Diplomarbeit, 2003
162 Seiten, Note: noch nicht benotet
1. Einleitung
2. Aufgabenstellung und Aufbau der Arbeit
3. Begriffsdefinitionen
3.1 Populärmusik
3.2 Musikszene
4. Das Tonträgerunternehmen
4.1 Das Tonträgerunternehmen im Prozess der Musikwirtschaft
4.2 Major- und Independent-Unternehmen
5. Methoden
5.1 Literaturrecherche, Quellenlage
5.2 Quantitative Bestandsaufnahme
5.3 Das Expertengespräch
5.4 Probleme bei der Durchführung
6. Quantitative Einordnung der Bedeutung des Standortes München in Relation zu anderen deutschen Standorten
7. Projektion der geographischen Standortlehre auf die Tonträgerindustrie und Entwicklung eines geeigneten Ansatzes
8. Die Bedeutung des Standortes für Tonträgerunternehmen
8.1 Standortfaktoren
8.1.1 Image
8.1.2 Immobilienmarkt
8.1.3 Musikszene
8.1.4 Infrastruktur (Einrichtungen: Clubs, Plattenläden, Studios)
8.1.4.1 Clubs/Live-Bühnen
8.1.4.2 Plattenläden
8.1.4.3 Tonstudios
8.1.5 Kommunale Politik und Verwaltung
8.1.6 Medien
8.1.6.1 TV
8.1.6.2 Radio
8.1.6.3 Print
8.1.7 Netzwerke und Akteure
8.2. Die Veränderung der Bedeutung des Standortes im Kontext der Entwicklung des Unternehmens
9. Bewertung Münchens als Standort für Populärmusik-Tonträgerunternehmen anhand der Standortfaktoren
9.1 Image
9.1.1 Nationale Außenwirkung
9.1.2 Innenwirkung
9.1.3 Internationale Außenwirkung
9.2 Immobilienmarkt
9.3 Infrastruktur (Einrichtungen: Clubs, Plattenläden, Studios)
9.3.1 Clubs
9.2.2 Tonstudios
9.3.3 Plattenläden
9.4 Kommunale Politik und Verwaltung
9.5 Medien
9.5.1 TV
9.5.2 Print
9.5.3 Radio
9.6 Musikszene – Netzwerke - Akteure
9.6.1 Die verschiedenen Szenen
9.6.2 Bewertung des Netzwerkes
10. Entwicklungsperspektiven und Handlungsempfehlungen
10.1 Image
10.2 Immobilienmarkt
10.3 Musikszene/Netzwerke
10.4 Clubs/Live-Bühnen
10.5 Medien
10.6 Politik
11. Anregungen zur weiteren Forschung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung Münchens als Standort für Tonträgerunternehmen der Populärmusik. Das Hauptziel besteht darin, die Standortqualität Münchens zu bewerten, Entwicklungsdynamiken im Bereich der Tonträgerunternehmen zu analysieren und Handlungsempfehlungen für Politik und Akteure der Musikwirtschaft abzuleiten, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes im Vergleich zu anderen Musikmetropolen zu sichern.
Die Bedeutung des Standortes für Tonträgerunternehmen
Spricht man von der Bedeutung eines Standortes für bestimmte Unternehmen, so hängt dies - wie schon in Kapitel 6 angemerkt - mit der Frage zusammen, aus welchen Gründen die zu untersuchenden Unternehmen gegründet werden. Aus den Expertengesprächen sowie der bestehenden Literatur geht hervor, dass die Gründung von Musiklabeln praktisch nie aus strategischen Standorterwägungen, die sich auf das Abwägen günstiger bzw. ungünstiger Standortfaktoren beziehen, heraus geschieht. Meist findet die Gründung dort statt, wo sich die jeweilige Person gerade befindet, d.h. ausschlaggebend ist die persönliche Bindung an den Raum. Um die Entstehung bzw. Clusterung von Musiklabeln an einem Standort zu erklären, sollte man also die Frage nicht nur nach den günstigen bzw. ungünstigen Standortfaktoren für Tonträgerunternehmen stellen, sondern vielmehr auch analysieren, welche Personengruppen diese Labels gründen und was sie vorher gemacht haben, um dann die Frage der Standortfaktoren eine Stufe weiter unten anzusetzen und zu fragen, welche Standortfaktoren begünstigen bzw. erschweren eine Struktur, aus der heraus Tonträgerunternehmen gegründet werden.
