Examensarbeit, 2002
84 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
A. Einleitung
B. Mediendidaktik – Medientheorie
C. Virtualisierung im Bildungsbereich – das Teilprojekt 2.2
I. Projektbeschreibung
II. Das Teilprojekt 2.2 - Virtuelle Lehr- Lernformen in deutschdidaktischen Seminaren
1. Wichtige Anliegen des Teilprojektes
a. Das ›deutschdidaktische‹ Anliegen
b. Das ›mediendidaktische‹ Anliegen
2. Bisher durchgeführte Seminare im Rahmen des Teilprojektes 2.2
a. Sprachdidaktische und sprachwissenschaftliche Seminare
aa. Aufbau des sprachdidaktischen Seminars „Aspekte der Textlinguistik: Text – Hypertext – Intertext“
bb. Didaktische Aspekte des sprachdidaktischen Seminars „Aspekte der Textlinguistik: Text – Hypertext – Intertext“
b. Literaturdidaktische und literaturwissenschaftliche Seminare
aa. Genauere Untersuchung der literaturwissenschaftlichen Seminare „Workshop Literaturgeschichte I und II“ unter Einbeziehung didaktischer Aspekte.
bb. Workshop Literaturgeschichte I
aaa. Aufbau des Seminars
bbb. Didaktische Aspekte des Seminars „Workshop Literaturgeschichte I“
cc. Workshop Literaturgeschichte II
aaa. Aufbau des Seminars
bbb. Didaktische Aspekte des Seminars „Workshop Literaturgeschichte II“
3. Erfahrungen und Konsequenzen aus den Seminaren „Workshop Literaturgeschichte I und II“
a. Newsgroup
b. Hypertext
c. Chat
4. Ausblick
D. Virtualisierung der Lehre – eine Option für die Schule?
I. Internet und Bildung
1. Geschichtlicher Hintergrund
2. Von der Industrie- zur Wissensgesellschaft
3. Flexibilität
4. Informationen preiswert und unbegrenzt verfügbar
5. Bildung und Multimedialität
II. Möglichkeiten des Interneteinsatzes in der Schule
1. Internetbezogene Kompetenzen
2. Das Internet im Unterricht
3. Unterrichtsvorbereitung mit Hilfe des Internet
4. Das Internet als motivierendes Medium
5. Anmerkungen zum verantwortungsvollen Einsatz des Internet an Schulen
6. Publikation mit Hilfe des Internet
7. Projektarbeit mit dem Internet
III. Konkrete Einsatzmöglichkeiten netzbasierten Lernens im Deutschunterricht unter Einbeziehung der Erfahrungen aus dem Teilprojekt 2.2
1. Hypertext Literacy
2. Hypertext im Deutschunterricht
3. Chat im Deutschunterricht
4. Newsgroup im Deutschunterricht
IV. Das Medium Internet im Deutschunterricht – die Internetrecherche
1. Technische Grundlagen einer Internetrecherche
2. Exemplarisch durchgeführte Internetrecherche für den Deutschunterricht am Beispiel der „Aufklärung“ als literarischer Epoche
E. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Konsequenzen des Einsatzes netzbasierter Lehr-Lernformen, insbesondere des Internets, im Bildungsbereich. Ziel ist es, auf Basis der Erfahrungen aus dem universitären Teilprojekt „Virtualisierung im Bildungsbereich“ (VIB) Konzepte für eine sinnvolle Integration neuer Medien in den Deutschunterricht an Schulen zu entwickeln und Herausforderungen sowie Chancen zu beleuchten.
Die Rolle des Autors sowie die Rolle des Lesenden verändert sich in grundlegender Weise: Mit dem Aufkommen der Schriftlichkeit trat die Instanz des Autors hervor. Nun, beim Übergang von der Schriftlichkeit zur Digitalisierung des Wortes, tritt der Autor immer mehr in den Hintergrund. Dieses „in - den - Hintergrund - Treten“ des Autors ist eng mit einem Autoritäts- und Kontrollverlusts über den Text verbunden. Da die Frage nach der veränderten Autor bzw. Leserrolle in der Sekundärliteratur noch sehr umstritten ist, stehen an dieser Stelle zwei Zitate, die das Spektrum der Diskussion verdeutlichen sollen.
