Diplomarbeit, 2003
94 Seiten, Note: gut
1 EINLEITUNG
1.1 Unternehmenszusammenschlüsse in der Weltwirtschaft
1.2 Problemstellung
1.2.1 Problemstellung aus praktischer Sicht
1.2.2 Problemstellung aus wissenschaftlicher Sicht
1.3 Forschungsschwerpunkte und Ziele dieser Arbeit
1.4 Methodisches Vorgehen und inhaltlicher Aufbau dieser Arbeit:
1.5 Prämissen dieser Arbeit
2 FUSION - DIE BINDUNGSINTENSIVSTE ZUSAMMENSCHLUSSFORM
2.1 Abgrenzung und Definition von Begriffen
2.1.1 Definition Akquisition
2.1.2 Definition Fusion
2.1.3 Unternehmenszusammenschluss-Arten
2.2 Fusion durch Aufnahme, Fusion durch Neubildung
2.3 Die Fusion und ihre Zusammenschlussmotive
2.4 Warum Fusionen scheitern
2.5 Die drei Phasen bei Fusionen
2.6 Die Integrationsphase – eine prozessorientierte Sichtweise
3 INTEGRATIONSMANAGEMENT – QUELLE LANGFRISTIGER WERTSCHÖPFUNG
3.1 Ebenen des Integrationsmanagements
3.2 Emotionales Erleben & Reagieren von Mitarbeitern bei Fusionen
3.2.1 Die Fusionsankündigung – das Merger-Syndrom und seine Symptome
3.2.2 Die Initiierung des Integrationsprozesses – das Merger-Syndrom und seine Symptome
4 FÄHIGKEITEN & VERHALTEN EMOTIONAL INTELLIGENTER FÜHRUNGSKRÄFTE
4.1 Emotionale Intelligenz – Begriffsklärung
4.2 Intrapersonelle Kompetenzen emotional intelligenter Führung
4.2.1 Selbstwahrnehmung
4.2.2 Selbstmanagement
4.3 Interpersonelle Kompetenzen emotional intelligenter Führung
4.3.1 Soziales Bewusstsein
4.3.2 Beziehungsmanagement
4.4 Messverfahren zur Bestimmung emotionaler Intelligenz
4.4.1 Selbstbeschreibungsmethoden
4.4.2 Fähigkeitentests
4.4.3 360-Grad-Feedback-Methoden
4.5 Emotionale Intelligenz- einmal kritisch betrachtet
4.5.1 Kritische Beleuchtung des Konstrukts „emotionale Intellligenz“
4.5.2 Kritik an den Messmethoden
4.6 Emotionale Intelligenz und transformatives Leadership
4.7 Transformtive Leader und ihr emotional intelligentes Verhalten
5 EMOTIONAL INTELLIGENTES LEADERSHIP IN DER INTEGRATIONSPHASE EINER FUSION
5.1 Formale Organisation des Integrationsprozesses
5.2 Integrationsschwerpunkte emotional intelligente Leader
5.3 Entwicklung einer gemeinsamen Vision und eines Leitbildes
5.4 Aufbau interner Informations- und Kommunikationsprozesse
5.5 Aufbau externer Informations- und Kommunikationsprozesse
5.6 Sicherstellung der bestehenden Geschäfte und der zukünftigen Funktionalität
5.7 Identifikation von Wertschöpfungspotentialen – Transfer und Genese von Wissen
5.8 Entwicklung und Umsetzung einer neuen gemeinsamen Leistungskultur
6 RESÜMEE UND AUSBLICK
6.1 Resümee
6.2 Ausblick
Diese Arbeit untersucht den Einfluss von emotional intelligentem Führungsverhalten während der Integrationsphase bei Unternehmensfusionen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Führungskräfte durch spezifische emotionale Kompetenzen den Integrationsprozess steuern und das oft auftretende "Merger-Syndrom" bei Mitarbeitern minimieren können, um den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern.
3.2 Emotionales Erleben & Reagieren von Mitarbeitern bei Fusionen
Jede Fusion ist mit Wandelprozessen verbunden, welche von den Mitarbeitern in Form von organisatorischen und persönlichen Veränderungen wahrgenommen werden. Die Emotionspsychologie lehrt uns dabei, dass besonders „... die Veränderungen von Strukturen, Prozessen und Kulturen emotionale Reaktionen auslösen, wenn relevante Aspekte des Arbeitens (also Identitätsbereiche) betroffen werden. Somit drücken beobachtbare emotionale Reaktionen das Erleben der betroffenen Organisationsmitglieder aus.
