Diplomarbeit, 2004
71 Seiten, Note: gut
1 EINLEITUNG
1.1 Das Internet und der Wein, zwei konträre Welten?
1.2 Ziel dieser Arbeit
2 E-COMMERCE
2.1 Definition von E-Commerce und dessen Begriffe
2.2 E-Commerce in Österreich
3 DIE E-COMMERCE-EIGNUNG
3.1 Theoretische Ansätze
3.2 Empirische Forschung
3.3 Eignet sich Wein für E-Commerce?
4 PHASEN DES E-COMMERCE
4.1 Anbahnungsphase
4.1.1 Bezugsquellensuche (Wissensphase)
4.1.2 Der elektronische Produktkatalog (Wissens- und Absichtsphase)
4.1.3 Anbahnung beim Weinkauf
4.2 Vereinbarungsphase
4.2.1 Rechtliche Aspekte des Online-Vertragsabschlusses
4.2.2 Allgemeine Geschäftsbedingungen
4.2.3 Mögliche Probleme beim Vertragsabschluss
4.2.4 Fakturierung
4.2.5 Widerruf und Rückgaberecht
4.3 Abwicklungsphase
4.3.1 Kommissionierung und Verpackung
4.3.2 Versand und Verrechnung
4.3.3 Transport und Zustellmodelle
4.3.4 Zahlungsmodelle
4.3.5 Probleme bei der Abwicklung
4.4 After Sale: Kundenbindung
4.4.1 Customer-Relationship-Management
4.4.2 Zielgruppen für Wein-Online-Shopping
4.4.3 Kundenbindung am Beispiel Wein & Co
5 ÖSTERREICHISCHE WEIN-ONLINE-SHOPS
5.1 Der österreichische Weinmarkt
5.2 Die wichtigsten Wettbewerber
5.3 Online-Shop-Vergleich
6 WEIN-ONLINE-SHOPS: MODE ODER ZUKUNFT?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen den aufstrebenden Bereichen E-Commerce und Weinmarkt. Ziel ist es zu analysieren, ob sich Wein als Produkt für den E-Commerce eignet, welche Transaktionsphasen hierbei entscheidend sind und wie österreichische Anbieter in diesem Sektor agieren.
3.3 Eignet sich Wein für E-Commerce?
Wenn man zur Beantwortung dieser Frage die oben beschriebenen theoretischen Kriterien heranzieht, kommt man wahrscheinlich zu dem Ergebnis, dass von einem Verkauf von Wein im Internet abzuraten sei. Schließlich ist Wein kein digitalisierbares Gut, und es ist fraglich, ob Wein über einen hohen Selbstbedienungscharakter verfügt.
Da es sich bei Wein um ein sehr komplexes Thema handelt, können beim Erstkauf eines bestimmten Weines eine Vielzahl von Kriterien für die Kaufentscheidung von Bedeutung sein. Neben dem Preis spielen nicht nur Rebsorte, Region, Jahrgang, Lage und Gestaltung des Etiketts eine entscheidende Rolle, sondern auch schlicht und einfach der Geschmack. Letzterer ist wohl der wichtigste Faktor. Viele Konsumenten kaufen erst nach einer zufrieden stellenden Kostprobe, also erst nach sehr intensiver Informationssuche. Da es allerdings meist unwirtschaftlich wäre, alle im Sortiment befindlichen Weine für Verkostungen zu öffnen, wird der Geschmack meist in blumiger Sprache beschrieben, und oft werden auch „technische“ Angaben bereitgestellt, wie z.B. Säure- und Restzuckergehalt. Dieser Umstand gibt Grund zur Annahme, dass sehr wohl viele Konsumenten ihre Erstkaufentscheidung auf Basis von Hersteller- oder Händlerinformationen tätigen, was bedeutet, dass Wein durchaus einen gewissen Selbstbedienungscharakter besitzt.
Schließlich wird die Möglichkeit, dem Konsumenten über das Internet bessere Information über Produkte, in diesem Fall über die jeweiligen Weine, zu bieten, allgemein als zusätzlicher Kundennutzen des Internets gesehen.
1 EINLEITUNG: Führt in die wachsende kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung von Internet und Wein in Österreich ein und definiert das Forschungsziel.
2 E-COMMERCE: Klärt grundlegende Begrifflichkeiten, klassifiziert E-Commerce-Formen und analysiert die aktuelle Situation in Österreich.
3 DIE E-COMMERCE-EIGNUNG: Untersucht theoretisch und empirisch, welche Kriterien ein Produkt erfüllen muss, um für den Online-Handel geeignet zu sein, und wendet diese auf das Produkt Wein an.
4 PHASEN DES E-COMMERCE: Analysiert detailliert die vier Transaktionsphasen Anbahnung, Vereinbarung, Abwicklung und Kundenbindung unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Weinverkaufs.
5 ÖSTERREICHISCHE WEIN-ONLINE-SHOPS: Bietet einen Marktüberblick und vergleicht die drei führenden österreichischen Wein-Online-Shops anhand definierter Kriterien.
6 WEIN-ONLINE-SHOPS: MODE ODER ZUKUNFT?: Fasst die Ergebnisse zusammen und gibt eine Einschätzung zur zukünftigen Entwicklung des Online-Weinhandels.
E-Commerce, Weinmarkt, Österreich, Online-Shop, Transaktionsphasen, E-Logistics, Kundenbindung, Customer-Relationship-Management, CRM, Weinverkauf, Digitalisierbarkeit, Suchgüter, Erfahrungs- und Vertrauensgüter, Versandhandel, Konsumentenverhalten.
Die Arbeit untersucht den Online-Handel mit Wein in Österreich und analysiert, inwieweit sich dieses spezifische Produkt für den Vertrieb über das Internet eignet.
Die zentralen Felder sind die Grundlagen des E-Commerce, die Eignung des Produkts Wein für den Online-Vertrieb sowie die Analyse der verschiedenen Transaktionsphasen wie Anbahnung, Vertragsabschluss, Logistik und Kundenbindung.
Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen E-Commerce und dem österreichischen Weinmarkt zu durchleuchten und durch einen Vergleich der größten Online-Anbieter Handlungsempfehlungen sowie Zukunftsperspektiven abzuleiten.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse für die theoretischen Grundlagen und eine vergleichende Analyse durch Testkäufe, um die Leistungsfähigkeit der größten österreichischen Wein-Online-Shops praxisnah zu beurteilen.
Der Hauptteil ist in die Phasen des E-Commerce (Anbahnung, Vereinbarung, Abwicklung, Kundenbindung) gegliedert, wobei jede Phase spezifisch auf die Gegebenheiten des Weinverkaufs hin untersucht wird.
Neben E-Commerce und Online-Weinhandel sind Begriffe wie Customer-Relationship-Management (CRM), Transaktionsphasen, Hybrid-Versender und Usability zentral.
Da der Wettbewerb im Internet zunimmt und Kundenbindung schwieriger ist als im stationären Handel, müssen Anbieter gezielt auf After-Sale-Strategien setzen, um aus Erstkäufern profitable Stammkunden zu gewinnen.
Die Arbeit zeigt, dass die großen Anbieter wie Wein & Co und Interspar Weinwelt professionell und verlässlich agieren, während kleinere oder spezialisierte Shops wie Vinorama teilweise Optimierungspotenzial bei der Usability und den Informationen haben.
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