Magisterarbeit, 2002
134 Seiten, Note: 3,0
1. Einleitung
2. Eingehendere Erläuterungen bestimmter Aspekte des zu behandelnden Themas im Vorfeld
2.1. Eine deterministische Evaluationsmetrik als maßgebliche Voraussetzung für die Aufrechterhaltung einer Triggering-Hierarchie
2.2. Eine einführende Klärung der allgemeinen Begriffsverwendung
3. Eine vergleichende Darstellung der Konzeption eines konventionellen Erwerbsmechanismus und der Konzeption eines modifizierten Erwerbsmechanismus
3.1. Die Konzeption eines konventionellen Erwerbsmechanismus
3.1.1. Eine fehlende Mitberücksichtigung von syntaktisch äußerlich ersichtlicher negativer Evidenz bei der grammatischen Analyse von Triggern
3.1.2. Eine fehlende parametrische Transparenz von äußerlich parametrisch zwei- oder mehrdeutigen Triggern
3.1.3. Das Fehlen einer zuverlässigen Möglichkeit des Erkennens von äußerlich parametrisch doppeldeutigen Triggern
3.1.4. Das Fehlen eines zuverlässigen Identifikationskriteriums für tatsächlich geeignete Trigger
3.2. Die Konzeption eines modifizierten Erwerbsmechanismus
3.2.1. Die Konzeption von strukturellen Triggern
3.2.2. Eine konzeptuelle Modifikation der Funktionsweise einer herkömmlich konzipierten Evaluationsmetrik gemäß der Definition von strukturellen Triggern
3.2.3. Die „Delay“-Strategie
4. Hauptteil
4.1. Die „Unique Trigger“-Hypothese
4.2. Eine Überprüfung des zentralen Erklärungsansatzes an Erwerbsdaten des Deutschen und des Französischen
4.2.1. Eine Analyse des Erwerbes der syntaktischen Regel von langer Wh-Bewegung während des monolingualen Erstspracherwerbes des Deutschen und des Französischen
4.2.2. Eine Analyse des Erwerbes der syntaktischen Regel von langer Wh-Bewegung während des monolingualen Erstspracherwerbes des Deutschen
4.2.2.1. Die Aufzeichnungen Bernie (2;07,00)
4.2.2.2. Eine Analyse der Aufzeichnungen Bernie (2;07,00)
4.2.3. Eine Analyse des Erwerbes der syntaktischen Regel von langer Wh-Bewegung während des monolingualen Erstspracherwerbes des Französischen
4.2.3.1. Die Aufzeichnungen (P04) und (P07)
4.2.3.2. Eine Analyse der Aufzeichnungen (P04) und (P07)
5. Zusammenfassung und abschließende Auswertung der Ergebnisse
Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktionsweise von Trigger-Hierarchien und die zeitlich definierte Abfolge des Parametererwerbs während des monolingualen Erstspracherwerbs von Deutsch und Französisch, wobei insbesondere die Wh-Bewegung im Fokus steht. Das primäre Ziel ist es, die Überlegenheit deterministischer Evaluationsmetriken bei der Identifikation von Triggern gegenüber nondeterministischen Ansätzen zu belegen.
3.1.2. Eine fehlende parametrische Transparenz von äußerlich parametrisch zwei- oder mehrdeutigen Triggern
Der Evaluationsmechanismus eines konventionellen Erwerbsmechanismus operiert auf der Basis einer eher als herkömmlich zu bezeichnenden Konzeption von Triggern. Diese erschwert die Identifikation jeder einzelnen aus der Gesamtheit aller der durch ein- und dieselbe äußerlich parametrisch zwei- oder mehrdeutige syntaktische Struktureigenschaft kodierten parametrischen Optionen. Infolgedessen schränkt diese Konzeption von Triggern die Möglichkeiten eines zuverlässiges Ausschließen der Misskategorisierung von äußerlich parametrisch zwei- oder mehrdeutigen Triggern als tatsächlich geeignete Trigger ohnehin bereits erheblich ein.
Im vorherigen Abschnitt wurde bereits die folgende Problematik diskutiert: Dem Evaluationsmechanismus eines konventionellen Erwerbsmechanismus ist die im oberflächlichen Satzaufbau von Inputsequenzen grundsätzlich enthaltene äußerlich ersichtliche negative Evidenz nicht generell leicht und unmittelbar verfügbar. Diese grammatische Information enthält Evidenz gegen die Angemessenheit eines bestimmten, vom Parser verwendeten Suchmusters als ausschließlich einzigem eindeutig passenden schablonenhaften Gegenstück zu einer spezifischen äußerlich parametrisch zwei- oder mehrdeutigen syntaktischen Struktureigenschaft.
