Masterarbeit, 2013
93 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Problemstellung und Forschungsfrage
3. Begriffsdefinition
4. Der Demografische Wandel
4.1 Migranten und Demografischer Wandel in Deutschland
4.2 Migranten und Demografischer Wandel in Bremen
4.3 Migrationshintergrund und Bildung in Deutschland
4.4 Migrationshintergrund und Bildung in Bremen
5. Stand der Forschung
5.1 Migranten in der Polizei: Entwicklung
5.2 Das dringende dienstliche Interesse
5.3 Das dringende dienstliche Interesse in Bremen
5.4 Migranten in der Polizei. Vergleich der Länder und des Bundes
5.5 Migranten in der Polizei Bremen
5.6 Bedeutung und Notwendigkeit für die Polizei.
5.7 Integration von Migranten in die Polizei
5.7.1 Das Interesse der Polizei an Migranten
5.7.2 Erhöhung des Migrantenanteils
5.7.3 Integrationsfähigkeit seitens der Polizei
5.7.4 Migranten als Polizeibeamte: Erfahrungen
5.8 Migrantenorientierte Nachwuchswerbung
5.9 Migrantenorientierte Nachwuchswerbung der Polizei Bremen
6. Forschungsfrage und Forschungsmethode
6.1 Methode: Strukturiertes leitfadengestütztes Interview
6.2 Auswahl der Interviewpartner
6.3 Durchführung der Interviews
6.4 Interviewauswertung
7. Auswertung und Interpretation
7.1 Zusammengefasste Profile der Interviewpartner
7.2 Angaben zur Person
7.3 Bild der Polizei
7.4 Bewerbung bei der Polizei – Motivation
7.5 Bewerbung bei der Polizei – Hemmnisse
7.6 Migranten in der Polizei
8. Fazit
8.1 Zusammenfassung
8.2 Empfehlungen
Diese Masterarbeit untersucht die Motivation und die Hemmnisse von jungen Menschen mit Migrationshintergrund bei der Entscheidung für eine Laufbahn im Polizeidienst. Ziel ist es, durch eine qualitative Analyse von Interviews mit angehenden Polizeibeamten in Bremen Erkenntnisse zu gewinnen, die als Orientierungspunkte für eine zielgerichtete Nachwuchswerbung der Polizei dienen können.
5.7.1 Das Interesse der Polizei an Migranten
Es ist auf breiter politischer Ebene das erklärte Ziel, die Integration und Partizipation von Menschen mit MH weiter zu intensivieren. Dazu zählt auch Einstellung von Migranten in den Bereich der öffentlichen Verwaltung. Über die Integration von Migranten in die Polizei wurde im Projekt MORS (Migranten in Organisationen von Recht und Sicherheit) geforscht. Dieses drittmittelgeförderte Projekt des ISIP (Institut für Sicherheits- und Präventionsforschung) befasste sich auf mehreren Ebenen mit den Bedingungen für die Integration von Migranten in die Polizeiorganisation. Das Projekt MORS unterscheidet zwischen zwei Ausrichtungen des polizeilichen Interesses an Migranten in ihren eigenen Reihen.
Das funktionale Interesse ist von polizeitaktischen Überlegungen geprägt. Polizeibeamte mit MH verfügen, so zumindest die Erwartungshaltung der Polizei, über Sprach- und Kulturkenntnisse, die der Polizei bisher verschlossen blieben. Diese eingebrachten Kompetenzen ermöglichen seitens der Polizei eine effektivere Aufgabenwahrnehmung bezüglich des Kontaktes mit Migranten sowie weitreichende Ermittlungsmöglichkeiten, etwa wenn es um bestimmte Aspekte der Sprache aber auch der Kultur geht. Ebenso spielt die Vertrauensbildung gegenüber migrantischen Bevölkerungsteilen eine Rolle, indem durch Polizisten mit MH eine interkulturelle Kompetenz geschaffen wird.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik des demografischen Wandels und die daraus resultierende Notwendigkeit für die Polizei ein, Migranten als Nachwuchskräfte zu gewinnen.