Bei kleinen Labels, die den Großteil der Tonträgerunternehmen ausmachen, geschieht die Gründung praktisch ausschließlich aus der „Szene“ heraus. Das heißt, spätere Labelinhaber waren vor der Labelgründung schon im Musikgeschäft in irgendeiner Weise tätig, sei es als Clubbetreiber, als Musiker, Musikjournalist, Booker, Promoter oder ähnliches. Ob die Gründung allerdings erfolgreich ist, ob das Unternehmen überleben kann, hängt dann damit zusammen, ob die Standortfaktoren bzw. Strukturen, in die hinein das Unternehmen gegründet wird günstig bzw. ungünstig sind. Wie zuvor jedoch erwähnt, erfolgt diese Abwägung nicht im Vorfeld, unter anderem auch deshalb, da der Labelgründer in der Regel im Unterschied zum homo oeconomicus keine vollständigen Informationen besitzt, widersprüchliche Ziele verfolgt und außerdem die Aktivitäten in einem Umfeld stattfinden, das ständigen Veränderungen unterworfen ist und somit nicht planbar ist.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die aktuelle Situation der deutschen Musikwirtschaft ein und stellt die Relevanz der Untersuchung des Standortes München im Kontext der Populärkultur dar.
2. Aufgabenstellung und Aufbau der Arbeit: Es werden die Forschungsfragen definiert und die methodische Vorgehensweise in vier Schritten skizziert.
3. Begriffsdefinitionen: Die Begriffe „Populärmusik“ und „Musikszene“ werden für den spezifischen Untersuchungsrahmen der Arbeit abgegrenzt.
4. Das Tonträgerunternehmen: Dieses Kapitel beschreibt die Wertschöpfungskette eines Tonträgers und unterscheidet zwischen verschiedenen Unternehmenstypen wie Majors und Indies.
5. Methoden: Hier werden die Quellen der Literaturrecherche, die quantitative Bestandsaufnahme und das Vorgehen bei den Expertengesprächen erläutert.
6. Quantitative Einordnung der Bedeutung des Standortes München in Relation zu anderen deutschen Standorten: Eine statistische Analyse vergleicht die Anzahl der Tonträgerunternehmen in den 15 größten deutschen Städten.
7. Projektion der geographischen Standortlehre auf die Tonträgerindustrie und Entwicklung eines geeigneten Ansatzes: Die Arbeit überträgt Konzepte der Standortforschung und Clustertheorien auf die Tonträgerindustrie.
8. Die Bedeutung des Standortes für Tonträgerunternehmen: Eine detaillierte theoretische und empirische Analyse der Standortfaktoren und deren zeitliche Entwicklung.
9. Bewertung Münchens als Standort für Populärmusik-Tonträgerunternehmen anhand der Standortfaktoren: Eine detaillierte Bewertung der verschiedenen Standortfaktoren (Image, Immobilien, Szene etc.) explizit für die Stadt München.
10. Entwicklungsperspektiven und Handlungsempfehlungen: Abschließend werden Zukunftsszenarien diskutiert und konkrete Handlungshinweise für politische Entscheidungsträger und Branchenakteure gegeben.
11. Anregungen zur weiteren Forschung: Es werden Forschungsfelder für zukünftige Arbeiten vorgeschlagen, insbesondere zur netzwerkorientierten Analyse.
München, Populärmusik, Tonträgerunternehmen, Musikwirtschaft, Standortfaktoren, Clusterbildung, Musikszene, Immobilienmarkt, Musiklabels, Standortpolitik, Netzwerk, Kulturwirtschaft, Major, Independent, Stadtentwicklung.
Die Arbeit untersucht die ökonomische und kulturelle Bedeutung Münchens als Standort für Unternehmen der Populärmusik-Tonträgerbranche vor dem Hintergrund einer sich wandelnden Medienlandschaft.
Zentrale Themen sind die Rolle von Standortfaktoren (wie Immobilienmarkt und Image), die Bedeutung von Netzwerken und Akteuren sowie die Auswirkungen kommunaler Politik auf die Entwicklung von Musikunternehmen.
Das primäre Ziel ist es, die Standortqualität Münchens für Tonträgerunternehmen zu bewerten und herauszuarbeiten, warum sich bestimmte Strukturen bilden oder abwandern.
Die Arbeit basiert auf einem explorativen Ansatz: einer quantitativen Bestandsaufnahme von Musikunternehmen in Deutschland sowie einer qualitativen Erhebung durch 21 Expertengespräche.
Der Hauptteil analysiert, wie sich das Image, der Immobilienmarkt, die Clubszene und mediale Infrastrukturen konkret auf die unternehmerischen Rahmenbedingungen in München auswirken.
München, Standortfaktoren, Populärmusik, Musik-Cluster, Immobilienmarkt, Netzwerk-Analyse, Tonträgerunternehmen.
Der Autor bewertet den „Kunstpark Ost“ kritisch; er wird als „Vergnügungsghetto“ mit kommerziellem Fokus gesehen, das wenig zur echten Vernetzung der lokalen Musikszene beigetragen hat.
Sie dient als exemplarisches Beispiel für ein Netzwerk, das sich organisch entwickelt hat und dessen Transfer von einem ländlichen Raum in die Großstadt München wichtige Rückschlüsse auf die Bedeutung informeller Netzwerke zulässt.
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