Diplomarbeit, 2001
123 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Definitionen und Abgrenzungen
2.1 Allgemeine Anmerkungen
2.2 Definition von Schwerbehinderung nach dem Schwerbehindertengesetz (SchwbG)
2.3 Definition von Behinderung der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
2.4 Abgrenzung Familien
2.5 Abgrenzung „Kinder“
2.6 Abgrenzung In- und Ausland
3. Darstellung des vorhandenen Angebotes
3.1 Methodik
3.2 Fluggesellschaften und Flughäfen
3.3 Busunternehmen
3.4 Deutsche Bahn AG
3.5 Schiff- und Fährgesellschaften
3.6 Mietwagen und eigener Pkw
3.7 Hotels und Pensionen
3.8 Ferienwohnungen und Camping
3.9 Reiseveranstalter
3.10 Reisebüros
3.11 Fremdenverkehrsorte und –organisationen
3.11.1 Deutscher Tourismusverband (DTV)
3.11.2 Trends und Tendenzen
3.11.3 Angebote verschiedener Bundesländer
3.12 Verbände und Vereinigungen
3.13 Kinder- und Familienerholungsstätten
3.13.1 Vorbemerkungen
3.13.2 Ausgewählte Beispiele
3.13.3 Mutter-Kind-Kliniken
3.14 Informationssysteme
3.15 Ausgewählte Beispiele für Angebote im Ausland
4. Analyse der Nachfrage
4.1 Vorbemerkungen
4.2 Antworten aus den Interviews
4.2.1 Art der Behinderung
4.2.2 Alter des behinderten Kindes
4.2.3 Haushaltsgröße und Alter der Geschwisterkinder
4.2.4 Reisehäufigkeit
4.2.5 Allein verreisende Familienmitglieder
4.2.6 Transportmittel
4.2.7 Urlaubsziele
4.2.8 Aktivitäten im Urlaub
4.2.9 Buchungsverhalten
4.2.10 Erfahrungen mit den Leistungsträgern
4.2.11 Positive Ereignisse
4.2.12 Negative Ereignisse
4.2.13 Voraussetzungen für einen gelungenen Familienurlaub
4.2.14 Wünsche für die Zukunft
4.2.15 Konkrete Verbesserungsvorschläge für die Leistungsträger
4.2.16 Individuelle Betreuung vor Ort
4.2.17 Versicherungen
4.2.18 Internetnutzung
4.3 Zusammenfassende Erkenntnisse
5. Zusammenführung von Angebot und Nachfrage
5.1 Erfahrungen mit schwierigen Situationen
5.2 Transport
5.3 Unterkünfte
5.4 Reiseveranstalter
5.5 Reisebüros
5.6 Fremdenverkehrsorganisationen
5.7 Verbände und Vereinigungen
5.8 Marketingpolitische Maßnahmen
5.8.1 Strategiealternativen
5.8.2 Produktpolitik
5.8.3 Preispolitik
5.8.4 Distributionspolitik
5.8.5 Kommunikationspolitik
5.9 Anmerkungen der Anbieter
6. Erfahrungen, Schwierigkeiten und Wünsche der Familie der Autorin
7. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht den Reisemarkt für Familien mit schwerbehinderten Kindern in der Bundesrepublik Deutschland, um Bedürfnisse, Hindernisse und Potenziale aufzuzeigen. Ziel ist es, Lösungsansätze für Reiseanbieter zu entwickeln, damit betroffene Familien einen möglichst „normalen“ und unbeschwerten Urlaub verbringen können.
3.1 Methodik
Bevor die Darstellung der Angebote der einzelnen Leistungsträger folgt, soll kurz die Vorgehensweise bei der Suche nach existierenden Urlaubsmöglichkeiten für Familien mit schwerbehinderten Kindern erläutert werden. Es gab zwei Wege, die zur Materialsammlung beitrugen. Das waren das Anfordern von Unterlagen bei den Leistungsträgern per Telefon, E-Mail oder Post. Hinzu kam der Besuch der Internationalen Fachmesse für Menschen mit Behinderung und Pflegebedarf Rehacare, auf der sich ein Reisecenter zur Information über Reisemöglichkeiten für behinderte Urlauber befand. Die jeweiligen Kontaktadressen bzw. Informationen wurden aus Fachzeitschriften oder Büchern für behinderte Menschen, durch Anfragen bei sich in der Behindertenarbeit engagierenden Verbänden, aus Hinweisen von kontaktierten Unternehmen und durch die selbst geführten Interviews mit betroffenen Familien gewonnen.
1. Einleitung: Erläutert die Motivation für die Themenwahl und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit sowie die statistische Relevanz der Zielgruppe.
2. Definitionen und Abgrenzungen: Definiert die zentralen Begriffe wie Schwerbehinderung gemäß rechtlicher Vorgaben und legt die Zielgruppe der Arbeit fest.
3. Darstellung des vorhandenen Angebotes: Analysiert verschiedene Leistungsträger der Tourismusbranche hinsichtlich ihrer Eignung für Familien mit behinderten Kindern.
4. Analyse der Nachfrage: Dokumentiert die Ergebnisse aus Interviews mit betroffenen Familien zu deren Erfahrungen, Wünschen und Buchungsverhalten.
5. Zusammenführung von Angebot und Nachfrage: Verknüpft die Erkenntnisse aus Angebots- und Nachfrageanalyse und leitet daraus Optimierungsvorschläge ab.
6. Erfahrungen, Schwierigkeiten und Wünsche der Familie der Autorin: Reflektiert die persönliche Situation der Autorin als Mitglied einer betroffenen Familie.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Segments.
Reisemarkt, Familien mit schwerbehinderten Kindern, Behindertentourismus, Barrierefreiheit, Nachfrageanalyse, Tourismusindustrie, Urlaubsorganisation, Reiseanbieter, Leistungsträger, Inklusion, Ferienangebote, behindertengerechte Unterkünfte, individuelle Betreuung, Reiseverhalten.
Die Arbeit analysiert die Spezifika und Anforderungen des Reisemarktes für Familien mit schwerbehinderten Kindern in Deutschland, mit dem Ziel, die Kluft zwischen Angebot und Bedarf zu schließen.
Die Untersuchung deckt die Angebotsseite (Transport, Unterkunft, Reiseveranstalter) sowie die Nachfrageseite (Interviews mit Betroffenen zu Erfahrungen, Wünschen und Problemen) ab.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Familien mit behinderten Kindern Urlaubsmöglichkeiten finden oder diese verbessern können, und Unternehmen Anregungen für eine bessere Ausrichtung ihrer Angebote zu geben.
Die Methodik basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche sowie einer empirischen Datenerhebung durch 34 geführte Interviews mit betroffenen Familien.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Angebotsrecherche, eine Analyse der Nachfrage anhand von Experteninterviews sowie die Zusammenführung beider Bereiche zu strategischen Marketingempfehlungen.
Zu den Kernbegriffen zählen Behindertentourismus, Barrierefreiheit, Familienurlaub, Reiseanbieter-Analyse und die individuellen Bedürfnisse von Familien mit behinderten Kindern.
Die Autorin hebt diese Einrichtungen besonders hervor, da sie durch ihre integrative Ausrichtung und speziellen Angebote für Familien mit behinderten Kindern eine hohe Wertschätzung genießen.
Die Interviews zeigen, dass Familien oft eine hohe Unsicherheit gegenüber Pauschalreiseangeboten haben, da diese oft nicht explizit auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind und sie sich als „normale“ Familie in einer unbeschwerten Umgebung bewegen möchten.
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