Masterarbeit, 2013
124 Seiten, Note: 1,2
EINFÜHRUNG
1. NEUROBIOLOGISCHE GRUNDLAGEN
1.1 DIE ANATOMIE DES GEHIRNS
1.1.1 Hirnstamm
1.1.2 Kleinhirn
1.1.3 Zwischenhirn
1.1.4 Großhirn
1.1.4.1 Großhirnrinde
1.1.4.2 Limbisches System
1.1.4.3 Mesolimbisches Dopaminsystem
1.2 NEURONALE VERARBEITUNG
1.2.1 Nervenzellen
1.2.2 Spiegelneurone
1.2.3 Plastizität des Gehirns
1.3 BILDGEBENDE MESSMETHODEN
1.3.1 Elektroenzephalographie (EEG)
1.3.2 Magnetresonanz-Enzephalographie (MEG)
1.3.3 Positronen-Emissions-Tomographie (PET)
1.3.4 Funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT)
1.3.5 Zusammenfassung bildgebender Messmethoden
2. MOTIVATION
2.1 BEGRIFFSERKLÄRUNG
2.1.1 Motiv
2.1.2 Motivation
2.1.3 Anreiz
2.2 MOTIVATIONSTHEORIEN
2.2.1 Inhaltstheorien
2.2.1.1 Die Bedürfnispyramide von Maslow
2.2.1.2 Die Zwei-Faktoren-Theorie von Frederick Herzberg
2.2.1.3 Die X-Y-Theorie von McGregor
2.2.2 Prozesstheorien
2.2.2.1 Die VIE-Theorie von Vroom
2.2.2.2 Das Motivationsmodell nach Porter/Lawler
2.2.3 Gleichgewichtstheorien
2.2.3.1 Gleichheitstheorie von Adams
2.2.3.2 Anreiz-Beitrags-Theorie von March und Simon
2.3 AKTUELLE MOTIVATIONSMODELLE
2.4 INTRINSISCHE UND EXTRINSISCHE MOTIVATION
2.4.1 Intrinsische Motivation
2.4.2 Extrinsische Motivation
3. ANREIZE UND ANREIZSYSTEME
3.1 BETRIEBLICHE ANREIZE
3.1.1 Materielle Anreize
3.1.1.1 Monetäre Anreize
3.1.1.2 Nicht-monetäre Anreize
3.1.2 Immaterielle Anreize
3.1.2.1 Tätigkeitsanreize
3.1.2.2 Entwicklungsmöglichkeiten als Anreiz
3.1.2.3 Soziale Anreize
3.1.3 Zusammenfassung betrieblicher Anreize
3.2 ANREIZSYSTEME
3.2.1 Cafeteria-Modell
3.2.2 Total Compensation
3.2.3 Performance-System
4. NEUROWISSENSCHAFTLICHE ERKENNTNISSE UND IHRE BEDEUTUNG FÜR DIE MITARBEITERMOTIVATION
4.1 WICHTIGE NEUROWISSENSCHAFTLICHE GEHIRNSYSTEME
4.1.1 Das Belohnungssystem
4.1.2 Das Erinnerungssystem
4.1.3 Das Emotionssystem
4.1.4 Das Entscheidungssystem
4.2 ANREIZE UND IHRE WIRKUNG
4.2.1 Grundsätze neurowissenschaftlicher Anreizwirkung
4.2.2 Mitarbeitergewinnung
4.2.3 Mitarbeiterbindung
4.2.4 Mitarbeitermotivation
4.2.4.1 Vergleich konkreter und abstrakter Anreize
4.2.4.2 Belohnungsbedingung
4.2.4.3 Zusammenhang zwischen Anreizhöhe und Leistung
4.2.4.4 Soziale Einflüsse
4.2.4.5 Crowding Out
4.3 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN
4.3.1 Belohnen
4.3.2 Interessante Aufgaben
4.3.3 Überbelohnung vermeiden
ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Bedeutung aktueller neurowissenschaftlicher Erkenntnisse für die Motivation von Mitarbeitern zu untersuchen, um die Qualität betrieblicher Anreizsysteme besser beurteilen und optimieren zu können.