„Die individuelle Rezeptionsperspektive bestimmt die Abfolge der Textbausteine. Lesen ist nicht länger ein passiver Vorgang der Rezeption, sondern wird zu einem Prozess der kreativen Interaktion zwischen Leser, Autor und Text.“ Eine noch stärkere Gewichtung liegt für Heinz Moser bei dem Leser:
Dies bedeutet letztlich, daß sich die Autorität des Autors und seine Verfügung über den Text auflösen. Texte sind lediglich ein Relais, eine Schaltstelle, über die sich seine Leser auf andere Texte hin verzweigen und verteilen. Damit aber verschiebt sich das Gewicht definitiv auf die Seite des Lesers: er ist es, der als Flaneur im Web sich seinen eigenen Text konstruiert.
A. Einleitung: Einführung in die Problematik netzbasierter Lernformen und Definition der Zielsetzung der Arbeit.
B. Mediendidaktik – Medientheorie: Theoretische Auseinandersetzung mit der notwendigen Erweiterung der Deutschdidaktik zur Mediendidaktik angesichts veränderter Kommunikationsformen.
C. Virtualisierung im Bildungsbereich – das Teilprojekt 2.2: Detaillierte Darstellung des Forschungs- und Teilprojekts zur Nutzung computerbasierter Medien in deutschdidaktischen Hochschulseminaren.
D. Virtualisierung der Lehre – eine Option für die Schule?: Transfer der hochschulischen Erkenntnisse auf den schulischen Kontext, inklusive praktischer Anwendungsbeispiele wie Internetrecherche und Einsatz von Hypertext.
E. Schlussbetrachtung: Fazit zur Integration neuer Medien und Plädoyer für eine reformorientierte Lehrerausbildung sowie eine strukturierte Medienkompetenz im Lehrplan.
Mediendidaktik, Internet, Hypertext, Deutschunterricht, Netzbasierte Lehre, Neue Medien, Literaturdidaktik, Newsgroup, Chat, Medienkompetenz, Wissensgesellschaft, Informatik, Textlinguistik, Internetrecherche, Schulunterricht
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen neuer Medien auf den Wissenserwerb und untersucht, wie netzbasierte Lehr-Lernformen sinnvoll in den Deutschunterricht, sowohl an der Hochschule als auch an der Schule, integriert werden können.
Die Schwerpunkte liegen auf Mediendidaktik, dem Einsatz von Internet, Hypertext, Newsgroups und Chats im Unterricht sowie der Frage nach der veränderten Rolle von Autoren und Lesern im digitalen Zeitalter.
Das Ziel ist es, Konzepte für eine sinnvolle Integration neuer Medien in den Deutschunterricht zu entwickeln, indem Erfahrungen aus einem universitären Projekt auf den schulischen Kontext übertragen und kritisch reflektiert werden.
Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung und Reflexion der Erfahrungen und Abschlussevaluationen aus Seminaren des Projekts „Virtualisierung im Bildungsbereich“ (VIB).
Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen der Mediendidaktik, beschreibt detailliert die Vorgehensweise und Erfahrungen in speziellen Seminaren (Hypertext- und Workshop-Seminare) und überträgt diese Erkenntnisse auf den Schulunterricht.
Wichtige Begriffe sind Mediendidaktik, Internet, Hypertext, Deutschunterricht, Netzbasierte Lehre, Neue Medien, Literaturdidaktik und Medienkompetenz.
Der Hypertext dient sowohl als Untersuchungsgegenstand als auch als Arbeitsmittel. Die Teilnehmer mussten statt traditioneller Hausarbeiten eigene Hypertexte erstellen, was neue Formen der Textarbeit und Teamkooperation erforderte.
Die Praxiserfahrungen zeigten, dass thematische Chats ohne strukturgebende Moderation und klare Regeln schnell zu inhaltlicher Beliebigkeit und „chaotischen Zuständen“ führen können.
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