Bachelorarbeit, 2011
49 Seiten, Note: 2,7
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1 Einleitung
2 1. Ursprünge der Projektarbeit
4 2. Was ist Projektarbeit
4 3. Projektschritte und deren Merkmale
7 4. Projektmethoden
8 5. Projekte im Fachunterricht
8 6. Projekte im Fremdsprachenunterricht
10 7. Computer im Fremdsprachenunterricht
11 8. Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht
12 8.1. Internetbasierte Anwendungen
13 8.1.1 Wiki
14 8.1.2 Blogs
17 8.1.3 Podcasts
22 8.1.4 Chats und Foren
23 8.1.5 Learning Management System (LMS)
25 9. eTwinning
26 9.1 Das öffentliche Portal
26 9.2 Desktop
27 9.2.1 Funktionen des Desktop
28 9.2.2 Anwendungen des Desktop
30 9.3 Twinspace
30 9.3.1 Funktionen des Twinspace
31 9.3.2 TwinSpace Werkzeuge
31 10. Into news!
32 10.1 Produkte
32 10.1.1 Newsletter/Klassenzeitung
33 10.1.2 Film
34 10.2 Schulveranstaltungen
35 11. Into news! als Projektarbeit
35 11.1 Auswählen der Sachlage
37 11.2 Entwicklung eines Plans
38 11.3 Handlungsorientierung
38 11.4 Überprüfen an der Wirklichkeit
39 12. Grenzen
39 12.1 Handlungsorientierung
40 12.2 Medienkompetenz
40 12.3 Lehrerrolle
41 12.4 Projektsprache
41 13. Fazit
Diese Arbeit untersucht Möglichkeiten und Grenzen internetbasierter kooperativer Projektarbeit im Fremdsprachenunterricht am Beispiel der Plattform eTwinning. Ziel ist es, die didaktischen Potenziale von Web 2.0-Anwendungen aufzuzeigen und das konkrete Projekt "Into news!" anhand theoretischer Projektkriterien zu evaluieren.
8.1.1 Wiki
Ein Wiki ist eine frei erweiterbare Sammlung von miteinander verlinkten Webseiten, welches mehreren Nutzern erlaubt, Beiträge zu verfassen, zu ändern, kommentieren, diskutieren und untereinander zu verlinken. 50
Bei einem Wiki sorgt, ähnlich wie bei einem Blog, die „Wiki-engine“ für den technischen Rahmen des Projektes, so dass bei der Nutzung grundsätzlich keine Programmierkenntnisse zum Erstellen und Bearbeiten von Beiträgen notwendig sind, zumindest wenn man auf eine Wiki-Plattform eines Anbieters zurückgreift.
Der Zweck eines Wikis ist es, Informationen und Wissen zu sammeln und verfügbar zu machen bzw. zu organisieren. Durch das wohl bekannteste Wiki, das Online-Lexikon Wikipedia, ist das Wiki-Prinzip heute dem Großteil der Internetnutzer und der Schüler bekannt und hat das informelle Lernen im Alltag revolutioniert. Allein die deutsche Wikipedia verzeichnet nach eigenen Angaben pro Monat rund eine Milliarde Aufrufe.51
Wesentlicher Bestandteil eines Wikis ist das Verfassen der Inhalte innerhalb einer Gemeinschaft: Die Beiträge können grundsätzlich von jedem Benutzer verfasst oder geändert werden und werden von anderen Nutzern geprüft und bei Bedarf korrigiert. Dabei können die Beiträge entweder individuell oder in Gruppen verfasst werden. Jede Änderung ist einsehbar und kann von den Mitgliedern diskutiert werden. Die Dokumentation und die Diskussion um einzelne Beiträge sind wichtige Merkmale eines Wikis machen es zu einer sehr prozessorientierten Anwendung.
Wiki bietet einen „Wandel weg von einer Kultur autorisierten Wissens hin zu einer kollaborativ angelegten Art, Wissen und Informationen zu sammeln und verfügbar zu machen.“52 Wie Donath anmerkt, ist dieser Unterschied den Schülern allerdings oft nicht bewusst und es stellt sich eine gewisse Netzgläubigkeit, also ein unkritischer und unreflektierter Umgang mit den bereitgestellten Informationen ein.53 Hier gelte es, medienkritische und Bedienungskompetenzen herauszuarbeiten.
