Forschungsarbeit, 2002
39 Seiten, Note: 1,0
I. Einleitung
II. Theoretischer Hintergrund und Fragestellung
II. a) Infokasten: Was ist Chatten
II. b)Hypothesen
III. Methode
III. a) Das Erhebungsinstrument
III. b) Erhebungsgröße
III. c) Pretest
III. d) Datenerfassung und Datenaufbereitung
IV. Ergebnisse
V. Diskussion
V. a) Hypothesenbewertung
V. b) Gesamtanalyse
VI. Literatur
Diese Arbeit untersucht empirisch, ob beim Chatten ein „Flow-Erlebnis“ entstehen kann, wobei die subjektiven Erfahrungen der Nutzer im Zentrum stehen. Ziel ist es, verschiedene Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren auf ihre förderliche oder hemmende Wirkung hinsichtlich dieses Flow-Zustands zu prüfen.
II. Theoretischer Hintergrund und Fragestellung
Ausgangslage unserer Untersuchung, war der Bereich des sogenannten „Flowerlebens“ (Mihaly Csikszentmihalyi: Das Flow – Erlebnis: Jenseits von Angst und Langeweile: im Tun aufgehen, Klett-Cotta-Verlag 1985)
Das „Flow – Erlebnis“ (engl. „fließen“; nachfolgend als FE abgekürzt) wurde erstmals als solches von M. Csikszentmihalyi bezeichnet (bzw. nannten die von ihm untersuchten Probanden das Gefühl selbst so). Er führte die Untersuchungen bei Kletterern, Schachspielern, Tänzern, Schauspielern, Komponisten und Basketballspielern durch. Jede dieser Gruppen zeigte während ihrer Handlungen meist fünf wesentliche Grundmerkmale auf.
Ein Flowerlebnis zeichnet sich durch die Verselbstständigung der Handlung aus, der Handelnde wirkt nicht mehr bewusst (im Sinne von steuernd) auf das Geschehen ein, die Tätigkeit selbst wird zu Erfüllung! Man vergisst sich in der Handlung, es kommt zur so genannten Ich-losigkeit. Die Tätigkeit ist die Hauptsache, meine gesamte Aufmerksamkeit richtet sich auf diese Handlung. Die Tätigkeit wird nicht aufgrund eines materiellen Gewinnstrebens angegangen, sondern aus Freude am Geschehen, „aus Spaß am Spiel“ (M. Csikszentmihalyi), die Tätigkeit unterliegt keinem „muss“ sondern mehr einem „wollen“.
I. Einleitung: Beschreibt die Motivation des Forschungsprojekts im Rahmen der universitären Lehre und den Ursprung des Interesses an Flow-Erfahrungen beim Chatten.
II. Theoretischer Hintergrund und Fragestellung: Definiert das Flow-Erlebnis und das Phänomen Chatten, woraus die zentralen Forschungshypothesen abgeleitet werden.
III. Methode: Erläutert das gewählte Erhebungsinstrument, die Stichprobengröße, die Durchführung eines Pretests sowie die Art der Datenerfassung und -aufbereitung.
IV. Ergebnisse: Präsentiert die statistische Auswertung der Hypothesen mittels T-Tests und ANOVA-Verfahren.
V. Diskussion: Reflektiert die Ergebnisse der Hypothesenprüfung und zieht ein Fazit zur Gesamtanalyse der Studie inklusive methodischer Anmerkungen.
VI. Literatur: Listet die verwendeten wissenschaftlichen Quellen und weiterführende Literatur auf.
Flow-Erlebnis, Chatten, Kommunikation, Soziologie, Empirische Sozialforschung, Statistik, Internet, Nutzerverhalten, Online-Interaktion, Fragebogen, Hypothesenprüfung, Medienwissenschaft, Internet-Chat, Psychologie, Flow-Theorie
Die Arbeit untersucht, ob Nutzer beim Chatten im Internet in den psychologischen Zustand des "Flows" gelangen können.
Im Mittelpunkt stehen die Flow-Theorie nach Csikszentmihalyi, die Analyse von Chat-Verhalten und die empirische Überprüfung externer sowie interner Einflussfaktoren.
Das Ziel ist die Verifizierung der Forschungsfrage, ob ein Flow-Erleben beim Chatten tatsächlich nachweisbar ist und welche Bedingungen dies begünstigen.
Die Autoren nutzen eine quantitative Online-Befragung mittels Fragebögen und werten die Daten anschließend statistisch mit SPSS aus.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Darstellung der Hypothesen, die methodische Vorgehensweise, die Ergebnisse der statistischen Analysen und eine ausführliche Diskussion der Befunde.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Flow-Erlebnis, Chatten, Empirische Sozialforschung, Nutzerverhalten und Online-Interaktion.
Die Analyse ergab, dass extreme Einstellungen – sowohl bei der Intention als auch bei der Themenwahl – ein Flow-Erlebnis hemmen können, während ein moderates ("mittleres") Verhalten den Flow begünstigt.
Die Autoren berichten von Schwierigkeiten durch die Unbekanntheit der Grundgesamtheit der Chatter, technische Probleme bei der Datenübermittlung und eine hohe Verweigerungsrate bei der Fragebogen-Teilnahme.
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