2 Die Attributionstheorie
2.3.3 Die Diskonfirmationstheorie
2.3.3.1 Der Soll-Standard
2.3.3.2 Die Ist-Komponente
2.3.3.3 Der Soll-Ist-Vergleich
2.3.3.4 Die Toleranzzone
2.3.3.5 Erweiterung des Diskonfirmationsmodells
2.3.3.6 Die Rolle der Emotion
2.3.3.7 Kundenzufriedenheit als mehrdimensionales Konstrukt - das Kano-Modell
2.4 Messung der Kundenzufriedenheit
2.4.1 Überblick der Verfahren zur Messung von Kundenzufriedenheit
2.4.2 Implizite Messverfahren
2.4.3 Explizite Messverfahren
2.4.4 Zufriedenheitsmessung in der Praxis
3 Kundenloyalität
3.1 Das Konstrukt Kundenloyalität
3.1.5 Kundenloyalität – die nachfragerorientierte Perspektive der Kundenbindung
3.1.1 Das Schichtenmodell der Kundenloyalität nach Stahl
3.2 Bedeutung der Kundenloyalität
3.2.2 Kundenloyalität und Unternehmenserfolg
3.2.3 Lernen aus verlorenen Kundenbeziehungen
3.3 Verhaltentheoretische Grundlagen der Kundenloyalität
3.3.1 Die Theorie der kognitiven Dissonanz
3.3.2 Die Lerntheorie
3.3.3 Die Risikotheorie
3.4 Der Zusammenhang von Kundenzufriedenheit und Kundenloyalität
3.4.4 Der positive Zusammenhang von Kundenzufriedenheit und Kundenloyalität
3.4.5 Sattelförmiger Zusammenhang vs. progressiver Verlauf
3.4.6 Moderierende Größen des Zusammenhangs Kundenzufriedenheit – Kundenloyalität
3.5 Messung der Kundenloyalität
4 Wechselbarrieren
4.1 Einführung
4.2 Klassifizierung von Wechselbarrieren
4.2.1 Materielle Wechselbarrieren
4.2.2 Wissensmäßige Wechselbarrieren
4.2.3 Emotionale Wechselbarrieren
4.2.4 Rechtliche Wechselbarrieren
4.2.5 Wechselkosten im zeitlichen Verlauf
4.3 Theoretische Grundlagen
4.3.1 Die Interdependenztheorie nach Thibaut und Kelly
4.3.2 Die Transaktionskostentheorie nach Williamson
4.4 Wechselbarrieren als Moderator des Zusammenhangs Kundenzufriedenheit – Kundenloyalität
4.4.3 Loyalitätsmodelle und Wechselbarrieren
4.4.4 Trade-off zwischen Kundenzufriedenheit und Wechselbarrieren
4.4.5 Bedeutung von Wechselbarrieren und die Marktstruktur
4.4.6 Identifikation von Nachfragertypen anhand von Wechselkosten
4.5 Strategische Bedeutung von Wechselbarrieren
4.5.1 Strategische Nachteile von Wechselbarrieren als Loyalitätsinstrument
4.5.2 Kundensegmentierung nach Wechselkosten
4.5.7 Monopolbildung durch Wechselbarrieren
4.6 Messung von Wechselbarrieren
4.6.1 Indirekte Messung
4.6.2 Direkte Messung
4.6.3 Alternative Einteilung der Messansätze
5 Empirische Studie
5.1 Allgemeines
5.2 Vorgehensweise
5.2.1 Operationalisierung Kundenzufriedenheit
5.2.2 Operationalisierung Kundenloyalität
5.2.3 Operationalisierung Wechselkosten
5.2.3.1 Kosten des Wechselprozesses
5.2.3.2 Finanzielle Kosten
5.2.3.3 Beziehungskosten
5.3 Auswertung und Ergebnisse
5.3.1 Allgemeine Informationen
5.3.2 Einfluss der Wechselkosten und der Zufriedenheit auf die Wechselabsicht
5.4 Implikationen
6 Zusammenfassung – Executive Summary
7 Anhang
7.1 Fragebogen Wechselbarrieren
7.2 Auswertung
Diese Arbeit untersucht, inwiefern Wechselbarrieren den Zusammenhang zwischen der Kundenzufriedenheit und der Kundenloyalität moderieren und beeinflussen. Dabei liegt der Fokus auf der Nachfragerseite im Mobilfunksektor, um zu analysieren, wie Wechselkosten Kunden trotz potenzieller Unzufriedenheit an einen Anbieter binden oder wie sie als strategisches Instrument zur Kundenbindung eingesetzt werden.