Im Fusionierungsprozess liefern dabei die zwei Einschnitte „Fusionsankündigung“ und „die Initiierung des Integrationsprozesses“ emotionalen Zündstoff: Somit schlagen einerseits bei der erstmaligen Bekanntmachung der Fusion die emotionalen Wellen der Akteure besonders hoch. Andererseits löst in der Integrationsphase auch das Zusammenführen beider Unternehmenskulturen eine neue heftige, jedoch andersartige Welle von Emotionen bei den Betroffenen aus. Dieses emotionale Erleben und Reagieren der Mitarbeiter bei der Bekanntgabe und in der Integrationsphase einer Fusion wird mit dem Terminus „Merger-Syndrom“ umschrieben und soll genauer erörtert werden.
1 EINLEITUNG: Darstellung der weltweiten Zunahme von Fusionen und die daraus resultierende Problemstellung, dass viele dieser Zusammenschlüsse aufgrund mangelnder Berücksichtigung menschlicher Faktoren scheitern.
2 FUSION - DIE BINDUNGSINTENSIVSTE ZUSAMMENSCHLUSSFORM: Definition und Abgrenzung verschiedener Fusionsformen sowie Analyse der Phasen eines Fusionsprozesses und der Gründe für das Scheitern von Fusionen.
3 INTEGRATIONSMANAGEMENT – QUELLE LANGFRISTIGER WERTSCHÖPFUNG: Erläuterung der verschiedenen Ebenen des Integrationsmanagements und detaillierte Betrachtung des emotionalen Erlebens von Mitarbeitern im Wandelprozess.
4 FÄHIGKEITEN & VERHALTEN EMOTIONAL INTELLIGENTER FÜHRUNGSKRÄFTE: Theoretische Fundierung der emotionalen Intelligenz, Vorstellung von Messverfahren und Analyse der Kompetenzen, die emotional intelligente Führungskräfte auszeichnen.
5 EMOTIONAL INTELLIGENTES LEADERSHIP IN DER INTEGRATIONSPHASE EINER FUSION: Herzstück der Arbeit, welches aufzeigt, wie Führungskräfte durch visionäre Kommunikation, Partizipation und kulturelle Harmonisierung den Integrationsprozess erfolgreich gestalten können.
6 RESÜMEE UND AUSBLICK: Zusammenfassende Betrachtung der Forschungsergebnisse sowie Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf im Bereich der emotionalen Führung bei Wandelprozessen.
Fusionen, Integrationsmanagement, Merger-Syndrom, Emotionale Intelligenz, Führungskräfte, Transformative Führung, Change Management, Mitarbeiterpartizipation, Unternehmenskultur, Soft Skills, Personalführung, Synergieeffekte.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen emotional intelligentem Führungsverhalten und dem Erfolg von Unternehmensfusionen, insbesondere während der kritischen Integrationsphase.
Die zentralen Themen sind das Integrationsmanagement, das emotionale Erleben von Mitarbeitern bei Fusionen (Merger-Syndrom) und die Anwendung emotionaler Intelligenz als Führungskompetenz.
Ziel ist es, Strategien und Verhaltensweisen für Führungskräfte aufzuzeigen, um den Integrationsprozess menschlich sensibler zu gestalten und dadurch die Wahrscheinlichkeit für das Gelingen einer Fusion zu erhöhen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Zeitschriftenrecherche, ergänzt durch eine kritische Auseinandersetzung mit dem Konstrukt der emotionalen Intelligenz und dessen Messbarkeit.
Der Hauptteil analysiert, durch welche konkreten Aktivitäten – wie die Entwicklung gemeinsamer Visionen, Kommunikationsprozesse und kulturelle Harmonisierung – Leader den Integrationsprozess steuern können.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Fusionen, Merger-Syndrom, emotionale Intelligenz, transformatives Leadership, Unternehmenskultur und Integrationsmanagement.
Das Merger-Syndrom beschreibt die negativen emotionalen Reaktionen von Mitarbeitern, wie Zukunftsangst, Misstrauen, Demotivation und Orientierungslosigkeit, die durch die Unsicherheiten eines Fusionsprozesses ausgelöst werden.
Die Arbeit betont, dass das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Unternehmenskulturen häufig als Bedrohung wahrgenommen wird und erst durch einfühlsames Management zu einer neuen, gemeinsamen Leistungskultur geformt werden kann, was wiederum den Erfolg des Zusammenschlusses sichert.
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