Examensarbeit, 2003
156 Seiten, Note: Sehr gut
1 EINLEITUNG
2 KLETTERN
2.1 GESCHICHTE DES KLETTERNS
2.2 SPIELFORMEN DES KLETTERNS
2.2.1 Felsklettern
2.2.2 Technisches Klettern
2.2.3 Freiklettern
2.2.3.1 Sportklettern
2.2.3.2 Alpines Sportklettern
2.2.3.3 Bouldern
2.3 ETHIK UND BEGEHUNGSSTILE DES KLETTERNS
2.3.1 Ethik
2.3.2 Begehungsstile
2.4 SCHWIERIGKEITSBEWERTUNG UND VERSCHIEDENE BEWERTUNGSSYSTEME
2.5 SPORTKLETTERN IN DEUTSCHEN MITTELGEBIRGEN VERSUS KLETTERN IN DEN ALPEN
2.5.1 Sportklettern im deutschen Mittelgebirge
2.5.2 Klettern in den Alpen
2.6 ANZAHL UND DEMOGRAPHISCHE DATEN DER FELSKLETTERER IN DEUTSCHLAND
2.7 KLETTERORGANISATIONEN IN DEUTSCHLAND
2.7.1 Deutscher Alpenverein e.V. (DAV)
2.7.2 Interessensgemeinschaft Klettern e.V. (IG Klettern)
2.7.3 Bundesausschuss Klettern und Naturschutz
2.7.4 Kuratorium für Sport und Natur e.V.
2.7.5 Deutsche Sportbund (DSB)
2.8 ZUSAMMENFASSUNG
3 UMWELTBEWUSSTSEIN
3.1 KLÄRUNG ZENTRALER BEGRIFFE WIE NATUR, UMWELT, NATURSCHUTZ UND UMWELTSCHUTZ ZUM BESSEREN VERSTÄNDNIS
3.2 WAS IST UMWELTBEWUSSTSEIN ÜBERHAUPT?
3.3 UMWELTWISSEN, UMWELTEINSTELLUNG UND PERSÖNLICHE BETROFFENHEIT
3.4 EIGENTLICHES KLETTERSPEZIFISCHES UMWELTBEWUSSTSEIN
3.5 KLETTERSPEZIFISCHE UMWELTEINSTELLUNGEN
3.6 KLETTERSPEZIFISCHES UMWELTWISSEN IN VERSCHIEDENEN BEREICHEN
3.6.1 Bundeslandspezifische Kletterkonzeptionen
3.6.2 Das Felsbiotop im Mittelgebirge
3.6.3 Belastungen und Schädigungen des Felsbiotops durch das Klettern
3.6.4 Strategien zum naturverträgliches Klettern in den außeralpinen Felsgebieten Deutschlands
3.7 ZUSAMMENFASSUNG
4 UMWELTVERHALTEN
4.1 WAS IST UMWELTVERHALTEN BZW. UMWELTRELEVANTES VERHALTEN?
4.2 KLETTERSPEZIFISCHES UMWELTVERHALTEN
4.2.1 10 Regeln zum naturverträglichen Klettern
4.2.2 Verkehrsbedingtes Umweltverhalten
4.3 BEEINFLUSSUNG DES UMWELTVERHALTENS
4.3.1 Wirkkette bzw. die Stufen der Beeinflussung des Umweltverhaltens
4.3.2 Diskrepanz zwischen dem Umweltbewusstsein und dem Umweltverhalten
4.3.3 Erklärung für die Diskrepanz
4.4 ZUSAMMENFASSUNG
5 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG – PLANUNG, DURCHFÜHRUNG, DARSTELLUNG UND DISKUSSION
5.1 PLANUNG DER UNTERSUCHUNG
5.1.1 Kleiner Exkurs in die bisherige Umweltbewusstseins- und Umweltverhaltensforschung
5.1.2 Fragebogen als Untersuchungsmethode
5.1.3 Befragungsprobleme
5.1.4 Untersuchungsinhalt
5.1.5 Aufbau und Struktur der Untersuchung
5.1.6 Datenauswertung
5.2 DURCHFÜHRUNG DER UNTERSUCHUNG
5.3 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE
5.4 DISKUSSION DER ERGEBNISSE
5.4.1 Ergebnisse
5.4.2 Methode
6 RESÜMEE UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Umweltbewusstsein und das Umweltverhalten von Kletterern empirisch zu untersuchen, um den Zusammenhang zwischen diesen beiden Bereichen sowie mögliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern und Altersgruppen zu analysieren.
2.1 Geschichte des Kletterns
Die Geschichte des Kletterns reicht Jahrtausende zurück (MESSNER, 2002, S. 20). Die nachfolgenden Ausführungen haben schon allein aus diesem Grund keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Was aber jedoch vermittelt werden soll, ist inwieweit die größeren Ereignisse der Geschichte des Kletterns und Bergsteigens in einem logischen Zusammenhang stehen und somit das heutige Klettern in seinem Selbstverständnis entscheidend geprägt haben.
