Examensarbeit, 2002
93 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Der Waldkindergarten. Eine Einführung hinsichtlich der Begriffsbestimmung, der Geschichte und des pädagogischen Ansatzes
2.1 Der klassische Waldkindergarten
2.2 Geschichte des Waldkindergartens.
2.3 Die pädagogische Konzeption des Waldkindergartens.
3. Theorien und Thesen zur ökologischen Bildung von Kindern unter spezieller Berücksichtigung des Vorschulalters
3.1 Was ist ökologische Bildung?
3.2 Warum ist heutzutage ökologische Bildung ein besonders aktuelles Bildungsziel?
3.3 Grundprinzipien des Lernens im Kindergartenalter als theoretische Grundlage für das Lernen auch ökologischer Inhalte im Waldkindergarten.
4. Einblicke in die praktische Arbeit des Waldkindergartens unter dem Aspekt ökologische Bildung/ Lernchancen.
5. Gibt es einen spezifischen Bildungsauftrag des Kindergartens hinsichtlich des Erreichens der Schulfähigkeit?
6. Was ist Schulfähigkeit und welche Erwartungen stellt die Regelschule an „schulfähige“ Schulneulinge?
7. Vorstellung des Fragebogens zum Kenntnis- und Entwicklungsstand der Waldkindergartenkinder in der ersten Klasse.
7.1 Sozialerziehung und Persönlichkeitsbildung.
7.2 Denkentwicklung.
7.3 Sprachentwicklung.
7.4 Ästhetische Elementarerziehung.
7.5 Sport in der Elementarerziehung.
7.6 Umwelt- und Sachbegegnung / Umwelt schützen.
7.7 Verkehrserziehung- Sicherheitserziehung.
8. Untersuchungsdurchführung und Ergebnishypothesen
8.1 Durchführung der Untersuchung.
8.2 Ergebnishypothese.
8.2.1 Schulrelevante Kompetenzen.
8.2.2 Kompetenzen im Bereich Ökologie.
9. Auswertung der Fragebögen
9.1 Auswertung hinsichtlich der schulischen Basiskompetenzen.
9.2 Auswertung hinsichtlich der ökologischen Bildung.
10. Ausblick: Ein Waldtag in der Grundschule. Können Teile des Waldkindergartenkonzepts in die Schule hinein weitergeführt werden?
11. Fazit.
Diese Arbeit untersucht, inwieweit der Waldkindergarten eine ökologische Bildungschance im Vorschulalter bietet und ob Kinder, die ihre Kindergartenzeit im Wald verbracht haben, die notwendigen Voraussetzungen für den Übergang in die Regelschule erfüllen.
Die pädagogische Konzeption des Waldkindergartens
Aus dem Bedürfnis, den Kindern wieder einen selbstverständlicheren Bezug zur Natur zu ermöglichen, entstanden die Waldkindergärten. Dieser Bezug ist nur zu schaffen, indem die Begegnung mit der Natur nicht reglementiert wird und das Kind „sich dem Rhythmus der Natur anvertraut, um mit ihr vertraut zu werden“(Schede, H.-G. 2000, S.18). So ist es schwierig, einheitliche pädagogische Richtlinien zu benennen. Generell kann man aber eine Ausrichtung aller Waldkindergärten formulieren:
Sie dienen „der pädagogischen Absicht, es den Kindern zu ermöglichen, Natur und Umwelt bewußter zu erleben und als schützenswert zu erkennen.“ (Johannes, R. 1998, S.41.) Ebenfalls lassen sich folgende pädagogische Leitgedanken, nach denen alle Waldkindergärten arbeiten, auflisten:
1. Einleitung: Vorstellung des Forschungsinteresses und der persönlichen Motivation zur Untersuchung des Waldkindergartens als Lernort.
2. Der Waldkindergarten. Eine Einführung hinsichtlich der Begriffsbestimmung, der Geschichte und des pädagogischen Ansatzes: Historischer Überblick und Definition des klassischen Waldkindergartens.
