Diplomarbeit, 2003
53 Seiten, Note: 1,00
1. Problemstellung
2. Stille Reserven nach HGB
3. Kategorisierung stiller Reserven
3.1. Zwangsrücklagen
3.1.1. Aktivierungsvorschriften als Ursache stiller Reserven
3.1.2. Bewertungsvorschriften als Ursache der stillen Reserven
3.2. Dispositionsrücklagen
3.2.1. Aktivierungswahlrechte
3.2.2. Bewertungswahlrechte
3.3. Ermessensrücklagen
3.4. Willkürrücklagen
3.5. Versteuerte versus unversteuerte stille Rücklagen
4. Grenzen der Bildung stiller Reserven
5. Auflösung der stillen Reserven
6. Grundlagen der Rechnungslegung nach IAS
6.1. Rechtlicher Rahmen der Rechnungslegungsvorschriften
6.2. Ziele und Grundsätze
6.3. Ansatz und Bewertungsvorschriften nach IAS
7. Möglichkeiten und Existenz von stillen Reserven im Jahresabschluß nach IAS und ein Vergleich mit HGB
7.1. Immaterielle Güter
7.2. Rückstellungen
8. Schlußbetrachtung
Ziel dieser Arbeit ist die Erläuterung des Wesens stiller Reserven und deren Kategorisierung. Dabei wird insbesondere untersucht, inwieweit unterschiedliche Ansatz- und Bewertungsvorschriften im HGB sowie im internationalen Rechnungslegungssystem IAS zur Bildung und Auflösung stiller Reserven führen.
3.1. Zwangsrücklagen
Wie in Abb. 2 dargestellt, stellen die exogenen stillen Reserven die Zwangsrücklagen dar. Die Zwangsrücklagen entstehen automatisch bei Beachtung der gesetzlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften. Vor allem durch die strikte Gültigkeit des Realisationsprinzips und Imparitätsprinzips können Zwangsreserven nicht verhindert werden. Denn die höheren Marktwerte von Aktiva und die niedrigeren Marktwerte von Passiva, sind durch diese beiden Prinzipien, die ihren Ursprung in dem Vorsichtsprinzip finden, unzulässig.
3.1.1. Aktivierungsvorschriften als Ursache stiller Reserven
Eine Ursache für die Bildung von stillen Reserven sind die Aktivierungsvorschriften von Vermögensgegenständen.
1. Problemstellung: Diese Einführung thematisiert die Notwendigkeit internationaler Harmonisierung der Rechnungslegung, um Kapitalbeschaffung auf globalen Märkten zu erleichtern.
2. Stille Reserven nach HGB: Es werden die Grundlagen und Entstehungsweisen stiller Reserven im deutschen Handelsrecht definiert und erläutert.
3. Kategorisierung stiller Reserven: Die Kapitel unterteilen stille Reserven in Zwangsrücklagen, Dispositions-, Ermessens- und Willkürrücklagen und diskutieren deren Ursachen.
4. Grenzen der Bildung stiller Reserven: Hier werden die gesetzlichen Einschränkungen und die Rolle des Vorsichtsprinzips bei der Bilanzierung dargelegt.
5. Auflösung der stillen Reserven: Die Arbeit beschreibt verschiedene Mechanismen, durch die gebildete stille Reserven aufgrund von Wertänderungen oder Zeitablauf wieder aufgelöst werden.
6. Grundlagen der Rechnungslegung nach IAS: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Organisationsstruktur des IASC und die Zielsetzung des internationalen Frameworks.
7. Möglichkeiten und Existenz von stillen Reserven im Jahresabschluß nach IAS und ein Vergleich mit HGB: Der Vergleich fokussiert sich auf immaterielle Güter und Rückstellungen, um die Verbleibenden Spielräume für stille Reserven unter IAS zu zeigen.
8. Schlußbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Internationalisierung der Rechnungslegung hinsichtlich der Reduktion stiller Reserven.
Stille Reserven, HGB, IAS, Rechnungslegung, Bilanzierung, Bewertung, Vorsichtsprinzip, Realisationsprinzip, Rückstellungen, Immaterielle Vermögensgegenstände, Harmonisierung, Jahresabschluss, Aktivierungswahlrechte, Unternehmenspublizität.
Die Arbeit analysiert die Entstehung, Kategorisierung und Auflösung stiller Reserven im Rahmen des deutschen Handelsrechts (HGB) im Vergleich zu den internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS).
Die Arbeit behandelt insbesondere Aktivierungsvorschriften, Bewertungswahlrechte, die Rolle des Vorsichtsprinzips sowie spezifische Auswirkungen auf immaterielle Wirtschaftsgüter und Rückstellungen.
Das Ziel ist aufzuzeigen, dass stille Reserven nicht nur ein Phänomen des HGB sind, sondern auch unter den international ausgerichteten IAS nicht vollständig zu vermeiden sind.
Es handelt sich um eine literaturgestützte, vergleichende Analyse der Rechnungslegungssysteme unter Einbeziehung relevanter Gesetze, Standards und Fachliteratur.
Im Hauptteil werden zunächst die HGB-Systematik, dann das IAS-Framework und schließlich der direkte Vergleich beider Standards in Bezug auf Bilanzierungsmöglichkeiten detailliert untersucht.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie "Stille Reserven", "Harmonisierung der Rechnungslegung", "HGB vs. IAS", "Bilanzpolitik" und "Vorsichtsprinzip" beschreiben.
Der IAS-Ansatz ist stärker an der Kontrolle und dem zukünftigen Nutzenzufluss orientiert, während das HGB primär auf dem entgeltlichen Erwerb und der Einzelveräußerbarkeit basiert.
Unversteuerte stille Rücklagen entstehen, wenn handelsbilanzielle und steuerrechtliche Wertansätze übereinstimmen, was häufig bei Zwangsrücklagen der Fall ist; sie stellen eine Mischfinanzierung zwischen Eigen- und Fremdkapital dar.
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