Diplomarbeit, 2000
117 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung und Zielstellung
2 Methodik
2.1 Erfassungsmethodik der Carabiden
2.2 Determination, Nomenklatur, Präparation und Aufbewahrung
2.3 Bestimmung von Trockenmasse und Körperlänge
2.4 Methoden zur Auswertung der Fangergebnisse
2.4.1 Aktivitäts-Trocken-Biomasse
2.4.2 Reduktion der Daten für die statistische Auswertung
2.4.3 Strukturparameter
2.4.4 Ähnlichkeitsindizes
2.5 Körperlänge-Biomasse-Relation
2.6 Vegetationsaufnahmen
3 Darstellung der Untersuchungsflächen
3.1 Die Chronosequenzflächen Nochten, Koyne/Plessa und Domsdorf
3.2 Die Referenzfläche Neusorgefeld
3.3 Vegetation der Untersuchungsflächen
3.5 Übersichtskarte des Lausitzer Braunkohlereviers
4 Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse
4.1 Biologisch-ökologische Ausprägung der Carabidenzönosen
4.1.1 Arten- und Aktivitätsdichte
4.1.2 Dominanzen und Dominanzstruktur
4.1.3 Ökologische Typen
4.1.4 Flugdynamische Typen
4.1.5 Fortpflanzungstypen
4.1.6 Aktivitäts-Trocken-Biomasse
4.1.7 Größenklassen
4.1.8 Gefährdungskategorien
4.1.9 Räumliche Verteilung der Carabidenarten auf die Untersuchungsflächen
4.1.10 Jahreszeitliche Dynamik der Aktivitätsdichten
4.1.11 Phänologien ausgewählter Arten
4.2 Quantitativer Vergleich der Untersuchungsflächen
4.2.1 Strukturindizes
4.2.2 Ähnlichkeitsindizes und Clusteranalyse
5 Diskussion
5.1 Diskussion der Methodik
5.2 Entwicklung der Carabidenfauna
5.3 Vergleich mit anderen Untersuchungen aus der Bergbaufolgelandschaft
6 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Sukzession der Carabidenfauna (Laufkäfer) in rekultivierten Eichenforsten des Lausitzer Braunkohlereviers, um zu analysieren, ob sich nach ca. 40 Jahren eine dem Naturwald entsprechende Besiedlung einstellt und wie sich die Faunenstrukturen über die Zeit verändern.
1 Einleitung und Zielstellung
Die Landschaft der Ober- und der Niederlausitz wurde durch den Braunkohlebergbau vielfach verändert. Großflächige Devastierungen und Abgrabungen veränderten das Landschaftsbild tiefgründig. Im Zuge der Sanierungen und Rekultivierungen entstanden und entstehen neue Lebensräume. Inwieweit und welcherart sich in solchen neu entstandenen Lebensräumen Wirkungsgefüge zwischen Lebewesen und den größtenteils von Menschenhand initiierten Biotopen herausbilden, ist seit vielen Jahren ein Forschungsschwerpunkt in der Region (LENAB, DFG INNOVATIONSKOLLEG Bergbaufolgelandschaften; BTU COTTBUS 1998, 1999).
Die Laufkäfer zählen zu einer der besterforschten Arthropodengruppen überhaupt. In den meisten carabidologischen Fachbeiträgen der letzten Jahre wird auf die gute Erfassbarkeit, den hohen Kenntnisstand zu den ökologischen Ansprüchen und der Verbreitung einzelner Arten hingewiesen und die resultierende Eignung als Bioindikatoren ausdrücklich erwähnt (BLUMENTHAL 1981, LUFF 1996, MÜLLER-MOTZFELD 1989, TURIN et al. 1991, ZIPPEL 1994 u.v.a.).
1 Einleitung und Zielstellung: Einführung in die regionale Problematik des Braunkohlebergbaus und die Eignung von Laufkäfern als Bioindikatoren.
2 Methodik: Detaillierte Darstellung der Erfassung mittels Bodenfallen, der statistischen Auswertung und der Körperlängen-Biomasse-Berechnung.
3 Darstellung der Untersuchungsflächen: Beschreibung der verschiedenen Rekultivierungsstadien (Nochten, Koyne, Domsdorf) und der Referenzfläche Neusorgefeld.
4 Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse: Auswertung der Artenzusammensetzung, Dominanzverhältnisse und ökologischen Charakteristika der Besiedlung.
5 Diskussion: Kritische Würdigung der Methodik und Vergleich der eigenen Befunde mit anderen Studien in Bergbaufolgelandschaften.
6 Zusammenfassung: Zentrale Erkenntnisse über die zeitliche Entwicklung der Carabidenfauna in den Eichenaufforstungen.
Laufkäfer, Carabiden, Braunkohlebergbau, Rekultivierung, Eichenforst, Sukzession, Bioindikatoren, Aktivitätsdichte, Diversität, Körperlänge-Biomasse-Relation, Lausitz, Bodenfauna, Bestandesalter, Ökologische Typen, Flugdynamik.
Die Arbeit untersucht die zeitliche Entwicklung (Sukzession) der Laufkäferfauna auf ehemals bergbaulich genutzten Flächen, die forstlich mit Eichen aufgeforstet wurden.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Vergleich von Flächen unterschiedlichen Alters, der Analyse der Artenzusammensetzung und der ökologischen Ansprüche der nachgewiesenen Laufkäfer.
Es soll geklärt werden, ob sich in den rekultivierten Beständen nach ca. 40 Jahren eine Carabidenfauna etabliert hat, die der von Eichenforsten auf natürlich gewachsenen Böden entspricht.
Hauptmethodik ist die Erfassung mittels standardisierter Bodenfallen (Barberfallen) über einen Zeitraum von 15 Monaten, ergänzt durch statistische Auswertungen wie Diversitäts- und Clusteranalysen.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung, die Vorstellung der Untersuchungsflächen und eine umfassende Darstellung der biologisch-ökologischen Ergebnisse.
Wichtige Fachbegriffe sind Laufkäfer, Rekultivierung, Sukzession, Bioindikation und Bergbaufolgelandschaft.
Die Fläche Nochten ist durch den Einfluss der angrenzenden Offenlandbiotope und Sandtrockenrasen geprägt, was eine hohe Anzahl an xerophilen Offenlandarten begünstigt.
Neusorgefeld stellt einen 42-jährigen, naturnahen Bestand auf "gewachsenem" Boden dar, der durch einen höheren Totholzanteil und eine spezifische Wald-Carabidenfauna strukturell von den jüngeren Kippstandorten abweicht.
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