Diplomarbeit, 2004
76 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Die Bauernhof GmbH
2.1. Die Geschichte der Bauernhof GmbH
2.2. Größenkriterien der Bauernhof GmbH
3. Die erstmalige Anwendung der IAS
3.1. IFRS 1: First-time Adoption of International Financial Reporting Standards
3.2. Vorgehen nach IFRS 1
3.3. Kritische Würdigung des IFRS 1
4. Die Überleitung des Jahresabschlusses der Bauernhof GmbH
4.1. Allgemeine Ansatzregeln
4.2. Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebes
4.3. Anlagevermögen
4.3.1. Immaterielle Vermögensgegenstände
4.3.1.1. Bewertung
4.3.1.2. Umstellungsbedarf bei der Bauernhof GmbH
4.3.2. Sachanlagen
4.3.2.1. Bewertung
4.3.2.2. Umstellungsbedarf bei der Bauernhof GmbH
4.4. Umlaufvermögen
4.4.1. Vorräte
4.4.1.1. Bewertung
4.4.1.2. Umstellungsbedarf bei der Bauernhof GmbH
4.4.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
4.4.2.1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
4.4.2.2. Sonstige Vermögensgegenstände
4.4.3. Flüssige Mittel
4.4.3.1. Umstellungsbedarf bei der Bauernhof GmbH
4.5. Rechnungsabgrenzungsposten
4.5.1. Umstellungsbedarf bei der Bauernhof GmbH
4.6. Eigenkapital
4.6.1. Gezeichnetes Kapital
4.6.2. Kapitalrücklage
4.6.3. Verlustvortrag/Jahresüberschuss
4.6.3.1. Ermittlung des steuerlichen Verlustvortrages
4.6.3.2. Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge
4.7. Sonderposten mit Rücklageanteil für Investitionszuschuss
4.7.1. Zuwendungen der öffentlichen Hand
4.7.2. Ansatz und Ausweis
4.7.3. Umstellungsbedarf bei der Bauernhof GmbH
4.8. Rückstellungen
4.9. Verbindlichkeiten
4.9.1. Bewertung
4.9.2. Besonderheiten bei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach IAS
4.10. Latente Steuern
4.10.1. Konzepte latenter Steuerabgrenzung nach IAS
4.10.2. Ansatz
4.10.3. Ausweis und Bewertung
4.10.4. Latente Steuern bei der Bauernhof GmbH
5. Die Umstellung der Gewinn- und Verlustrechnung
5.1. Gliederung und Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
5.2. Definitionen von Aufwendungen und Erträgen
5.3. Umsatzerlöse
5.4. Verminderungen des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
5.5. Sonstige betriebliche Erträge
5.5.1. Investitionszulage
5.5.2. Auflösung Sonderposten Investitionszuschuss Anlagevermögen
5.5.3. Zuschuss de-minimis
5.6. Materialaufwand
5.7. Personalaufwand
5.8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
5.8.1. Abschreibungsmethode
5.8.2. Bestimmung der Nutzungsdauer
5.8.3. Besonderheiten bei der Abschreibung immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
5.9. Sonstige betriebliche Aufwendungen
5.9.1. Einstellung in die EWB/PWB zu Forderungen
5.9.2. Zuschuss Arbeitsamt für Beratungskosten
5.9.3. Mietleasing
5.9.3.1. Klassifizierung des Leasingverhältnisses nach IAS
5.9.3.2. Kritische Würdigung der Regelungen nach HGB und IAS
5.9.3.3. Umstellungsbedarf bei der Bauernhof GmbH
5.10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
5.11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
5.12. Sonstige Steuern
5.13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag
6. Schlussbetrachtung
Das primäre Ziel der Arbeit ist die praktische Überleitung des Jahresabschlusses einer mittelständischen Fleisch- und Wurstwarenproduzentin (Bauernhof GmbH) von den handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) auf die internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS). Dabei wird untersucht, inwieweit eine solche Umstellung für ein mittelständisches Unternehmen sinnvoll ist und welche konkreten Anpassungen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlich sind.
4.3.1. Immaterielle Vermögensgegenstände
Der Ansatz und die Bewertung immaterieller Vermögenswerte ist in IAS 38 geregelt. Von diesem Standard werden - ähnlich wie nach HGB, das zu den immateriellen Vermögensgegenständen alle nicht körperlich erfassbaren Vermögensgegenstände rechnet - jegliche Vermögenswerte ohne körperliche Substanz erfasst, die keine finanziellen Vermögenswerte nach IAS 32 darstellen und langfristig gehalten werden. IAS 38.7 definiert einen immateriellen Vermögenswert als identifizierbaren, nicht monetären Vermögenswert ohne physische Substanz, der für die Herstellung von Erzeugnissen oder Erbringung von Dienstleistungen, die Vermietung an Dritte oder Zwecke der eigenen Verwaltung genutzt wird.
