Diplomarbeit, 2003
105 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Aufgabenstellung und Zielsetzung
3. Grundlagen
3.1. Brennstoffeigenschaften von Holz
3.1.1. Zusammensetzung von Holz
3.1.2. Wassergehalt und Heizwert von Holz
3.2. Besondere Aspekte bei der Holzverbrennung
3.2.1. Verbrennungsverlauf
3.2.2. Emissionen bei der Verbrennung von Holz
3.3. Emissionsrechtliche Anforderungen
3.4. Qualitätsanforderungen an Pellets und Hackschnitzel
3.5. Kesseltechnik
3.5.1. Aufbau und Funktion der Feuerungsanlage
3.5.2. Regelung der Feuerraumtemperatur
3.5.3. Regelung der Kesselwassertemperatur
4. Einsatz eines Holzkessels im Anlagenbetrieb
4.1. Monovalenter Anlagenbetrieb
4.1.1. Pelletsfeuerungen
4.1.2. Hackschnitzelfeuerungen
4.2. Bivalenter Anlagenbetrieb
5. Herleitung von Auslegungskriterien
5.1. Kriterien der optimalen Dimensionierung des Holzkessels
5.2. Darlegung der Auslegungskriterien anhand von zwei Objektbeispielen
5.2.1. Erstellung der Jahresdauerlinie der beiden Objekte
5.2.2. Berechnung der Jahresheizarbeit der beiden Objekte
5.2.3. Berechnung der Jahresbrennstoffkosten für beide Objekte
5.2.4. Ermittlung der Investitionskosten der Systemvarianten
5.2.5. Bestimmung einer Lösungsvariante für beide Objekte
5.3. Betriebsverhalten der Kessel im Tagesverlauf
5.4. Realisierungsmöglichkeit der Anlagenhydraulik
5.4.1. Hydraulische Lösungsmöglichkeit für Objekt A
5.4.2. Hydraulische Lösungsmöglichkeit für Objekt B
5.4.3. Hydraulische Lösungsmöglichkeit mit Pufferspeicher
6. Zusammenfassung und Ausblick
Die Diplomarbeit hat zum Ziel, fundierte Auslegungskriterien für Holzkessel in bivalenten Anlagensystemen herzuleiten, um einen technisch sowie wirtschaftlich optimalen Betrieb zu gewährleisten und eine Fehlplanung bei der Leistungsaufteilung zwischen Grund- und Spitzenlastkessel zu vermeiden.
A: System 1; 70/30:
Die Heizarbeit des Holzkessels beträgt:
W_Holz 1 = A_0 + Summe(A_i) = 453 MWh von i=16 bis 39, entspricht: 65,4 % an W_ges
Somit ergibt sich auch die Heizarbeit des Niedertemperaturkessels aus:
W_NT 1 = W_ges - W_Holz 1 = 692 MWh - 453 MWh = 239 MWh
1. Einleitung: Beleuchtet den historischen Kontext der Holzenergienutzung, die ökologische Notwendigkeit von CO2-neutralen Brennstoffen und das Ziel der Bundesregierung zur Emissionsreduktion.
2. Aufgabenstellung und Zielsetzung: Definiert das Ziel, für Nahwärmenetze eine Systemlösung aus Holzkessel und fossil befeuertem Spitzenlastkessel zu entwickeln, um technisch und wirtschaftlich sinnvolle Dimensionierungen zu erreichen.
3. Grundlagen: Erläutert die stofflichen Eigenschaften von Holz, den Verbrennungsprozess sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Kesseltechnik.
4. Einsatz eines Holzkessels im Anlagenbetrieb: Analysiert den monovalenten Betrieb sowie die Herausforderungen in Zweikesselanlagen und die Notwendigkeit bivalenter Systeme.
5. Herleitung von Auslegungskriterien: Der Hauptteil, in dem anhand von Jahresdauerlinien und zwei realen Objektbeispielen fünf Systemvarianten technisch und wirtschaftlich optimiert werden.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Fasst die Ergebnisse zusammen und zeigt auf, dass eine pauschale Dimensionierung nicht möglich ist, sondern eine standortspezifische Analyse der Wärmebedarfsstruktur erfordert.
Holzfeuerung, Hackschnitzel, Pellets, bivalente Anlage, Grundlastkessel, Spitzenlastkessel, Jahresdauerlinie, Heizarbeit, Leistungsaufteilung, Anlagensystem, Nahwärmeversorgung, Brennstoffkosten, Investitionskosten, Optimierung, Anlagenhydraulik
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Herleitung von Auslegungskriterien für Holzkessel in bivalenten Anlagensystemen, um einen technisch und wirtschaftlich optimalen Betrieb sicherzustellen.
Die zentralen Themen sind die Eigenschaften von Holz als Brennstoff, die Technik von Holzkesseln, die Planung von Anlagenhydraulik sowie die wirtschaftliche Optimierung der Leistungsaufteilung in Kombination mit Öl- oder Gaskesseln.
Das primäre Ziel ist es, Planungsfehler bei der Dimensionierung bivalenter Systeme zu verhindern, die bisher oft zu unwirtschaftlichem Betrieb und erhöhten Emissionen führten.
Es wurde eine quantitative Analyse basierend auf realen Wärmeverbrauchsdaten und Jahresdauerlinien durchgeführt, wobei für verschiedene Leistungsaufteilungs-Varianten die Heizarbeit und Kosten iterativ berechnet wurden.
Der Hauptteil widmet sich der Herleitung von Kriterien, der Erstellung von Jahresdauerlinien für Beispielobjekte, der Berechnung von Jahresbrennstoff- und Investitionskosten sowie der Analyse des Betriebsverhaltens im Tagesverlauf.
Wichtige Begriffe sind Holzkessel, bivalente Anlage, Jahresdauerlinie, Heizarbeit, Hackschnitzel, Investitionskostenoptimierung und Anlagenschema.
Objekt B beinhaltet zusätzlich eine Trinkwassererwärmung, was eine parallele Versorgung über einen Hochtemperaturvorlauf des Niedertemperaturkessels und spezifische hydraulische Einbindungen erfordert.
Ein Holzkessel weist ein eingeschränktes Teillastverhalten auf; eine falsche Dimensionierung führt zu häufigem Gluterhaltungsbetrieb, was Wirkungsgradverluste und erhöhte Emissionen zur Folge hat.
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