Diplomarbeit, 2001
73 Seiten, Note: 1.0
Einleitung 3
1 Grundlagen der Funknetzplanung 6
1.1 Zellulare Netze 6
1.2 Zellularer Netzaufbau 6
1.3 Aufbau eines GSM Mobilfunksystems 8
1.4 Funknetzplanung 10
1.5 Handover 11
1.5.1 Handoverarten 12
1.5.2 Handoveralgorithmen 14
2 Softwarearchitektur 18
2.1 Programmablauf 19
2.2 Klassenentwurf 20
2.3 Kommunikationsmodelle 24
2.3.1 OSI-Schichten Modell 24
2.3.2 Client/ Server Modell 25
2.4 Multithreading 26
2.5 Kommunikation mit der Außenwelt 26
3 Softwareentwicklung 28
3.1 Entwicklungsumgebung 28
3.2 Entwicklungskonzepte und ihre konkrete Umsetzung 29
3.2.1 Entwurfsmuster 29
3.2.2 Schnittstellen und Aufbau der API 32
3.2.3 Konsistenz des Source Codes 32
3.3 Realisierung konkreter Programmteile 33
3.3.1 Generierung der Fahrzeugkoordinaten 33
3.3.2 Geodatische Transformationen 33
3.3.3 Cellrankingprozeß 34
3.3.4 HO Algorithmus 37
4 Beispiel für einen funkplanerischen Anwendungsprozeß 38
5 Testergebnisse 47
6 Weiterentwicklung des Tools 48
7 Zusammenfassung und Ausblick 49
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist die Entwicklung der Software "MobileHOS", welche den Handover-Vorgang in einem GSM-Mobilfunknetz simuliert. Im Gegensatz zu bestehenden Implementierungen, die auf Meßfahrtprotokollen basieren, ermöglicht MobileHOS eine eigenständige Simulation auf beliebigen Teststrecken, um beispielsweise die Auswirkungen von geplanten Trassenänderungen im Netz zu analysieren.
1.5 Handover
Den Vorgang des “Handover” oder “Handoff” (HO) bezeichnet man als das Weiterreichen eines Gesprächs von einer Basisstation (BTS) zu einer anderen. Des weiteren spricht man von einem “Streamless Handover”, wenn ein nahtloser Übergang des Gesprächs erfolgt, ohne daß für den Teilnehmer eine Gesprächsunterbrechung erkennbar ist. Diese Funktionalität hatte z.B. das ehemalige deutsche B/B2 Netz noch nicht, denn erst beim Übergang in das C-Netz wurde die automatische Weitergabe von Gesprächen implementiert. Davor mußte noch bei einer Verschlechterung der Funkverbindung das Gespräch abgebrochen werden (Call Drop bzw. Cut-off).
Der Handover ist ein sehr zeitkritischer Vorgang in Mobilfunksystemen, da die Kontinuität laufender Verbindungen gewährleistet sein muß. Er hat einen bedeutenden Einfluß auf die Kapazität und Leistungsfähigkeit zellularer Netze und besteht aus drei Phasen: Messung, Handover-Einleitung und Umschaltung zur Zielbasisstation ([13] S.102). Jedes Weiterreichen eines Gesprächs bedeutet eine Erhöhung des Steuer- und Singalisierungsaufwands im Funkverkehr zwischen dem Mobilfunkgerät (MS) und der Feststation (BTS) und sollte deshalb so selten wie möglich durchgeführt werden. Handover, die aus Pegelschwankungen resultieren könnten, sollten vermieden werden.
Einleitung: Einführung in die Entwicklung des Mobilfunks von den Anfängen bis zum GSM-Standard und Definition des Ziels der Arbeit, eine Software zur Handoversimulation zu erstellen.
1 Grundlagen der Funknetzplanung: Erläuterung der zellularen Netzstruktur, der GSM-Architektur sowie der verschiedenen Handover-Kriterien und Algorithmen.
2 Softwarearchitektur: Beschreibung des objektorientierten Designs der Software MobileHOS, inklusive der verwendeten Kommunikationsmodelle und des Klassenentwurfs.
3 Softwareentwicklung: Detaillierte Darstellung der konkreten Implementierung, inklusive Entwicklungsumgebung, Designmustern, Datenanbindung und der Logik des Handover-Algorithmus.
4 Beispiel für einen funkplanerischen Anwendungsprozeß: Praxisnahe Demonstration des Simulationsablaufs anhand eines konkreten geographischen Beispiels.
5 Testergebnisse: Bewertung der Software-Performance und Stabilität bei der Durchführung von Simulationen.
6 Weiterentwicklung des Tools: Zusammenfassung möglicher zukünftiger Verbesserungen und Erweiterungen für die Anwendung.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Abschließende Betrachtung der Relevanz des Handovermanagements und des Ausblicks auf zukünftige Technologien wie UMTS.
Handover, GSM, Mobilfunknetz, Simulation, MobileHOS, Java, Objektorientierung, Funknetzplanung, Cellranking, Datenbankanbindung, Echtzeit-Simulation, Signalqualität, Basisstation, Mobilfunkgerät, Netzplanung
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer Java-basierten Software zur Simulation von Handover-Vorgängen in GSM-Mobilfunknetzen, um die Netzplanung bei Trassenänderungen zu unterstützen.
Die zentralen Themen umfassen die Grundlagen der Funknetzplanung, die Architektur von GSM-Systemen, die mathematischen und logischen Modelle für Handover-Entscheidungen sowie objektorientierte Softwareentwicklung.
Das Ziel ist die Erstellung des Tools "MobileHOS", welches ohne auf existierende Meßfahrtprotokolle angewiesen zu sein, Handoversimulationen auf beliebigen Strecken ermöglicht.
Die Arbeit nutzt den Entwurf und die Implementierung einer objektorientierten Softwarearchitektur sowie die algorithmische Umsetzung von Handover-Entscheidungslogiken basierend auf Feldstärkendaten.
Der Hauptteil behandelt die Softwarearchitektur, die Implementierung der einzelnen Klassen und Algorithmen sowie einen beispielhaften Anwendungsprozess inklusive der Testresultate.
Wichtige Begriffe sind Handover, GSM, Simulation, MobileHOS, Java, Funknetzplanung und Cellranking.
Java dient als plattformunabhängige Implementierungssprache, die mittels moderner Entwurfsmuster wie MVC und Factory eine modulare und wartbare Softwarestruktur ermöglicht.
Er ist der rechenintensivste Teil der Software, da er in Echtzeit basierend auf geographischen Rasterdaten entscheiden muss, welche Zelle am besten für ein Handover geeignet ist.
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