Diplomarbeit, 2003
94 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretische Betrachtung der Internen Kommunikation
2.1 Begriff
2.2 Bedeutung
2.3 Funktionen
2.4 Medien
2.5 Kompetenzen
2.6 Zwischenfazit I
3 Unternehmen im Wandel der Globalisierung
3.1 Das Zeitalter der Globalisierung
3.1.1 Begriff
3.1.2 Erscheinungsformen
3.1.3 Technologischer Fortschritt als elementare Ursache
3.2 Rahmenbedingungen für Unternehmen in der globalisierenden Wirtschaft
3.2.1 Phasen und Treiber
3.2.1.1 Internationalisierung als Vorstufe der Globalisierung
3.2.1.2 Anfänge und Etappen der Globalisierung
3.2.2 Gegenwärtige Wettbewerbsbedingungen
3.2.2.1 Vergrößerung der weltweiten Wettbewerbsarena
3.2.2.2 Wachsende Kundenanforderung
3.2.2.3 Zunehmende Wettbewerbsintensität
3.3 Auswirkungen für Unternehmen
3.3.1 Wandel der Unternehmensorganisation
3.3.2 Internationalisierung, mit Blick zur Globalisierung
3.4 Zwischenfazit II
4 Herausforderungen für die Interne Kommunikation
4.1 Bewältigung von Widerstand
4.1.1 Erscheinungsformen
4.1.2 Ursachen
4.1.3 Gestaltungsansätze
4.1.3.1 Prozesskommunikation
4.1.3.2 Prinzipien
4.1.3.3 Medieneinsatz
4.2 Professionalisierung der interkulturellen Kommunikation
4.2.1 Interkulturelle Kommunikation als Lernprozess
4.2.2 Gestaltungsansätze
4.2.2.1 Kommunikationsrichtlinien
4.2.2.2 Medieneinsatz
4.2.2.2.1 Kultur-Modell nach Hofstede
4.2.2.2.2 Clusterbildung
4.2.2.2.3 Dimensionen und Medieneinsatz
4.2.2.2.4 Bewertung
4.3 Zwischenfazit III
5 Schlussbetrachtung
Die Diplomarbeit untersucht die Herausforderungen der internen Unternehmenskommunikation im Kontext der Globalisierung. Das primäre Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Unternehmen ihre interne Kommunikation professionalisieren können, um trotz dynamischer Veränderungen durch Globalisierungsprozesse die Mitarbeiterbindung zu stärken, Widerstände abzubauen und interkulturelle Verständigung zu fördern.
4.1.3.1 Prozesskommunikation
Häufig lässt sich bei Veränderungsprozessen beobachten, dass die Unternehmensleitung die einzelnen Veränderungsschritte plant, auf der Führungs-ebene bespricht und dann die Mitarbeiter plötzlich überrascht. Informiert wird oftmals erst dann, wenn die Entscheidungen bereits gefallen sind. Infolgedessen steigt das Konfliktpotential bei den Mitarbeitern während der Veränderung. Die Bereitschaft sinkt, Gerüchte schüren zunehmend Ängste und Verunsicherung. Eine gemeinsame Studie der Kommunikationsberatung „Kothes & Klewes“ und des Bielefelder „Emnid-Instituts“ im Jahr 2000 offenbart hierzu, dass Mitarbeiter mit ihren Bedenken noch allzu häufig bei Veränderung-sprozessen von deutschen Großunternehmen, insbesondere bei Fusionen, vernachlässigt werden. Von den Unternehmen werden eine zu späte Integration der Mitarbeiter (87 Prozent), zu wenig Transparenz (86 Prozent) und eine fehlerhafte, unvollständige Informationsübermittlung (81 Prozent) genannt. Eine gleichzeitige Befragung in den europäischen Nachbarstaaten ergab übrigens ein vergleichbares Bild.
