Diplomarbeit, 2002
120 Seiten, Note: 1,4
Vorwort
Einleitung
Begriff ethnische Minderheiten
Die Entwicklung der Ausländer- und Integrationspolitik in der BRD
Deutschland: ein Einwanderungsland?
A. Erörterung eines Kultur- und Integrationsverständnisses
1. Zum Begriff Integration
1.1 Definition
1.2 Erwartungen und Mißverständnisse
2. Die Adressaten von Integration
2.1 Die Zuwanderer
2.1.1 Zuwanderung in Zahlen
2.1.2 Die Art und Herkunft der Zuwanderergruppen
a) Arbeitsmigranten
b) Aussiedler, Spätaussiedler und Übersiedler
c) Flüchtlinge, Asylbewerber und jüdische Emigranten
d) Drittstaatsangehörige, Familiennachzug
e) Ausländische Studierende
f) Illegale
2.1.3 Welche Gruppen sollen integriert werden?
Politische Bestimmungen
Problem Asylverfahren und Duldung
Wer kann verpflichtet werden?
Integrationsbereitschaft
2.1.4 Welchen rechtlichen und gesellschaftlichen Status haben sie?
2.2 Die Mehrheitsgesellschaft
Das Integrationsverständnis
3. Zum Begriff Kultur
3.1 Definition
3.2 Verschiedene Kulturen in Deutschland
3.3 Deutsche Leitkultur?
Das Kulturverständnis
4. Lebendiges Zusammenleben
4.1 Verschiedene Konzepte einer modernen Gesellschaft
B. Handeln und Umsetzen
5. Integrationsbereiche
5.1 Schulische und vorschulische Integration
5.1.1 Interkultureller Ansatz
5.1.2 Die Bedeutung von Sprache
5.2 Berufliche Integration
5.3 Gesellschaftlich- kulturelle Integration
5.4 Politisch- demokratische Integration
6. Die Ressourcen von Zuwanderern
7. Wahrnehmung von Zuwanderung in Deutschland
7.1 Akzeptanz
7.2 Differenz
7.3 Konfliktbereiche
a) Diskriminierung, Fremdenangst, Ausländerfeindlichkeit, Rechtsextremismus
b) Ghettoisierung, Isolierung
c) Religion, Fundamentalismus, Islamismus
d) Kriminalität
e) Konkurrenz
7.4 Beeinflussung durch die Medien
C. Beitrag der Sozialen Arbeit: Interkulturelle Öffnung
8. Neuorientierung in der Migrationsarbeit
8.1 Folgen für die Soziale Arbeit
9. Die Interkulturelle Öffnung der Sozialen Arbeit
9.1 „Empfehlungen zur interkulturellen Öffnung sozialer Dienste“ nach Hinz- Rommel
9.2 Anforderungen an Konzeption, Organisation und Träger
9.3 Anforderungen an die Mitarbeiter
9.4 Anforderungen an die Einrichtungen der Aus- und Fortbildung
9.5 Schwierigkeiten bei der Umsetzung
9.6 Aktueller Stand
D. Untersuchung der Praxis: Dienste, Einrichtungen und Projekte
Ziel und Methode
10. Überregionale und bundesweite Beispiele
10.1 Zuwanderungsgesetz
10.2 Integrationswettbewerb
10.3 Stuttgarter „Bündnis für Integration“
11. Das Beispiel Freiburg
11.1 Stadtverwaltung: Interkulturelles Büro
11.2 Gemeinderat/ Ausländerbeirat
11.3 Wohlfahrtsverbände: Beispiel Caritas
11.4 ausLÄNDERinitiative Freiburg e.V.
11.5 Die Eingliederungslotsin
11.6 Ausbildungseinrichtungen: KFH, EFH, PH
12. Diskussion der Ergebnisse
E. Resümee
Die Arbeit untersucht das aktuelle Verständnis von Integration und Kultur in der deutschen Migrationspolitik sowie die daraus resultierenden Konsequenzen für die Soziale Arbeit. Das zentrale Ziel ist es, die Notwendigkeit der „interkulturellen Öffnung“ als Neuorientierung in der Migrationsarbeit zu begründen, um ein gleichberechtigtes Zusammenleben in einer pluralistischen Gesellschaft zu ermöglichen.
Die Bedeutung von Sprache
Die Sprache ist ein wichtiges Kulturgut. Sie ist ein Mittel, mit der Außenwelt in Kontakt zu treten. Sprache ist als Kommunikationsmittel für „alle sozialen Prozesse unabdingbar“ (zitiert bei Boumans/ Ünal, 1997, 106).
Die Bedeutung von Sprache als eines der wichtigsten Integrationsinstrumente in allen Lebensbereichen, ist inzwischen außer Frage gestellt worden. Sprache ermöglicht die Herstellung einer gemeinsamen Verständigungsgrundlage.
Häufig sind mangelnde oder sogar gänzlich fehlende deutsche Sprachkenntnisse von Kindern und Jugendlichen ausländischer Herkunft schuld an Problemen in den Schulen, an schlechten oder fehlenden Schulabschlüssen (vgl. Zuwanderungskommission, 2001, 211) und führen so zu einer erheblichen Verschlechterung der Chancen auf dem Ausbildungs und Arbeitsmarkt. Dabei haben sich in den letzten Jahren die schulischen und beruflichen Probleme von Ausländer und Spätaussiedlern angeglichen. Diese Bildungsdefizite werden in erheblichem Maße auf die mangelnden Deutschkenntnisse zurückgeführt (vgl. Zuwanderungskommission, 2001, 224).