„Weltweit, überall dort, wo Schäfer oder Holzfäller zwischen Felsen ihrer Arbeit nachgehen, wird man dann und wann gezwungen gewesen sein, zu klettern. Um den Tieren nachzusteigen, eine Felsspitze zu erreichen oder einen Baumstamm umzusägen, der an exponierter Stelle stand“ (Ebenda).
„Die Geschichte des Kletterns ist eng mit der des Bergsteigens und des Alpinismus verbunden“ (SENN, 1995, S. 32). Mit der Besiedlung bergiger Regionen, war der Mensch unmittelbar gezwungen „bergzusteigen“. Diesem Vordringen des Menschen in ihm bis dahin nicht bekannte Lebensräume lagen im Wesentlichen zwei Motive zugrunde. Einerseits sah der mittelalterliche Mensch das Gebirge zunächst als nutzbaren Lebensraum. So kletterten bzw. bestiegen Jäger, Hirten, Bergbauern oder Krieger unwirtliche, höher gelegene Bergregionen in Ausübung ihres Berufes und keinesfalls zum Selbstzweck (HUBER, 1981, S. 10). Andererseits hatten Berggipfel schon seit Urzeiten eine religiöse Bedeutung für den Menschen. Er benutzte sie als Kult- und Opferstätten, um seine feierlichen Rituale zu Ehren der Götter abzuhalten, denn die Gipfel galten als Symbole der Verbindung zum Himmel und zu den Göttern (ZIMMERMANN, 1990, S. 7, zit. nach SENN, 1995, S. 32).
1 EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert die Motivation für die Arbeit sowie die Zielsetzung, Umweltbewusstsein und Umweltverhalten von Kletterern empirisch zu untersuchen.
2 KLETTERN: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über die Geschichte, die verschiedenen Spielformen und die ethischen sowie ökologischen Aspekte des Klettersports.
3 UMWELTBEWUSSTSEIN: Es werden zentrale Begriffe definiert und das kletterspezifische Umweltbewusstsein mit seinen Teilfaktoren Wissen, Einstellung und Betroffenheit auf den Natursport bezogen.
4 UMWELTVERHALTEN: Das Kapitel definiert Umweltverhalten und untersucht kletterspezifische Ansätze sowie die Beeinflussbarkeit dieses Verhaltens durch verschiedene Maßnahmen.
5 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG – PLANUNG, DURCHFÜHRUNG, DARSTELLUNG UND DISKUSSION: Dieser Hauptteil beschreibt die methodische Vorgehensweise, die Durchführung der Befragung sowie die Darstellung und kritische Diskussion der gewonnenen Ergebnisse.
6 RESÜMEE UND AUSBLICK: Das letzte Kapitel fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bietet eine persönliche Einschätzung zur Thematik.
Klettern, Umweltbewusstsein, Umweltverhalten, Sportklettern, Naturschutz, Felsbiotop, Kletterkonzeption, empirische Untersuchung, Umweltwissen, Umwelteinstellung, Nachhaltigkeit, Mittelgebirge, Kletterethik, Kletterorganisationen, Freiklettern
Die Arbeit untersucht das Umweltbewusstsein und das Umweltverhalten von Kletterern in deutschen Mittelgebirgen, um zu verstehen, wie naturverträglich dieser Sport ausgeübt wird.
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen des Kletterns, das Verständnis von Umweltbewusstsein und -verhalten sowie die praktische Umsetzung durch eine empirische Untersuchung.
Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen dem kletterspezifischen Umweltbewusstsein und dem tatsächlichen Verhalten der Kletterer zu klären und Unterschiede zwischen verschiedenen Klettergruppen aufzuzeigen.
Es wurde eine quantitative Befragung mittels schriftlicher Fragebögen und eines Online-Fragebogens durchgeführt, um Daten über Wissensstand, Einstellungen und Verhaltensweisen zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Abschnitte zu Klettern und Umweltbewusstsein, die empirische Analyse und deren Diskussion.
Klettern, Umweltbewusstsein, Naturschutz, Umweltverhalten, Felsbiotop, Sportklettern und Nachhaltigkeit sind die prägenden Begriffe.
Ja, die Arbeit identifiziert eine Diskrepanz zwischen dem vorhandenen kletterspezifischen Umweltbewusstsein und dem tatsächlichen Umweltverhalten, das oft durch äußere Rahmenbedingungen eingeschränkt ist.
Kletterkonzeptionen dienen als klettersportliche Raumplanung, die helfen, Belastungen der Felsbiotope durch Lenkungsmaßnahmen und Regulierungen zu minimieren.
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