Examensarbeit, 2003
47 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Tauchen
2.1 Tauchen mit Kindern und Jugendlichen
2.2 Wasser als besonderer Bewegungsraum – die Eroberung der dritten Dimension
3 Entwicklung eines Konzeptes zur Einführung der Sportart Tauchen in der Sekundarstufe I
3.1 Tauchen im Lehrplan für die Sekundarstufe I in Nordrhein-Westfalen
3.2 Berücksichtigung vorhandener Konzepte zur Vermittlung des Tauchens
3.3 Didaktisch-methodische Vorüberlegungen
3.3.1 Kriterien eines offenen Unterrichtskonzeptes
3.3.2 Prinzipien der Vermittlung - Erfahrungs- und Handlungsorientierung im Lernprozess
3.3.3 Mehrperspektivität im Lernprozess – Verwirklichung erzieherischer Prinzipien
3.4 Das Unterrichtskonzept im Gesamtüberblick
3.4.1 Angaben zur Lerngruppe und Lernvoraussetzungen
3.4.2 Rahmenbedingungen der praktischen Durchführung
3.4.3 Übergeordnete Lernziele der Unterrichtsreihe
3.4.4 Kurzüberblick über die Unterrichtsreihe
3.5 Entwicklung von Möglichkeiten einer zielgruppengerechten Vermittlung ausgewählter physikalischer Gesetzmäßigkeiten
3.5.1 Physikalische Eigenschaften des Wassers
3.5.2 Das Gesetz von Boyle-Mariotte
3.5.3 Das Archimedische Prinzip
3.5.4 Hören unter Wasser
3.5.5 Sehen unter Wasser
4 Kritische Reflexion und Ausblick
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines didaktischen Konzepts zur Einführung in das ABC-Tauchen für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I, wobei ein besonderer Fokus auf der erfahrungsbetonten Vermittlung physikalischer Gesetzmäßigkeiten unter Wasser liegt. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, wie sicherheitsrelevantes Wissen und physikalische Grundlagen so integriert werden können, dass sie nicht nur als "träges Wissen" verbleiben, sondern in den Lernprozess aktiv einbezogen werden, um ein gefahrenminimiertes und selbstständiges Tauchen zu ermöglichen.
Die Entstehung von Druck in Abhängigkeit von der Wassertiefe
Nach der Gesetzmäßigkeit von Boyle und Mariotte (diese haben das Gesetz bereits im 17. Jahrhundert formuliert) ist in einem eingeschlossenen Gas mit einer folglich konstanten Anzahl von Gasmolekülen bei gleich bleibender Temperatur das Produkt aus absolutem Druck p und Volumen V stets gleich groß (pxV = konstant, vgl. DE MARÉES 1992, 252 ff.).
Das Gasvolumen der Lunge hat sich entsprechend bei einer Tiefe von 10 Metern auf die Hälfte komprimiert (2px1/2V = konstant). Das ist für luftgefüllte flexible Hohlräume wie die Lunge unproblematisch (soweit nicht unter das Residualvolumen komprimiert wird). In luftgefüllten starren Hohlräumen hingegen ist das Volumen stabil, welches einen sog. relativen Unterdruck (physikalisch: Druckreduzierung) bei zunehmender Tauchtiefe erzeugt.
Für das Tauchen mit der ABC-Ausrüstung bedeutet dies, dass der Druck im Mittelohr durch das Valsalva-Manöver und im Maskeninnenraum durch geringfügiges Ausatmen von Luft durch die Nase in die Maske ausgeglichen werden muss. Das Atmen durch den Schnorchel erfordert mehr Kraft der Atemmuskulatur, weil in der Lunge atmosphärischer Druck herrscht (Verbindung der Lunge über den Schnorchel) während auf dem Brustkorb etwa 40cm unter der Wasseroberfläche ein geringfügig höherer Druck lastet. Ein Schnorchel darf aus diesem Grund (und wegen der „Totraumatmung“) niemals länger als 35 cm sein und sollte einen Innendurchmesser von ca. 2cm aufweisen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Faszination des Tauchens für Jugendliche und identifiziert das Problem des „trägen Wissens“ sowie gesundheitliche Gefahren durch unsachgemäßes Tauchen.
2 Tauchen: Dieses Kapitel ordnet das Tauchen als Erlebnissportart ein und erläutert die verschiedenen Druckphasen (Kompressions-, Isopressions- und Dekompressionsphase) sowie deren physiologische Auswirkungen.
3 Entwicklung eines Konzeptes zur Einführung der Sportart Tauchen in der Sekundarstufe I: Das Kernkapitel beschreibt das didaktisch-methodische Vorgehen, eingebettet in den Lehrplan von Nordrhein-Westfalen, mit Fokus auf Offenheit, Handlungs- und Erfahrungsorientierung.
4 Kritische Reflexion und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse der Unterrichtspraxis reflektiert und das Gelingen des Konzepts anhand der positiven Entwicklung der Schülerkompetenzen und deren Transferleistung bewertet.
ABC-Tauchen, Sekundarstufe I, offener Unterricht, physikalische Gesetzmäßigkeiten, Wasserbewältigung, Sicherheitserziehung, hydrostatischer Druck, Archimedisches Prinzip, handlungsorientiert, Tauchmaske, Schnorchel, Druckausgleich, Mehrperspektivität, soziales Lernen, Bewegungsraum Wasser.
Die Arbeit entwickelt ein praxisorientiertes Unterrichtskonzept, um Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I sicher und fundiert in die Sportart Tauchen einzuführen.
Zentrale Themen sind die fachübergreifende Vermittlung physikalischer Gesetze, die Sicherheitserziehung sowie die Förderung der motorischen und sozial-affektiven Kompetenzen im Wasser.
Ziel ist es, ein Konzept zu schaffen, das Schüler befähigt, physikalische Zusammenhänge beim Tauchen praktisch zu erfahren, um somit eigenverantwortlich und sicher zu handeln.
Die Methode basiert auf dem Prinzip des offenen und handlungsorientierten Unterrichts, der induktives Vorgehen sowie Experimente nutzt, um Theorie und Praxis eng zu verzahnen.
Der Hauptteil gliedert sich in didaktische Vorüberlegungen, die Vorstellung des Unterrichtskonzepts und die detaillierte Aufbereitung physikalischer Grundlagen wie Druck, Auftrieb, Sehen und Hören unter Wasser.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören ABC-Tauchen, offener Unterricht, physikalische Gesetzmäßigkeiten, Sicherheitserziehung und Handlungs- bzw. Erfahrungsorientierung.
Das Ohrmodell dient als haptisches Hilfsmittel, um den Schülern die physikalischen Auswirkungen des Wasserdrucks auf luftgefüllte Hohlräume und die Notwendigkeit des Druckausgleichs experimentell und unmittelbar verständlich zu machen.
Das Tauchen ist aufgrund seiner vielfältigen Merkmale ideal geeignet, das gesamte Spektrum der pädagogischen Perspektiven des Sportunterrichts (wie Leisten, Kooperieren, Gesundheitsbewusstsein, Gestaltung) abzudecken.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