2. Problemstellung und Forschungsfrage: Hier werden die politische Zielsetzung zur Erhöhung des Migrantenanteils in der Polizei sowie die forschungsleitenden Fragen zu Motivation und Hemmnissen der Bewerber dargelegt.
3. Begriffsdefinition: Das Kapitel definiert die zentralen Begriffe „Demografischer Wandel“ und „Migrationshintergrund“ für den Kontext dieser Untersuchung.
4. Der Demografische Wandel: Es wird die demografische Entwicklung in Deutschland und Bremen analysiert, mit besonderem Fokus auf die Korrelation von Migrationshintergrund und Bildung.
5. Stand der Forschung: Dieser Teil bietet einen Überblick über die historische Entwicklung, rechtliche Rahmenbedingungen wie das „dringende dienstliche Interesse“ und bisherige Ansätze der Nachwuchswerbung.
6. Forschungsfrage und Forschungsmethode: Das Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen mittels strukturierter, leitfadengestützter Interviews zur Erhebung der Daten bei angehenden Polizeibeamten.
7. Auswertung und Interpretation: Die Ergebnisse der Interviews werden analysiert, wobei besonders auf die Profile der Befragten, ihr Bild von der Polizei sowie ihre Beweggründe und Hindernisse bei der Berufswahl eingegangen wird.
8. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und konkreten Handlungsempfehlungen für eine effektivere Personalgewinnung bei jungen Menschen mit Migrationshintergrund.
Polizei, Migrationshintergrund, Demografischer Wandel, Nachwuchswerbung, Berufsentscheidung, Motivation, Hemmnisse, Integration, Polizeivollzugsdienst, Qualitative Sozialforschung, Leitfadeninterview, Einstellungsquote, Bestenauslese, Diversität, Interkulturelle Kompetenz
Die Arbeit untersucht, welche Faktoren junge Menschen mit Migrationshintergrund dazu bewegen, sich für den Polizeidienst zu bewerben, und welche Barrieren oder Hemmnisse dabei eine Rolle spielen.
Das zentrale Thema ist die Personalgewinnung der Polizei vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der Notwendigkeit einer interkulturellen Öffnung der öffentlichen Verwaltung.
Die Arbeit fragt danach, durch welche Motivationen die Berufsentscheidung von Bewerbern mit Migrationshintergrund begünstigt wird und ob spezifische Hemmnisse gegen eine Bewerbung existieren.
Der Autor nutzt eine qualitative Forschungsmethode und führt dazu strukturierte, leitfadengestützte Interviews mit insgesamt sechs Bachelorstudenten des Studiengangs Polizeivollzugsdienst der HföV Bremen durch.
Der Hauptteil behandelt den Stand der Forschung, rechtliche Voraussetzungen wie das „dringende dienstliche Interesse“, die Analyse bisheriger Rekrutierungsstrategien und die Auswertung der durchgeführten Interviews.
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Polizei, Migrationshintergrund, Demografischer Wandel, Nachwuchswerbung und Motivation definiert.
Die interviewten Studierenden lehnen Quoten oder bevorzugte Behandlung strikt ab, da sie ihre Einstellung als Ergebnis ihrer persönlichen Leistung sehen und eine Stigmatisierung als „Quotenpolizisten“ vermeiden wollen.
Das soziale Umfeld, insbesondere Familie und Freunde, wirkt bei den Befragten überwiegend positiv auf die Berufswahl, da der Polizeiberuf als Zeichen gelungener Integration und beruflicher Sicherheit angesehen wird.
Die Befragten halten diese zwar für sinnvoll, bemerken jedoch, dass sie diese Werbung nur am Rande wahrgenommen haben und sie keinen direkten Einfluss auf ihre bereits feststehende Berufsentscheidung hatte.
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