4.2.3 Emotionale Wechselbarrieren
Während bei materiellen und wissensmäßigen Wechselbarrieren der Anbieter rational kalkuliert und in der Folge zu seinem eigenen Vorteil eine Zweckbindung eingeht, spricht Stahl bei den emotionalen Wechselbarrieren von einer „warmen“ Bindung, die durch ein emotionales Unterlegen der Beziehung erreicht wird. Das Ziel ist, beim Kunden ein Gefühl der Zugehörigkeit oder gar Anhängerschaft zu erzeugen, indem versucht wird, Stimmungen zu beeinflussen, Begeisterung zu wecken oder Beziehungsepisoden als Erlebnisse zu gestalten (vgl. Stahl, 2000, S.106f.).
Durch die Erweiterung des Spektrums an Anreizen und Beiträgen in der Beziehung durch Emotionen wie Sympathie, Dankbarkeit, Anerkennung, Bewunderung, etc. ändert sich auch das Wahrnehmen, Erinnern, Urteilen und Problemlösen des Beziehungspartners (vgl. Stahl, 2000, S.107). Auch die subjektive Wahrnehmung der Kosten und Nutzen wird auf diese Weise beeinflusst.
Damit einher geht das Entstehen von Vertrauen in den Austauschpartner, das zu einer Reduktion des wahrgenommenen Risikos führt und es dem Nachfrager ermöglicht, Informations- und Kontrollkosten bezüglich des Anbieters einzusparen (vgl. Hermann / Johnson, 1999, S. 586).
Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit: Einleitung in die Bedeutung von Kundenzufriedenheit und -bindung sowie Formulierung der Forschungsfrage zum Einfluss von Wechselbarrieren.
Kundenzufriedenheit: Theoretische Auseinandersetzung mit verschiedenen Zufriedenheitsmodellen, der Messung und den Einflussfaktoren der Kundenzufriedenheit.
Kundenloyalität: Definition der Kundenloyalität, Schichtenmodell nach Stahl und Analyse der verhaltenstheoretischen Hintergründe des loyalen Kundenverhaltens.
Wechselbarrieren: Klassifizierung und theoretische Fundierung von Wechselbarrieren sowie deren Rolle als Moderator der Wirkungskette Kundenzufriedenheit – Kundenloyalität.
Empirische Studie: Quantitative Analyse im Mobilfunksektor zur Überprüfung der theoretischen Annahmen über den Zusammenhang von Wechselkosten, Zufriedenheit und Loyalität.
Zusammenfassung – Executive Summary: Zentrale Erkenntnisse der Arbeit und Implikationen für das strategische Management von Kundenbeziehungen.
Kundenzufriedenheit, Kundenloyalität, Kundenbindung, Wechselbarrieren, Wechselkosten, Mobilfunksektor, Commitment, Marketing-Controlling, Kano-Modell, Diskonfirmationstheorie, Reaktanz, Lock-In, Markteintrittsbarrieren.
Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen Kundenzufriedenheit und Kundenloyalität im Mobilfunksektor und untersucht, wie Wechselbarrieren diesen Zusammenhang beeinflussen.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Kundenzufriedenheit, Modelle der Kundenloyalität, die Klassifizierung von Wechselbarrieren sowie deren moderierende Wirkung auf die Kundenbindung.
Das primäre Ziel ist es, nachzuweisen, dass Wechselbarrieren eine entscheidende moderierende Rolle spielen und die Wirkungskette von Zufriedenheit zu Loyalität maßgeblich beeinflussen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer empirischen Studie mittels standardisierter Fragebögen, die mit Regressionsanalysen und Faktorenanalysen ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Abschnitte zur Zufriedenheit und Loyalität, eine detaillierte Erörterung der Wechselbarrieren und eine praktische empirische Untersuchung bei Studenten der Universität Innsbruck.
Die wichtigsten Begriffe sind Kundenzufriedenheit, Kundenloyalität, Wechselbarrieren, Kundenbindung und empirische Studie.
Dabei handelt es sich um eine "warme" Bindung durch Vertrauen, Sympathie und Identifikation, die den Kunden emotional an einen Anbieter fesselt und die subjektive Kosten-Nutzen-Wahrnehmung verändert.
Gefangene sind mit der Leistung des Anbieters unzufrieden, können jedoch aufgrund hoher Wechselkosten nicht abwandern, was sie oft zu schwierigen, unkooperativen Kunden macht.
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