1. Ursprünge der Projektarbeit: Historischer Rückblick auf die Entwicklung des Projektbegriffs vom Architekturstudium hin zur pädagogischen Anwendung.
2. Was ist Projektarbeit: Diskussion über das Fehlen einer einheitlichen Definition und Vorstellung grundlegender Ansätze zum Projektunterricht.
3. Projektschritte und deren Merkmale: Detaillierte Darstellung des Merkmalkatalogs nach Gudjons zur Strukturierung und Bewertung von Projekten.
4. Projektmethoden: Auseinandersetzung mit der Kritik an Merkmalkatalogen und der Vielfalt methodischer Ansätze in der Projektarbeit.
5. Projekte im Fachunterricht: Erörterung der Vorteile und Herausforderungen bei der Integration projektorientierten Lernens in den fachsystematischen Unterricht.
6. Projekte im Fremdsprachenunterricht: Analyse, wie offene Lernformen durch moderne didaktische Konzepte den Fremdsprachenerwerb unterstützen können.
7. Computer im Fremdsprachenunterricht: Wandel der Rolle des Computers im Sprachunterricht durch die Möglichkeiten des Internets.
8. Web 2.0 im Fremdsprachenunterricht: Untersuchung der Potenziale partizipativer Web-Technologien und ihrer spezifischen Anwendungen.
9. eTwinning: Vorstellung der EU-Plattform als Instrument für europäische Schulpartnerschaften und vernetztes Lernen.
10. Into news!: Konkrete Fallstudie und Beschreibung eines ausgezeichneten eTwinning-Projekts.
11. Into news! als Projektarbeit: Überprüfung des Fallbeispiels anhand der zuvor eingeführten Merkmale von Projektarbeit.
12. Grenzen: Kritische Reflexion über die Beschränkungen der Plattform und die Rolle der Lehrkraft.
13. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Eignung von eTwinning für die schulische Projektarbeit.
Projektarbeit, Projektunterricht, Web 2.0, eTwinning, Fremdsprachenunterricht, kooperatives Lernen, Handlungsorientierung, TwinSpace, Medienkompetenz, interkulturelles Lernen, digitale Lernumgebung, Schulentwicklung, Into news!, Online-Zusammenarbeit, kommunikative Didaktik
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung moderner Web 2.0-Technologien im Rahmen der kooperativen Projektarbeit und analysiert deren Mehrwert für den Fremdsprachenunterricht.
Die zentralen Felder sind die Theorie der Projektarbeit, die didaktische Einordnung von Web 2.0-Anwendungen sowie die praktische Nutzung der Plattform eTwinning im Unterricht.
Ziel ist die Untersuchung der Möglichkeiten und Grenzen internetbasierter Projektarbeit, evaluiert anhand des konkreten Projekts "Into news!".
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Fundierung durch Merkmalkataloge (insbesondere nach Gudjons), die als Raster für die qualitative Analyse des Projekts "Into news!" dienen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Vorstellung der digitalen Werkzeuge, eine Analyse der Plattform eTwinning und die Fallstudie zum Projekt "Into news!".
Wichtige Begriffe sind Projektarbeit, Web 2.0, eTwinning, Fremdsprachenunterricht, kooperatives Lernen und Handlungsorientierung.
Der "neue" TwinSpace (nach 2009) wurde technisch überarbeitet, um eine direkte Einbindung von Chats, Blogs, Foren und Wikis zu ermöglichen, was beim alten System nur eingeschränkt möglich war.
Das Projekt ist aufgrund seiner methodischen Vielfalt, der Auszeichnung mit einem eTwinning Award und der öffentlich einsehbaren Dokumentation ein ideales Beispiel für die wissenschaftliche Untersuchung.
Die Lehrkraft nimmt eine lernbegleitende Rolle ein und agiert primär als "Lernmoderator", der den Rahmen für selbstverantwortliches Arbeiten der Schüler schafft.
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