Diplomarbeit, 2001
57 Seiten, Note: 1,6
1. Einleitung
1.1 Aktualität des Themas
1.2 Ziele
1.3 Kapitelübersicht
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Übersicht über Entlohnungsformen
2.2 Zeitlohn
2.2.1 Reiner Zeitlohn
2.2.2 Zeitlohn mit Leistungszulage
2.3 Akkordlohn
2.3.1 Geldakkord
2.3.2 Zeitakkord
2.4 Prämienlohn
2.4.1 Grundlohn
2.4.2 Prämie
2.4.2.1 Quantitätsprämie
2.4.2.2 Qualitätsprämie
2.4.2.3 Nutzungsprämie
2.4.2.4 Ersparnisprämie
2.4.2.5 Kombinierte Prämie
2.5 Lohn nach Zielerreichung
2.6 Beteiligungslohn
3. Ist-Analyse des aktuellen Lohnsystems der BWG Betonwerke Fuchs GmbH & Co. KG und Ermittlung eines passenden Lohnsystems zur Leistungsförderung
3.1 Aktuelles Lohnsystem
3.1.1 Nachteile und Probleme des aktuellen Lohnsystems
3.1.2 Beteiligung der Mitarbeiter durch das aktuelle Lohnsystem
3.1.3 Motivation der Mitarbeiter durch das aktuelle Lohnsystem
3.2 Ermittlung eines passenden Leistungslohnsystems
3.2.1 Ziele des Unternehmens
3.2.2 Anforderungen an das Lohnsystem
3.2.3 Analyse und Synthese eines geeigneten Lohnsystems
4. Methodik für die Anwendung des Prämienlohns in der BWG Betonwerke Fuchs GmbH & Co. KG
4.1 Sortimentsbezogene Leistungsanalyse
4.2 Ermittlung des Grundlohnes
4.3 Ermittlung der Prämie
4.3.1 Einzelprämie oder Gruppenprämie
4.3.2 Absolute oder relative Prämie
4.3.3 Zusammenstellung der Prämie
4.3.3.1 quantitativer Anteil der Prämie
4.3.3.2 qualitativer Anteil der Prämie
4.3.3.3 Prämie für Sauberkeit und Ordnung am Arbeitsplatz
4.3.4 Abrechnung der Prämie
4.4 Motivation der Mitarbeiter
4.5 Beteiligung der Mitarbeiter
5. Umsetzung der Methodik in die Praxis anhand eines Beispiels
5.1 Beschreibung des Sortiments
5.2 Gruppenzusammenstellung
5.3 Ermittlung des Grundlohnes für die Gruppenmitglieder
5.4 Ermittlung der Prämie
5.4.1 Festlegung des Vorgabewertes
5.4.2 Berechnung der Prämie mittels Prämienabrechnungsbogen
5.4.3 Berechnung des Monatslohnes
5.5 Voraussetzungen für die Einführung des Prämienlohnes in die BWG Betonwerke Fuchs GmbH & Co. KG
6. Zusammenfassung der Erkenntnisse aus der Bearbeitung der Thematik
Ziel der Diplomarbeit ist die Entwicklung eines leistungsorientierten Bonuslohnsystems für die gewerblichen Arbeitnehmer der BWG Betonwerke Fuchs GmbH & Co. KG, um die Rationalität der Arbeit zu erhöhen, die Produktivität zu steigern und die Mitarbeiter finanziell am Unternehmenserfolg zu beteiligen.
3.1.3 Motivation der Mitarbeiter durch das aktuelle Lohnsystem
Wie bereits in der Einführung des 3. Kapitels beschrieben, geht vom Zeitlohn durchaus kaum eine Motivation für den Mitarbeiter zum Erbringen einer Mehrleistung aus. Denn betrachtet man den Nutzen, den die Mitarbeiter haben, wenn sie eine Mehrleistung im Zeitlohnsystem erbringen, so ist dieser fast Null.