3. Theorien und Thesen zur ökologischen Bildung von Kindern unter spezieller Berücksichtigung des Vorschulalters: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff der ökologischen Bildung und der Bedeutung des Spiels als Lernform.
4. Einblicke in die praktische Arbeit des Waldkindergartens unter dem Aspekt ökologische Bildung / Lernchancen.: Dokumentation von Praxistagen zur Untersuchung affektiver, kognitiver und pragmatischer Lerneffekte.
5. Gibt es einen spezifischen Bildungsauftrag des Kindergartens hinsichtlich des Erreichens der Schulfähigkeit?: Klärung des rechtlichen Bildungsauftrags und der Basiskompetenzen im Elementarbereich.
6. Was ist Schulfähigkeit und welche Erwartungen stellt die Regelschule an „schulfähige“ Schulneulinge?: Definition der Schulfähigkeit im pädagogischen Kontext und Analyse der Anforderungen der Regelschule.
7. Vorstellung des Fragebogens zum Kenntnis- und Entwicklungsstand der ehemaligen Waldkindergartenkinder in der ersten Klasse.: Detaillierte Darstellung der methodischen Vorgehensweise und der Testkategorien.
8. Untersuchungsdurchführung und Ergebnishypothesen: Beschreibung des Forschungsdesigns, der Stichprobenauswahl und Formulierung der Erwartungen.
9. Auswertung der Fragebögen: Detaillierte Analyse und Interpretation der erhobenen Daten in Bezug auf Basiskompetenzen und ökologische Bildung.
10. Ausblick: Ein Waldtag in der Grundschule. Können Teile des Waldkindergartenkonzepts in die Schule hinein weitergeführt werden?: Diskussion über die Transfermöglichkeiten des Waldkonzepts in den regulären Grundschulunterricht.
11. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und wissenschaftlicher Ausblick.
Waldkindergarten, ökologische Bildung, Umwelterziehung, Schulfähigkeit, Vorschulerziehung, Naturerfahrung, ganzheitliches Lernen, Sozialkompetenz, Motorik, kognitive Entwicklung, Handlungsorientierung, Primärerfahrung, Umweltbewusstsein, Elementarerziehung, Bildungschance.
Die Arbeit untersucht den Waldkindergarten als eine Form der ökologischen Bildung im Vorschulalter und deren Auswirkungen auf die allgemeine Entwicklung und Schulfähigkeit der Kinder.
Im Fokus stehen das Konzept des Waldkindergartens, die theoretischen Grundlagen ökologischer Bildung sowie die praktische Vergleichsstudie zwischen ehemaligen Waldkindergartenkindern und Regelkindergartenkindern.
Das Ziel ist es, zu prüfen, ob der Aufenthalt im Waldkindergarten eine ökologische Bildungschance darstellt und ob dies die Schulfähigkeit im Vergleich zu Kindern aus Regaleinrichtungen beeinflusst.
Die Autorin nutzt eine empirische Studie durch Fragebögen, die an Eltern, Lehrer und Kinder gerichtet wurden, ergänzt durch gezielte Beobachtungen der Kinder.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, einen praxisnahen Bericht aus Waldkindergärten, die Analyse des Begriffs der Schulfähigkeit sowie die detaillierte Auswertung der erhobenen Daten.
Wichtige Begriffe sind Waldkindergarten, ökologische Bildung, Schulfähigkeit, Naturerfahrung, ganzheitliches Lernen und Handlungsorientierung.
Waldkinder zeigen einen deutlichen Wissensvorsprung in Bezug auf Waldflora und -fauna und besitzen ein differenzierteres Ausdrucksvermögen bei der Wetterbeschreibung.
Die Untersuchung deutet darauf hin, dass Waldkinder ebenso gut auf die Schule vorbereitet sind wie Kinder aus Regelkindergärten; sie zeigen sich zudem oft konzentrationsstärker und ruhiger.
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