Magisterarbeit, 2010
394 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
2. Forschungsstand und Methodik
2.1 Forschungsstand
2.2 Methodik
3. Definitionen und Grundlagen
3.1 Interkulturalität – Was ist Kultur?
3.1.1 Nationalkulturen
3.1.2 Weitere grundlegende Begriffe
3.2 Stereotypisierung versus kulturelle Unterscheidung
3.2.1 Unterscheidung zwischen Stereotypisierung und kultureller Kategorisierung
3.2.2 Entstehung von Stereotypen
3.2.3 Umgang mit Stereotypen
3.3 Wissenschaftliche Ansätze: Kulturdimensionen und -standards und Kommunikationsmodelle
3.3.1 Kulturdimensionen
3.3.2 Kulturstandards
3.3.3 Kommunikationsmodelle – Friedemann Schulz von Thun interkulturell
3.4 Definition von Kulturtiefe
3.4.1 Begründung der Wahl der Faktoren
3.4.2 Die rechnerische Darstellung der Kulturtiefe
4. Aufbau und Herangehensweise der Untersuchung
4.1 Aufbau des Fragebogens
4.2 Aufbau und Idee der Gruppendiskussionen
4.3 Herangehensweise an die Auswertung
4.4 Grenzen der Untersuchung
5. Auswertung und Analyse
5.1 Auswertung des Fragebogen und der Gruppendiskussionen
5.1.1 Soziografische Daten
5.1.2 Selbst- und Fremdbild
5.1.3 Gefallen und Missfallen
5.1.4 Gesprächsverhalten
5.1.5 Unpünktlichkeit
5.1.6 Körperkontakt
5.1.7 Organisation
5.1.8 Kulturelle Umstellung und Anpassung
5.1.9 Indirektheit
5.1.10 Kulturschock
5.1.11 Selbstveränderung
5.1.12 Vermissen an Deutschland und an Mexiko
5.1.13 Hierarchisch geordnete Merkmale, die an der mexikanischen Kultur gefallen bzw. missfallen
5.1.14 Feedback zur Umfrage
5.2 Vergleichende Auswertung nach Kulturtiefenkategorien
6. Zusammenfassung der Ergebnisse
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, interkulturelle Herausforderungen zu identifizieren, mit denen Deutsche in Mexiko konfrontiert sind, und den individuellen Umgang mit diesen Konfliktsituationen zu untersuchen. Zentral ist dabei die Einführung und Evaluierung des Konzepts der "Kulturtiefe", welches anhand verschiedener Faktoren den Integrationsgrad einer Person in die mexikanische Kultur messbar machen soll.
3.1 Interkulturalität – Was ist Kultur?
Das Leben in einer fremden Kultur kann wie das Spielen eines Spiels sein, dessen Regeln man nicht kennt. Kultur bestimmt die Spielregeln für dieses Spiel. Hofstede beschreibt dies folgendermaßen: „Culture is the unwritten book with rules of the social game that is passed on to newcomers by its members, nesting itself in their minds.“ (Hofstede et al., 2005: 36)
Mit „social game“ ist hier ein bestimmter Raum gemeint, „people who live or lived within the same social environment“ (a.a.O.: 3), innerhalb dessen gewisse einheitliche Spielregeln gelten. Diese umfassen zum Beispiel Regeln zum Grüßen, Essen, Gefühle zeigen, Körperabstand halten oder auch zur Sprache, Gestik, Mimik oder Kleidung. (vgl.: Hofstede et al., 2005: 3 mit Thomas et al. 2, 2003: 22)
Der Psychologe Alexander Thomas nennt diese Spielregeln Orientierungssystem und benennt auch das social game genauer: „Kultur manifestiert sich immer in einem für eine Nation, Gesellschaft, Organisation oder Gruppe typischen Orientierungssystem.“ (Thomas et al. 2, 2003: 22). Auch Diplom-Psychologin Dagmar Kumbier definiert in ihrem auf den Modellen von Friedemann Schulz von Thun aufbauenden Werk „Interkulturelle Kommunikation“ Kultur als „identitätsstiftendes Orientierungsmodell“: „Es definiert Zugehörigkeit; es reguliert das Verhalten der Kulturmitglieder; und es strukturiert deren Wahrnehmung und Deutung der Umwelt – meist ohne dass es diesen bewusst ist.“ (Kumbier et al., 2009: 33).