Grundsätzlich gilt für Veränderungsprozesse, dass je plötzlicher und unvorbereiteter die Nachricht einer anstehenden Veränderung auf die Mitarbeiter hereinbricht, desto höher die Verunsicherung und desto niedriger die Bereitschaft sich auf die Veränderung einzulassen. Daher müssen Mitarbeiter an den verschiedenen Phasen der Entscheidungsfindung teilhaben. Sie müssen in den geplanten Wandel frühzeitig einbezogen werden, um die bestehenden Verunsicherungen und Ängste bereits im Vorfeld zu mindern. Schick weißt jedoch hierbei darauf hin, dass es nicht immer möglich und zweckdienlich ist, über jede Veränderung in einem frühen Stadium umfassend zu informieren. Deshalb schlägt er frühzeitige Berichte über relevante Trends und Entwicklungen im Umfeld des Unternehmens vor. Durch eine schrittweise Vorbereitung auf die anstehende Veränderung wird das Maß der Verunsicherung gesenkt. So kann beispielsweise eine Reportage über die Situation der Unternehmensbranche auf künftige Ent-scheidungen zu Restrukturierungen des eigenen Unternehmens vorbereiten und den Widerstand der Mitarbeiter bereits vor der geplanten Veränderung minimieren.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass Unternehmen durch die Globalisierung zu schnellem Wandel gezwungen sind, während die interne Kommunikation oft mangelhaft bleibt.
2 Theoretische Betrachtung der Internen Kommunikation: Es werden Grundlagen wie Begriffe, Bedeutung, Funktionen, Medien und Kompetenzen der internen Kommunikation dargelegt, um eine theoretische Basis zu schaffen.
3 Unternehmen im Wandel der Globalisierung: Dieses Kapitel analysiert die Globalisierung, ihre Auswirkungen auf Rahmenbedingungen und Organisationen von Unternehmen sowie die daraus resultierenden neuen Anforderungen.
4 Herausforderungen für die Interne Kommunikation: Hier werden die Bewältigung von Mitarbeiterwiderständen und die Professionalisierung interkultureller Kommunikation vertiefend betrachtet.
5 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer strategisch geplanten, anpassungsfähigen internen Kommunikation für den Unternehmenserfolg.
Interne Kommunikation, Globalisierung, Unternehmenswandel, Change-Management, Mitarbeiterbindung, Widerstand, Führungskräfte, Interkulturelle Kommunikation, Unternehmensorganisation, Informationsmedien, Dialogmedien, Prozesskommunikation, Unternehmenserfolg, Wettbewerbsintensität, Unternehmenskultur
Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, die interne Unternehmenskommunikation in Zeiten der Globalisierung und ständigen Veränderung zu professionalisieren.
Die zentralen Themen sind die Auswirkungen der Globalisierung auf deutsche Großunternehmen, die psychologischen Aspekte von Mitarbeiterwiderständen bei Wandel und die Bedeutung interkultureller Kompetenz.
Ziel ist es, einen Überblick über Möglichkeiten der internen Kommunikation zu geben und aufzuzeigen, wie Unternehmen diese nutzen können, um Veränderungsprozesse erfolgreich zu gestalten und die Mitarbeiterzufriedenheit zu sichern.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse, der Auswertung bestehender Studien sowie der Anwendung von Kulturmodellen (z.B. von Hofstede) zur Ableitung von Medieneinsatz-Empfehlungen basiert.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Identifizierung von Ursachen für Widerstand bei Veränderungsprozessen und der Entwicklung von Gestaltungsansätzen, insbesondere der Prozesskommunikation und der interkulturellen Kommunikation.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie interner Medieneinsatz, Prozesskommunikation, Unternehmenskultur, Globalisierung und interkulturelle Kompetenz geprägt.
Weil sie hilft, durch Transparenz und den Einbezug der Mitarbeiter frühzeitig Ängste und Verunsicherungen abzubauen, die ansonsten zu Widerstand führen könnten.
Es ermöglicht, Kommunikationsmuster in verschiedenen Kulturen besser zu verstehen und daraus gezielte Empfehlungen für den Einsatz von Informations- oder Dialogmedien abzuleiten.
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