Der Ansatz eines erworbenen immateriellen Vermögenswerts erfolgt nach IAS dann, wenn sowohl die Kriterien für einen Vermögenswert und die Definition des immateriellen Vermögenswertes erfüllt sind als auch der wahrscheinliche Nutzenzuwachs und die verlässliche Messung der Anschaffungskosten gewährleistet sind. Die Identifizierbarkeit des immateriellen Vermögenswertes soll der Abgrenzung vom Geschäfts- oder Firmenwert dienen und ist gegeben, wenn ein gesetzliches Recht des Unternehmens an dem immateriellen Vermögenswert besteht oder dieser separierbar ist, d.h. er kann vermietet, verkauft oder getauscht werden, ohne dass dadurch das Nutzenpotential eines anderen Vermögenswertes berührt wird. Rechte gelten auch dann als identifizierbar, wenn eine eigenständige Verwertbarkeit ohne andere Vermögenswerte nicht möglich erscheint. Ebenso sind die Verfügungsmacht über das Nutzenpotential und die Wahrscheinlichkeit des zukünftigen Nutzenzuflusses bei Rechten in der Regel gegeben, so dass die Aktivierungskriterien für die von der Bauernhof GmbH bilanzierten Gewerblichen Schutzrechte auch nach IAS erfüllt sind.
1. Einleitung: Erläutert die Relevanz der IAS für den Mittelstand im Kontext von Basel II und stellt das methodische Vorgehen der Untersuchung vor.
2. Die Bauernhof GmbH: Stellt das fiktive Unternehmen und seine Größe im Kontext der HGB-Prüfungspflicht dar.
3. Die erstmalige Anwendung der IAS: Analysiert den Standard IFRS 1 und dessen Bedeutung für den Übergang auf die internationale Rechnungslegung.
4. Die Überleitung des Jahresabschlusses der Bauernhof GmbH: Analysiert detailliert die Umstellung einzelner Bilanzposten wie Anlagevermögen, Umlaufvermögen und Eigenkapital auf IAS.
5. Die Umstellung der Gewinn- und Verlustrechnung: Beschreibt die methodischen Anpassungen in der GuV, einschließlich der Ertragsrealisierung und Behandlung von Zuschüssen.
6. Schlussbetrachtung: Fasst die Ergebnisse der Überleitung zusammen und bewertet das Kosten-Nutzen-Verhältnis der IAS-Anwendung für die Bauernhof GmbH.
IAS, HGB, Jahresabschluss, Bauernhof GmbH, Überleitung, Bilanzierung, IFRS 1, Anlagevermögen, Umlaufvermögen, Eigenkapital, latente Steuern, Investitionszulage, Bewertung, Mittelstand, Rechnungslegung.
Die Arbeit befasst sich mit der Umstellung eines nach HGB erstellten Jahresabschlusses eines mittelständischen Unternehmens in einen Abschluss nach International Accounting Standards (IAS).
Zentrale Themen sind die Anwendung des Übergangsstandards IFRS 1, der Vergleich von Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sowie die praktische Überleitung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung.
Das Ziel ist die Untersuchung der praktischen Umsetzbarkeit und des Nutzens einer IAS-Bilanzierung für ein mittelständisches Unternehmen, am Beispiel einer Fleisch- und Wurstwarenproduzentin.
Es handelt sich um eine fallstudienbasierte Analyse, bei der eine konkrete Bilanz (Bauernhof GmbH) Position für Position auf Basis aktueller IAS-Vorschriften übergeleitet wird.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Umstellung der Bilanzpositionen (Kapitel 4) sowie die Anpassung der Gewinn- und Verlustrechnung (Kapitel 5) und beleuchtet dabei die Unterschiede zwischen HGB und IAS.
Die zentralen Schlagworte sind IAS, HGB, Rechnungslegung, Überleitung, Bilanzierung, Mittelstand und Unternehmensbewertung.
Die Aktivierung latenter Steuern führt zu einer deutlichen Verbesserung des Jahresergebnisses, ohne diese wäre der Abschluss mit einem Jahresfehlbetrag ausgewiesen.
Aufgrund der Komplexität der Standards, des hohen Beratungsaufwands und der Notwendigkeit, trotz IAS-Abschluss weiterhin nationale Handels- und Steuerbilanzen zu erstellen, ist das Verhältnis für den Mittelstand derzeit nicht angemessen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