4.1.1 Das Belohnungssystem
Das Belohnungssystem wurde zum ersten Mal durch die Experimente von Olds und Milner im Jahr 1954 erforscht. Dabei wurden bestimmte Hirnregionen von Ratten, durch das Einsetzen einer Elektrode ins Gehirn, elektrisch stimuliert. Diese hielten sich danach vorrangig in dem Bereich des Käfigs auf, in dem die Stimulation stattfand. In der zweiten Stufe erhielten die Ratten die Möglichkeit, sich selbst über das Drücken eines Hebels zu stimulieren. Die Ratten betätigten den Hebel so oft wie möglich und missachteten Grundbedürfnisse wie Nahrungsaufnahme oder Paarung (Schandry, 2011, S. 425-426). Ihr einziges Ziel war die Reizung ihres Gehirns. Scheinbar wurden Aktionspotenziale in den Neuronen aktiviert, die zur Folge hatten, dass die Tiere immer wieder den Hebel drückten. Olds und Milner sahen in ihrem Experiment ein Beispiel für Lernen mit Belohnung und ein typisches Suchtverhalten. Weiterführende Studien haben gezeigt, dass die Hälfte der für die Selbstreizung verantwortlichen Gehirnareale, mit Dopaminneuronen im Zusammenhang steht (Schultz, 2011, S. 96-97).
Offensichtlich ist das Erreichen dieses Glücksgefühls, dass durch die Ausschüttung von Dopamin erzeugt wird, wichtiger als alles andere. Jedoch bleibt dieser Zustand des Glücks nicht dauerhaft bestehen. Aus dem Wunsch, diesen wieder zu erreichen, entsteht Motivation. „Das Belohnungssystem ist demnach nicht dazu vorgesehen, dauerhaftes Wohlbefinden zu erzeugen. Vielmehr geht es darum, durch einen Wechsel zwischen Aktivierung und Deaktivierung den Anreiz für weitere Aktivitäten zu erhalten.“ (Seelbach, 2011, S. 17).
1. NEUROBIOLOGISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel erläutert die anatomischen Strukturen des menschlichen Gehirns sowie Methoden der neuronalen Verarbeitung und bildgebende Verfahren zur Untersuchung von Gehirnaktivitäten.
2. MOTIVATION: Hier werden zentrale Begriffe der Motivationsforschung definiert, klassische Theorien sowie aktuelle Modelle dargestellt und die Unterscheidung zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation vorgenommen.
3. ANREIZE UND ANREIZSYSTEME: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Formen betrieblicher Anreize, wie materielle und immaterielle Anreize, und diskutiert unterschiedliche Anreizsysteme wie das Cafeteria-Modell oder Total Compensation.
4. NEUROWISSENSCHAFTLICHE ERKENNTNISSE UND IHRE BEDEUTUNG FÜR DIE MITARBEITERMOTIVATION: Der Hauptteil untersucht, wie neurowissenschaftliche Gehirnsysteme bei der Anreizverarbeitung interagieren und leitet daraus Handlungsempfehlungen für die Gestaltung von Anreizen in Unternehmen ab.
Neurowissenschaften, Mitarbeitermotivation, Anreizgestaltung, Gehirn, Dopamin, Belohnungssystem, Intrinsische Motivation, Extrinsische Motivation, Anreizsysteme, fMRT, Personalmanagement, Entscheidungssystem, Neuroökonomie, Mitarbeiterbindung, Arbeitspsychologie
Die Arbeit untersucht die Verbindung zwischen aktuellen neurowissenschaftlichen Erkenntnissen und der praktischen Gestaltung von Anreizsystemen zur Steigerung der Mitarbeitermotivation in Unternehmen.
Zentrale Themen sind die neurobiologischen Grundlagen des menschlichen Gehirns, klassische und moderne Motivationstheorien sowie die psychologische und neurowissenschaftliche Wirkung von Anreizen.
Das Ziel ist es, durch ein besseres Verständnis der neuronalen Prozesse bei der Anreizverarbeitung, die Qualität und Wirksamkeit betrieblicher Anreizsysteme fundierter beurteilen und optimieren zu können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse aktueller neurowissenschaftlicher Studien, insbesondere im Bereich der Neuroökonomie und der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT).
Im Hauptteil werden die vier relevanten Gehirnsysteme (Belohnungs-, Erinnerungs-, Emotions- und Entscheidungssystem) analysiert und mit spezifischen Anreizwirkungen, wie der Mitarbeitergewinnung und -bindung, in Bezug gesetzt.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Neurowissenschaften, Mitarbeitermotivation, Anreizsysteme, Dopamin, Flow-Erlebnis und Neuroökonomie charakterisiert.
Das Belohnungssystem spielt eine zentrale Rolle, da die Ausschüttung von Dopamin bei der Erwartung oder dem Erhalt von Belohnungen entscheidend für die Entstehung von Motivation und das Lernen von Verhaltensweisen ist.
Der Crowding-Out-Effekt beschreibt das Phänomen, dass externe Anreize eine bereits bestehende intrinsische Motivation verdrängen oder gar zerstören können, was die Gesamtmotivation negativ beeinflussen kann.
Monetäre Anreize können als Normalität empfunden werden und verlieren dadurch an motivierender Wirkung. Zudem werden sie oft als externer Druck wahrgenommen, was die intrinsische Motivation und die langfristige Mitarbeiterbindung schwächen kann.
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