Viktor H. Vroom hat zu diesem Thema eine Motivationstheorie aufgestellt, auch bekannt als „Erwartungs- Valenz – Modell“, die an dieser Stelle kurz erläutert werden soll. Die Theorie von Vroom besagt, dass die Motivation eines Mitarbeiters, z.B. eine Mehrleistung zu erbringen, immer davon abhängt, welches Ergebnis er für seine Anstrengungen und sein Handeln erwarten kann, sozusagen, welchen Nutzen er davon hat. Vereinfacht heißt das, dass jeder Mitarbeiter persönliche Bedürfnisse und Ziele hat, z.B. mehr Lohn durch die finanzielle Beteiligung am unternehmerischen Erfolg. Diese Bedürfnisse gilt es vom Management zu ergründen. Die persönlichen Ziele der Mitarbeiter, von Vroom als „nachgeordnetes Handlungsergebnis“ bezeichnet, lassen sich erreichen, indem die Mitarbeiter das Organisationsziel des Unternehmens, das sogenannte „direkte Handlungsergebnis“ erfüllen.
1. Einleitung: Darstellung der Problemstellung, der Relevanz einer leistungsabhängigen Entlohnung in der Baubranche sowie der Zielsetzung dieser Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Überblick über verschiedene Lohnformen wie Zeitlohn, Akkordlohn, Prämienlohn und Beteiligungslohn unter Einbeziehung wissenschaftlicher Definitionen.
3. Ist-Analyse des aktuellen Lohnsystems der BWG Betonwerke Fuchs GmbH & Co. KG und Ermittlung eines passenden Lohnsystems zur Leistungsförderung: Untersuchung des bestehenden Zeitlohnsystems und Herleitung der Notwendigkeit eines prämienorientierten Modells.
4. Methodik für die Anwendung des Prämienlohns in der BWG Betonwerke Fuchs GmbH & Co. KG: Detaillierte Ausarbeitung des Prämiensystems unter Berücksichtigung von Quantitäts-, Qualitäts- und Ordnungskomponenten.
5. Umsetzung der Methodik in die Praxis anhand eines Beispiels: Anwendung der entwickelten Methodik am Beispiel des Sortiments Wendeltreppen inklusive konkreter Lohnberechnungsbeispiele.
6. Zusammenfassung der Erkenntnisse aus der Bearbeitung der Thematik: Resümee der Arbeit und Fazit zur Bedeutung einer rationellen Entlohnung für den langfristigen Unternehmenserfolg.
Bonuslohnsystem, Prämienlohn, Leistungsanreiz, Produktivitätssteigerung, Stahlbetonfertigteile, Entlohnungsformen, Zeitlohn, Arbeitsmotivation, Erwartungs-Valenz-Modell, Qualitätsprämie, Quantitätsprämie, Mitarbeiterbeteiligung, Baubranche, Lohnabrechnung, Betriebswirtschaft
Es geht um die Entwicklung eines neuen, leistungsorientierten Bonuslohnsystems für ein Unternehmen der Stahlbetonfertigteilindustrie, um die Produktivität und die Qualität der Arbeit zu steigern.
Die Untersuchung umfasst die theoretischen Grundlagen der Entlohnung, die Analyse des aktuellen Zeitlohnsystems, die Konzeption eines Prämienlohnsystems und dessen praktische Erprobung.
Das Hauptziel ist die finanzielle Beteiligung der Mitarbeiter am betrieblichen Aufschwung bei gleichzeitiger Förderung von Qualität, Quantität und Ordnung am Arbeitsplatz.
Die Autorin nutzt eine Ist-Analyse des bestehenden Lohnsystems sowie eine vergleichende Untersuchung verschiedener Entlohnungsformen, um ein für die industrielle Fertigung geeignetes Modell zu identifizieren und methodisch zu begründen.
Der Hauptteil befasst sich mit der Entwicklung der Methodik zur Anwendung eines Prämienlohns, der Aufteilung in Sortimentsgruppen, der Ermittlung von Grundlöhnen und der Berechnung von Prämienanteilen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Bonuslohnsystem, Prämienlohn, Leistungsanreiz, Produktivitätssteigerung und Mitarbeiterbeteiligung.
Die Autorin argumentiert, dass der reine Zeitlohn keinerlei Anreize zur Mehrleistung bietet und leistungsstarke Mitarbeiter demotiviert, was sich negativ auf die Produktivität auswirkt.
Diese Bereiche fließen über Abzugskomponenten in die Quantitätsprämie ein, sodass bei Vernachlässigung von Qualität oder Ordnung der Gesamtanspruch auf den Leistungsbonus sinkt.
Das "Erwartungs-Valenz-Modell" von Vroom dient als theoretische Grundlage, um zu verdeutlichen, dass Mitarbeiter nur dann motiviert sind, wenn sie eine direkte Verbindung zwischen ihrer Anstrengung und dem resultierenden Lohnvorteil erkennen.
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