Doktorarbeit / Dissertation, 1994
107 Seiten, Note: magna cum laude
1 EINLEITUNG
2 GRUNDLEGENDES ZUR LICHTAUSBREITUNG
2.1 SKALARE OPTISCHE WELLEN- DIE HELMHOLTZ-GLEICHUNG
2.2 EIGENSCHAFTEN DES LASERLICHTS
2.2.1 TRANSFORMATION VON WELLENFELDERN DURCH OPTISCHE ELEMENTE
2.3 EIKONALGLEICHUNG UND GEOMETRISCHE OPTIK
2.4 BEUGUNG
3 DAS TEMPERATURFELD DER THERMISCHEN LINSE
3.1 DIE WÄRMELEITUNGSGLEICHUNG
3.2 GREENSCHE FUNKTIONEN
3.3 BEKANNTE UND NEUE LÖSUNGEN
3.4 AXIALER WÄRMEFLUß
3.5 FAZIT
4 GEOMETRISCHE OPTIK DER TL
4.1 ANWENDUNG DER STRAHLFORMEL AUF DIE THERMISCHE LINSE
4.2 ABERRANTE RINGBILDUNG
5 BEUGUNGSINTEGRAL DER THERMISCHEN LINSE
5.1 FORMULIERUNG DES BEUGUNGSINTEGRALS DER TL
5.2 DIE ZENTRALE INTENSITÄT
5.3 POSITITON DES INTERFERENZRINGES
5.4 ABERRANTES GESAMTPROFIL
6 ZUSAMMENFASSUNG
ANHANG A NUMERISCH GERECHNETES TL-BEUGUNGSINTE-GRAL ZUM VERGLEICH MIT CHEN ET AL (1991)
ANHANG B ELEKTROMAGNETISCHE ASPEKTE DER LASER-AUSBREITUNG IN MEDIEN MIT THERMISCHER LINSE
B.1 FELD- UND MATERIALGRÖßEN
B.2 DIE TEMPERATURABHÄNGIGKEIT DER SUSZEPTIBILITÄT.
B.3 FELDAUSBREITUNG IM SCHACH INHOMOGENEN MEDIUM
B.4 ÜBERGANG ZUR MONOCHROMATISCHEN WELLE
B.5 OPTISCHE INTENSITÄT UND ELEKTROMAGNETISCHE WELLEN
LITERATUR
Die Arbeit verfolgt das Ziel, bestehende Modelle zur Beschreibung der zentralen Intensität in thermischen Linsen (TL) bei Laserstrahlen durch eine neue Lösung zu ergänzen, die besonders bei starken thermischen Linsen präziser ist. Zudem soll die numerische Quadratur des vollständigen Beugungsintegrals zur Simulation des Experiments genutzt werden, um theoretische Vorhersagen ohne die Verzerrungen durch vereinfachte Modellparameter zu validieren und die Zeitabhängigkeit der Strahlprofiländerungen zu untersuchen.
Besonders bei stärkeren TL ist nicht nur die zentrale Intensität, sondern das gesamte Profil von Interesse - es entsteht ein charakteristisches Ringmuster.
Eine anschauliche geometrisch-optische Deutung dieses Ringmusters findet sich bei Dabby et al (1970): Lichtstrahlen eines Strahlenbündels, das das Brechzahlfeld einer thermischen Linse durchstrahlt, werden in unterschiedlichen Winkeln ablenkt - der zentrale Strahl wird nicht gebrochen, Strahlen weiter entfernt von der optischen Achse dann stärker. Es gibt einen Abstand vom Zentrum der Linse, bei der die Ablenkung maximal ist (maximale Krümmung des Brechzahlfeldes), weiter entfernte Strahlen werden wieder schwächer gebrochen. Im Bereich der Maximalablenkung ändern sich die Ablenkungswinkel kaum, so daß sehr viele Strahlen in die Richtung des Maximalwinkels gebrochen werden - hier ergibt sich der Hauptring des Interferenzmusters, der deshalb notwendig außen liegt. Kleinere Winkel werden immer sowohl von einem Strahl aus dem "inneren" Bereich der Linse, alsauch von einem aus dem äußeren Bereich realisiert. Je nachdem, welche Phasendifferenz diese Strahlen zueinander aufgrund ihres unterschiedlichen optischen Weges durch die TL haben, interferieren sie konstruktiv oder destruktiv am weit entfernten Schirm, wo sich Strahlen mit gleichem Ablenkungswinkel treffen. So ergibt sich das konzentrische Ringmuster.Mittels dieses Ansatzes haben Chen et al (1991) den Winkel des Maximums berechnet und zur Bestimmung der thermooptischen Daten einer Probe verwendet.