Kenntnisse der deutschen Sprache stellen also eine entscheidende Vorraussetzung für die Integration dar. Dies gilt sowohl für die Integration in Schule, Ausbildung und Beruf für die Kinder und Jugendlichen, als auch für Erwachsene, Kranke und Ältere, die durch Sprachkenntnisse entweder bessere Chancen in der Berufswelt haben oder sich aber im täglichen Leben, mit Nachbarn, Behörden oder im Krankenhaus besser verständigen können (vgl. Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Ausländer, 1997, 10).
1. Zum Begriff Integration: Analysiert theoretische Definitionen und das aktuelle, wechselseitige Verständnis von Integration als gesellschaftlichen Prozess.
2. Die Adressaten von Integration: Differenziert die verschiedenen Zuwanderergruppen und deren rechtliche sowie gesellschaftliche Ausgangslage.
3. Zum Begriff Kultur: Untersucht das Kulturverständnis im Kontext von Zuwanderung und hinterfragt die Vorstellung einer statischen „deutschen Leitkultur“.
4. Lebendiges Zusammenleben: Diskutiert moderne Gesellschaftskonzepte wie die multikulturelle Gesellschaft und die Bedeutung verbindender Grundwerte.
5. Integrationsbereiche: Beschreibt zentrale Handlungsfelder wie Schule, Beruf und gesellschaftlich-kulturelle Teilhabe.
6. Die Ressourcen von Zuwanderern: Hebt die Kompetenzen von Zuwanderern hervor, die im Integrationsprozess oft zu wenig beachtet werden.
7. Wahrnehmung von Zuwanderung in Deutschland: Beleuchtet Einstellungen in der Mehrheitsgesellschaft, Konfliktfelder wie Kriminalität oder Ghettoisierung sowie die Rolle der Medien.
8. Neuorientierung in der Migrationsarbeit: Plädiert für eine Neuorientierung in der Sozialen Arbeit, um Regeldienste für Migranten zu öffnen.
9. Die interkulturelle Öffnung der Sozialen Arbeit: Detaillierte Darstellung von Anforderungen an Träger, Organisation und Personal für eine erfolgreiche interkulturelle Öffnung.
10. Überregionale und bundesweite Beispiele: Präsentiert politische Ansätze wie das Zuwanderungsgesetz und Integrationswettbewerbe.
11. Das Beispiel Freiburg: Konkrete Fallstudien zu städtischen und privaten Initiativen in Freiburg sowie deren Umsetzung der interkulturellen Öffnung.
12. Diskussion der Ergebnisse: Kritische Reflexion der Untersuchungsergebnisse und Fazit zur praktischen Umsetzung in Freiburg.
Interkulturelle Öffnung, Soziale Arbeit, Migration, Integration, Zuwanderung, kulturelle Vielfalt, Chancengleichheit, Migrationsarbeit, Partizipation, Sprachförderung, interkulturelle Kompetenz, Mehrheitsgesellschaft, Minderheiten, Sozialberatung, politische Teilhabe.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Notwendigkeit, Soziale Arbeit für Migranten zu öffnen, damit diese nicht länger als getrennte Zielgruppe, sondern als gleichberechtigte Klienten in bestehende Regeldienste integriert werden.
Die Schwerpunkte liegen auf Integrationskonzepten, dem Verständnis von Kultur, den Anforderungen an soziale Einrichtungen bei der interkulturellen Öffnung und der praktischen Umsetzung dieses Prozesses.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine konsequente Neuorientierung in der Migrationsarbeit und die interkulturelle Öffnung sozialer Dienste Chancengleichheit und ein friedliches Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft erreicht werden können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Fachliteratur und einer empirischen Untersuchung in der Praxis (Freiburg), bei der unstandardisierte Experteninterviews mit Vertretern verschiedener Institutionen geführt wurden.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen (Integration und Kultur) als auch die praktische Umsetzung der interkulturellen Öffnung in sozialen Diensten, inklusive der damit verbundenen Schwierigkeiten und Anforderungen an das Fachpersonal, analysiert.
Die zentralen Begriffe sind interkulturelle Öffnung, Soziale Arbeit, Integration, Zuwanderung, Chancengleichheit und kulturelle Vielfalt.
Die Autorin stellt fest, dass der Ausländerbeirat zwar politisch legitimiert ist, aber aufgrund sinkender Wahlbeteiligung und neuer Rahmenbedingungen durch das EU-Kommunalwahlrecht unter Legitimationsdruck steht, wobei er dennoch als unverzichtbare Stimme für nicht-wahlberechtigte Migranten gesehen wird.
Medien haben eine große Verantwortung bei der Meinungsbildung. Die Autorin zeigt auf, dass oft negativ und "über" statt "mit" Migranten berichtet wird, fordert jedoch eine stärkere interkulturelle Medienarbeit, um Vorurteile abzubauen.
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