Magisterarbeit, 2009
176 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Das Elaboration Likelihood Model
2.1 Einordnung in die Werbewirkungsforschung
2.2 Grundannahmen des ELM
2.3 Empirische Forschung
2.4 Kritische Würdigung
2.5 Praktische Relevanz in der Werbung
3. Farbe
3.1 Grundlagen der Farbwahrnehmung
3.1.1 Reiz und Reizaufnahme
3.1.2 Wahrnehmung und Verarbeitung im Gehirn
3.2 Einsatz und Wirkung in der Werbung
4. Forschungsfragen und Hypothesen
4.1 Forschungsfragen:
4.2 Hypothesen
4.2.1 Zentrale Hypothesen
4.2.2 Mediatorvariablen
5. Methode
5.1 Versuchsaufbau
5.2 Stichprobe
5.3 Gestaltung der Untersuchungssituation
5.4 Manipulation der unabhängigen Variablen
5.4.1 Involvement
5.4.2 Farbe
5.4.3 Argumentenstärke
5.5 Aufbau des Fragebogens
5.5.1 Abhängige Variablen
5.5.1.1 Einstellung zur Marke
5.5.1.2 Kaufabsicht
5.5.1.3 Aufgelistete Gedanken
5.5.2 Manipulationstests
5.5.3 Ergänzende Messungen
5.6 Pretest der Anzeige
5.6.1 Methode
5.6.2 Ergebnisse
5.7 Versuchsdurchführung
6. Auswertung
6.1 Auswahl der Verfahren
6.2 Stichprobenstruktur
6.3 Zusammenfassung mehrdimensionaler Skalen
6.4 Manipulationstests
6.5 Tests der Hypothesen
6.5.1 Zentrale Hypothesen
6.5.2 Mediatorvariablen
6.5.3 Ergebnisse der Hypothesentests im Überblick
7. Fazit
7.1 Zusammenfassung und Diskussion
7.1.1 Zentrale Hypothesen
7.1.2 Mediatorvariablen
7.2 Praktische Schlussfolgerungen
7.3 Forschungsausblick
Die Arbeit untersucht die Wirkung der Hintergrundfarbe von Werbeanzeigen auf die Einstellungsbildung bei unterschiedlichen Graden der Informationsverarbeitung. Dabei wird das Elaboration Likelihood Model (ELM) herangezogen, um zu prüfen, ob Farbe lediglich als peripherer Hinweisreiz dient oder unter bestimmten Bedingungen als zentrales Argument fungieren kann.
3.1 Grundlagen der Farbwahrnehmung
Die Wahrnehmung einer Farbe erfolgt in drei Stufen: Der Farbreiz entsteht dadurch, dass Licht durch eine Lichtquelle direkt ins Auge gelangt, oder auf ein Objekt trifft und von dort ins Auge gelangt. Der Reiz erzeugt eine Erregung auf der Netzhaut, die zum zweiten Schritt führt: der Farbvalenz. Die Erregungsströme werden durch Nervenbahnen in das Gehirn geleitet. Der dritte Schritt findet im Gehirn statt. Die Aktionsströme kommen über die Nervenbahnen im Sehzentrum an und lösen dort ein Farbempfinden aus (vgl. Bellizzi, Crowley & Hasty, 1983). Im Folgenden werden zunächst die ersten beiden Stufen beschrieben, in Kapitel 3.1.2 die Farbempfindung.
1. Einleitung: Einführung in die Relevanz der Werbewirkungsforschung und Vorstellung der Forschungsfrage bezüglich der Farbe als peripherem Hinweisreiz im ELM.
2. Das Elaboration Likelihood Model: Theoretische Fundierung des ELM, Erläuterung der zwei Verarbeitungsrouten sowie kritische Würdigung des Modells.
3. Farbe: Darstellung der biologischen Grundlagen der Farbwahrnehmung und Analyse der Funktionen von Farbe in der Werbung.
4. Forschungsfragen und Hypothesen: Herleitung der zentralen Forschungsfragen sowie Formulierung der Hypothesen auf Basis des ELM.
5. Methode: Beschreibung des experimentellen Designs, der Stichprobe sowie der Manipulation der unabhängigen Variablen Involvement, Farbe und Argumentenstärke.
6. Auswertung: Statistische Analyse der erhobenen Daten mittels MANOVA zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
7. Fazit: Zusammenfassende Diskussion der Ergebnisse im Kontext bestehender Forschung sowie Ableitung praktischer Schlussfolgerungen für Werbetreibende.
Elaboration Likelihood Model, ELM, Werbewirkung, Farbe, Hintergrundfarbe, Involvement, Einstellungsbildung, Kaufabsicht, Argumentenstärke, periphere Hinweisreize, zentrale Route, Informationsverarbeitung, Printanzeigen, Experiment, Konsumentenverhalten.
Die Arbeit untersucht, wie die Farbe des Hintergrunds von Werbeanzeigen die Einstellung von Konsumenten beeinflusst und ob diese Wirkung vom Grad der persönlichen Involvierung (Involvement) abhängt.
Die Arbeit verknüpft die Werbewirkungsforschung, insbesondere das Elaboration Likelihood Model (ELM), mit psychologischen Erkenntnissen zur Farbwahrnehmung und Farbwirkung in Anzeigen.
Das primäre Ziel ist es zu klären, ob Farbe bei oberflächlicher Verarbeitung als peripherer Hinweisreiz wirkt, bei intensiverer Verarbeitung als Argument dient oder die Verarbeitungstiefe selbst beeinflusst.
Es wurde ein kontrolliertes Experiment mit einem 2x2x2-Faktorendesign durchgeführt, bei dem Probanden Printanzeigen mit unterschiedlichen Hintergrundfarben und Argumentationsstärken bewerteten.
Im Hauptteil wird das ELM theoretisch erläutert, Farbe als Wahrnehmungsreiz analysiert und die empirische Studie inklusive Versuchsaufbau, Pretests und der statistischen Auswertung detailliert dokumentiert.
Wichtige Begriffe sind das Elaboration Likelihood Model, Involvement, Farbe, Einstellungsbildung und periphere Hinweisreize.
Das Produkt wurde gewählt, da es ein geringes, gleich verteiltes Involvement erwarten lässt und als Hygieneprodukt geschlechtsneutral ist, was die Kontrolle von Störvariablen erleichtert.
Die Ergebnisse zeigten, dass Farbe zwar die Einstellung zur Anzeige beeinflussen kann, die Wirkung auf die Kaufabsicht jedoch geringer ist und primär über die Einstellung zur Marke vermittelt wird, wobei die Argumente den größeren Einfluss auf die finale Entscheidung haben.
Die Einstellung zur Anzeige fungiert als Mediatorvariable; sie wird durch die Farbe beeinflusst und wirkt als Prädiktor für die Einstellung zur Marke.
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