1 EINLEITUNG: Darstellung der historischen Entwicklung des thermischen Linseneffekts und der Motivation zur Modelloptimierung.
2 GRUNDLEGENDES ZUR LICHTAUSBREITUNG: Einführung der theoretischen Basis, insbesondere der skalaren Helmholtz-Gleichung und Gauß-Strahlen.
3 DAS TEMPERATURFELD DER THERMISCHEN LINSE: Ableitung des Temperaturfeldes unter verschiedenen Randbedingungen und Diskussion des axialen Wärmeflusses.
4 GEOMETRISCHE OPTIK DER TL: Anwendung der geometrischen Optik zur Beschreibung der Linsenwirkung und des Ringmusters.
5 BEUGUNGSINTEGRAL DER THERMISCHEN LINSE: Detaillierte numerische Analyse des Beugungsintegrals und Vergleich mit existierenden Modellen.
6 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse hinsichtlich der Präzision der vorgestellten Modelle bei variierenden experimentellen Bedingungen.
Thermische Linse, Laserstrahlausbreitung, Brechungsindexfeld, Beugungsintegral, Helmholtz-Gleichung, Wärmeübertragung, photothermische Refraktion, Ringmuster, Gauß-Strahl, thermooptische Eigenschaften, Aberration, axiale Wärmeleitung, Intensitätsprofil, Absorptionsspektroskopie.
Die Arbeit behandelt die physikalischen Auswirkungen von thermischen Linsen, die entstehen, wenn Laserstrahlen durch absorbierende Medien (vorzugsweise Flüssigkeiten) geleitet werden und dort zeitabhängige Brechungsindexänderungen verursachen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretische Modellierung und numerische Simulation der Lichtausbreitung in inhomogenen, thermisch beeinflussten Medien, insbesondere unter Einbeziehung von Beugungseffekten und Aberrationen.
Das Hauptziel ist die Herleitung einer neuen, genaueren Lösung für die zentrale Intensität bei starken thermischen Linsen, die bisherigen Modellen (wie dem parabolischen Modell) überlegen ist.
Es wird eine Kombination aus analytischen Herleitungen (Helmholtz-Gleichung, Wärmeleitungsgleichung) und numerischen Simulationen (Beugungsintegrale, Mathematica-Algorithmen) verwendet.
Der Hauptteil befasst sich mit dem Temperaturfeld der Linse, der Anwendung der geometrischen Optik, der Formulierung des vollständigen Beugungsintegrals sowie dem Vergleich dieser neuen numerischen Ergebnisse mit klassischen Näherungsmodellen.
Die wichtigsten Schlagworte umfassen Thermische Linse, Gauß-Strahlen, Beugungsintegral, Aberration und thermooptische Messmethoden.
Das parabolische Modell vernachlässigt Aberrationen und gilt nur bei schwachen thermischen Linsen; bei starken Linsen führt es zu physikalisch unplausiblen Ergebnissen und unterschätzt die realen Ringstrukturen.
Während frühere Modelle oft mathematische Vereinfachungen oder Reihenentwicklungen vornahmen, die bei starken Linsen versagen, bietet diese Arbeit eine exaktere Lösung des Beugungsintegrals, die auch bei hohen Stärken stabil bleibt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