Diese Problematik stellt insofern letztendlich nur einen weiteren Gesichtspunkt der Problematik einer Identifikation jeder einzelnen aus der Gesamtheit aller der durch ein- und denselben äußerlich parametrisch zwei- oder mehrdeutigen Trigger kodierten unterschiedlichen parametrischen Optionen dar. Dieser Gesichtspunkt resultiert nun allerdings nicht der Möglichkeit von äußerlicher parametrischer Zwei- oder Mehrdeutigkeit eines Triggers, sondern vielmehr aus der nicht generell leicht und unmittelbar verfügbaren syntaktisch äußerlich ersichtlichen Evidenz.
1. Einleitung: Einführung in die Problematik nondeterministischer Evaluationsmetriken bei der Identifikation von Triggern und Darstellung des zentralen Untersuchungsziels.
2. Eingehendere Erläuterungen bestimmter Aspekte des zu behandelnden Themas im Vorfeld: Theoretische Grundlegung der deterministischen Evaluationsmetrik und Klärung zentraler Begrifflichkeiten.
3. Eine vergleichende Darstellung der Konzeption eines konventionellen Erwerbsmechanismus und der Konzeption eines modifizierten Erwerbsmechanismus: Kontrastierung des herkömmlichen "Triggering Learning Algorithm" mit einem modifizierten Erwerbsmechanismus unter Einbeziehung struktureller Trigger und der "Delay"-Strategie.
4. Hauptteil: Empirische Anwendung der theoretischen Überlegungen auf Erwerbsdaten der Wh-Bewegung im Deutschen und Französischen sowie Diskussion der "Unique Trigger"-Hypothese.
5. Zusammenfassung und abschließende Auswertung der Ergebnisse: Synthese der gewonnenen Erkenntnisse und Bestätigung des Erklärungsmodells für den zeitlich versetzten Parametererwerb.
Spracherwerb, Wh-Bewegung, Parametertheorie, Triggering-Hierarchie, Evaluationsmetrik, Strukturelle Trigger, Erstspracherwerb, Deterministisches Lernen, Parameter-Setting, Sprachliche Evidenz, Sprachverarbeitung, Wh-Operator, Grammatische Merkmale.
Die Arbeit untersucht die Mechanismen, die Kinder beim Erlernen ihrer Muttersprache nutzen, um grammatische Parameter zu setzen, wobei die Bewegung von Wh-Elementen als zentrales Phänomen dient.
Die zentralen Felder umfassen die Parametertheorie, die Rolle von "Triggern" (sprachliche Daten, die den Erwerb auslösen) sowie die Architektur des kindlichen Sprachverarbeitungsmechanismus.
Es soll theoretisch und empirisch untermauert werden, dass ein deterministischer Erwerbsmechanismus, der strukturelle Trigger nutzt, Erwerbsdaten besser erklären kann als klassische, eher nondeterministische probabilistische Modelle.
Die Arbeit nutzt eine theoretisch-linguistische Analyse, die durch die Auswertung empirischer Korpusdaten (CHILDES-Datenbank) von Kindern im Erstspracherwerb von Deutsch und Französisch gestützt wird.
Im Hauptteil wird insbesondere die "Unique Trigger"-Hypothese auf Daten der Wh-Bewegung angewendet, um zu prüfen, ob sich der zeitlich gestaffelte Erwerb grammatischer Konstruktionen als deterministischer Prozess abbilden lässt.
Die wichtigsten Begriffe sind Parametertheorie, Wh-Bewegung, Triggering-Hierarchie, Spracherwerbsmodell und strukturelle Evidenz.
Sie ermöglicht es dem Kind, voreilige Entscheidungen bei mehrdeutigen sprachlichen Daten zu vermeiden, indem das Fällen einer endgültigen parametrischen Entscheidung so lange aufgeschoben wird, bis ausreichend entscheidende Evidenz vorliegt.
Die Arbeit diskutiert, dass Kinder in frühen Stadien möglicherweise die Projektion funktionaler Kategorien wie CP optional handhaben, was erklärt, warum Wh-in situ-Konstruktionen in der Entwicklung oft erst später produktiv genutzt werden.
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