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Grundproblematik kultureller Missverständnisse und definiert das Ziel der Arbeit, interkulturelle Probleme von Deutschen in Mexiko zu untersuchen sowie das Konzept der "Kulturtiefe" einzuführen.
2. Forschungsstand und Methodik: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über existierende Studien zum Thema und beschreibt den methodischen Ansatz, der eine Kombination aus Online-Umfrage und qualitativen Gruppendiskussionen umfasst.
3. Definitionen und Grundlagen: Es werden grundlegende Kulturbegriffe, wissenschaftliche Ansätze wie Kulturdimensionen und Kommunikationsmodelle von Schulz von Thun sowie das Konzept der "Kulturtiefe" theoretisch fundiert.
4. Aufbau und Herangehensweise der Untersuchung: Dieser Abschnitt erläutert die Struktur der verwendeten Forschungsinstrumente, inklusive des Fragebogens und der Durchführung der Gruppendiskussionen.
5. Auswertung und Analyse: Hier werden die erhobenen Daten detailliert präsentiert, analysiert und nach verschiedenen Kulturtiefenkategorien vergleichend ausgewertet.
6. Zusammenfassung der Ergebnisse: Das letzte Kapitel bündelt die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung und diskutiert die Auswirkungen kultureller Unterschiede sowie Integrationsprozesse.
Interkulturelle Kommunikation, Mexiko, Deutschland, Kulturtiefe, Kulturstandards, Kulturdimensionen, Kulturschock, Stereotypisierung, Integration, Online-Umfrage, Gruppendiskussion, Kommunikationspsychologie, Friedemann Schulz von Thun, Geert Hofstede, Fons Trompenaars
Die Arbeit beschäftigt sich mit den interkulturellen Herausforderungen, denen sich Deutsche gegenübersehen, die in Mexiko leben, arbeiten oder studieren, und beleuchtet die damit einhergehenden Anpassungsprozesse.
Die Arbeit deckt Themen wie Pünktlichkeit, Gesprächsverhalten, Körperkontakt, Organisation sowie den Umgang mit Kulturschock und Selbstveränderung durch den Aufenthalt in einer fremden Kultur ab.
Ziel ist es, häufig auftretende interkulturelle Probleme aufzuzeigen und das selbst entwickelte Konzept der „Kulturtiefe“ zur Messung des Integrationsgrads von Deutschen in Mexiko zu validieren.
Die Arbeit nutzt einen Methodenmix, bestehend aus einer quantitativen Online-Umfrage mit 238 Teilnehmenden sowie ergänzenden qualitativen Gruppendiskussionen zur tieferen Analyse der Ergebnisse.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretischen Grundlagen des Kulturbegriffs, die Vorstellung wissenschaftlicher Modelle (Hofstede, Trompenaars, Schulz von Thun) und die detaillierte statistische Analyse der Umfragedaten in Verbindung mit den Diskussionsergebnissen.
Zu den wichtigsten Schlagworten zählen interkulturelle Kommunikation, Kulturtiefe, Kulturstandards, Stereotypisierung und der Kulturschock-Prozess.
Die Kulturtiefe ist ein Konstrukt, das durch die Faktoren Aufenthaltsgrund, Aufenthaltsdauer, Spanischkenntnisse und soziale Kontakte zu Mexikanern berechnet wird, um den Grad der Integration einer Person in die mexikanische Kultur abzubilden.
Die Umfrage zeigt, dass fast alle Befragten eine Veränderung an sich feststellen, wobei vor allem mexikanische Eigenschaften wie Gelassenheit, Offenheit und Spontaneität übernommen werden.
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