Wissenschaftlicher Aufsatz, 2004
34 Seiten
1. Geschichtliches
1.1. Erste Entdeckungen zur heterogenen Katalyse
2. Technische Verfahren der heterogenen Katalyse
2.1. Kontakt-Verfahren
2.2. Haber-Bosch Verfahren
2.3. Ostwald-Verfahren
2.3.1. Reaktion zu Salpetersäure
2.4. Andrussow-Verfahren
2.5. Platforming-Prozeß
2.6. Abgas-Katalyse
3. Platinvorkommen und Verarbeitung
3.1. Vorkommen
3.1.1. Fundstätten in Kolumbien
3.1.2. Fundstätten in Russland
3.1.3. Fundstätten in Südafrika
3.1.4. Weitere Vorkommen
3.2. Förderumfang
3.3. Gewinnung
4. Verbindungen des Platins
4.1. Toxikologie
5. Gase und Kohlenstoff in Platin
6. Literatur
7. Bildanhang
Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten historischen und wissenschaftlichen Überblick über das Edelmetall Platin, von seiner schrittweisen Entdeckung bis hin zu seiner modernen Bedeutung als unverzichtbarer Katalysator in der chemischen Industrie.
1. Geschichtliches
Im Jahre 1901 analysierte M. BERTHELOT (1) ein kleines Metallkästchen aus Theben (Ägypten) und stellte fest, dass es aus einer Legierung aus Platin, vermengt mit Iridium und Gold bestand. Anhand von Hieroglyphen auf dem Kästchen ließ es sich der Königin Shapenapit, Tochter des Königs Psamnetik I zuschreiben, die im 7. Jh. v.Chr. gelebt hat. Es ist aber anzunehmen, dass den alten Ägyptern nicht klar war, das es sich hier um Platin handelte.
Platin wurde erstmals geschichtlich erwähnt von dem italienischen Arzt und Gelehrten Julius Caesar SCALIGER im Jahre 1557. Er äußerte sich über die Definition der Metalle von Girolamo CARDANO (1501-1576), der sagte „ein Metall ist eine Substanz, die geschmolzen werden kann, und beim Abkühlen hart wird“, in folgender Weise (2):
„solch eine Definition schließt Quecksilber und ein anderes Metall aus, welches man in den Bergwerken von Mexico und Darien (Panama) findet, und nicht im normalen Feuer schmelzbar ist.“
Bedenkt man, dass man in der Gegend von Carthagena, das am Meerbusen von Darien liegt, Platin findet, so liegt der Schluss nahe, dass SCALIGER Platin gemeint hat.
1. Geschichtliches: Umfasst die historische Entdeckung und die ersten wissenschaftlichen Beschreibungen von Platin seit der Antike.
2. Technische Verfahren der heterogenen Katalyse: Erläutert die industrielle Bedeutung von Platin bei verschiedenen chemischen Syntheseprozessen.
3. Platinvorkommen und Verarbeitung: Beschreibt die globalen Lagerstätten und die komplexen Verfahren zur Gewinnung und Aufbereitung des Edelmetalls.
4. Verbindungen des Platins: Behandelt chemische Verbindungen und Molekülkomplexe des Platins sowie deren toxikologische Aspekte.
5. Gase und Kohlenstoff in Platin: Analysiert das Löslichkeits- und Permeationsverhalten von Gasen und Kohlenstoff in Platin.
6. Literatur: Detailliertes Quellenverzeichnis der verwendeten Publikationen.
7. Bildanhang: Bietet biografische Details zu den im Text erwähnten bedeutenden Wissenschaftlern.
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Die Arbeit liefert einen Überblick über das Edelmetall Platin, von seiner geschichtlichen Entdeckung bis zur modernen industriellen Anwendung in der Katalyse.
Die Schwerpunkte liegen auf der Historie der Entdeckung, den technischen Katalyseverfahren, den weltweiten Vorkommen, den chemischen Verbindungen sowie dem physikalischen Verhalten in Bezug auf Gase.
Das Ziel ist es, die Entwicklung vom einst als minderwertig betrachteten „unbearbeitbaren Stein“ zum essenziellen industriellen Edelmetall nachzuvollziehen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Quellenanalyse, die historische Abhandlungen mit technisch-chemischen Daten verknüpft.
Im Hauptteil werden spezifische technische Verfahren wie das Kontakt-, Haber-Bosch- und Andrussow-Verfahren sowie die Gewinnung und das Diffusionsverhalten von Gasen in Platin detailliert beschrieben.
Wichtige Begriffe sind Platin, Katalyse, Chemiegeschichte, Gewinnungsverfahren, Platinvorkommen und chemische Verbindungen.
Obwohl es heute nicht mit Platin durchgeführt wird, dienten Platinfolien in frühen Versuchen von Nernst und Haber als entscheidende Katalysatoren zur Erforschung der Ammoniaksynthese.
Es wird zwischen der relativen Unbedenklichkeit von metallischem Platin und den potenziellen Gesundheitsgefahren (Allergien, Krebsverdacht bei Emissionen) von bestimmten Platinverbindungen unterschieden.
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