Diplomarbeit, 2000
67 Seiten, Note: 1
1 Einleitung und Problemstellung
1.1 Das Fettsäurebindungsprotein (FABP)
1.2 Struktur des FABP
2 Methoden
2.1 3J-Kopplungen als Strukturparameter
2.2 Bestimmung von 3J-Kopplungskonstanten
2.3 Pulssequenz und Spektren
2.4 3J-Kopplungskonstanten in MD-Simulationen
3 Experimenteller Teil
3.1 NMR-Spektroskopie
3.2 Auswertung der Spektren
3.3 Molekulardynamiksimulation
4 Ergebnisse
4.1 J-modulierte 15N,1H-COSY-Spektren
4.2 3JHNHa-Kopplungskonstanten
4.3 Diederwinkelanalyse
5 Diskussion und Ausblick
6 Zusammenfassung
7 Literatur
A Chemische Verschiebungen
B Programme
B.1 Pulsprogramm und Aquisitionsparameter
B.2 prepare.m
B.3 volumes.m
B.4 table.m
B.5 kopplung.m
B.6 ellipse.m
B.7 fct_hnha.m
B.8 zoom2d.m
B.9 cont2d.m
Die Arbeit fokussiert sich auf die Geometrieuntersuchung des Fettsäurebindungsproteins (FABP) mittels NMR-Spektroskopie und Molekulardynamiksimulationen, um durch die Analyse von 3J-Kopplungskonstanten präzise Aussagen über die Tertiärstruktur und Dynamik des Proteins zu treffen.
3J-Kopplungen als Strukturparameter
Eine der derzeit genauesten Methoden, 3JHN,Ha-Kopplungskonstanten zu bestimmen, besteht darin, eine Folge von J-modulierten COSY-Experimenten durchzuführen, deren Wartezeit T sich mit jedem Experiment verlängert. Damit erhält man eine Abhängigkeit der Signalintensität von der Kopplungskonstanten. Die skalare Spin-Spin-Kopplung J zwischen dem Kern A und dem Kern X wird durch die Bindungselektronen vermittelt und bewirkt eine Aufspaltung des Signals von A, die aus der unterschiedlichen Orientierung der Kernspins des Kopplungspartners X im Magnetfeld resultieren.
Sie führen zu unterschiedlichen lokalen Magnetfeldern am Ort von Kern A und daher zu zwei Linien im Spektrum, die um den Wert der Kopplungskonstanten JA,X separiert sind. Dadurch liefert sie mit der Konnektivität der Kerne wichtige Informationen über die Konstitution der Moleküle. Die Größe einer Kopplungskonstante ist aber auch von der räumlichen Anordnung der Kerne abhängig.
3J-Kopplungskonstanten können mit den Diederwinkeln über die Karplus-beziehung J (theta) = A * cos^2 (theta) + B * cos (theta) + C korreliert werden. So korreliert die 3JHN,Ha-Kopplung in Aminosäuren mit dem Rückgrattorsionswinkel phi und wurde schon frühzeitig als Konformationsparameter eingesetzt.
1 Einleitung und Problemstellung: Einführung in die biologische Bedeutung des Fettsäurebindungsproteins (FABP) und dessen strukturelle Merkmale.
2 Methoden: Erläuterung der physikalischen Grundlagen der 3J-Kopplung, der verwendeten NMR-Pulssequenzen und der theoretischen Konzepte hinter den MD-Simulationen.
3 Experimenteller Teil: Beschreibung der NMR-Messbedingungen sowie der methodischen Auswertung der Spektren und der durchgeführten MD-Simulationen.
4 Ergebnisse: Präsentation der experimentell ermittelten Kopplungskonstanten sowie detaillierte Analyse der Diederwinkel und der daraus abgeleiteten Proteinbewegung.
5 Diskussion und Ausblick: Kritische Einordnung der Ergebnisse hinsichtlich der Flexibilität des FABP-Modells und Vorschläge für weiterführende Studien.
6 Zusammenfassung: Abschließende Synthese der Ergebnisse zur Geometrieuntersuchung und deren Relevanz für die Proteinfunktion.
7 Literatur: Verzeichnis der zitierten wissenschaftlichen Quellen.
A Chemische Verschiebungen: Auflistung der experimentell bestimmten 1H-chemischen Verschiebungen.
B Programme: Dokumentation der für die Datenanalyse verwendeten MATLAB-Skripte.
Fettsäurebindungsprotein, FABP, NMR-Spektroskopie, 3J-Kopplungskonstanten, 15N,1H-COSY, Molekulardynamiksimulation, Diederwinkelanalyse, Tertiärstruktur, Protein-Dynamik, Karplus-Beziehung, Rückgrattorsionswinkel, GROMOS, Strukturmodell, Ligandenbindung, Biopolymere.
Die Arbeit befasst sich mit der detaillierten strukturellen Analyse des Fettsäurebindungsproteins (FABP), um dessen Konformation und Dynamik in Lösung besser zu verstehen.
Die Untersuchung kombiniert experimentelle NMR-Spektroskopie mit theoretischen Molekulardynamiksimulationen, um Kopplungskonstanten und Diederwinkel präzise zu bestimmen.
Ziel ist die Verfeinerung des Strukturmodells des FABP durch die Bestimmung hochgenauer 3JHN,Ha-Kopplungskonstanten zur Analyse von Beweglichkeit und Konformationsänderungen.
Es werden J-modulierte 15N,1H-COSY-NMR-Experimente eingesetzt, deren Signalintensitäten quantitativ ausgewertet und durch Karplus-Beziehungen in Strukturinformationen überführt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung der NMR- und MD-Analysen, gefolgt von der umfangreichen Auswertung der Daten und der Analyse der Flexibilität verschiedener Proteinstrukturelemente.
Wichtige Begriffe sind FABP, NMR-Spektroskopie, Molekulardynamik, 3J-Kopplung, Diederwinkelanalyse und Proteindynamik.
Die MD-Simulationen ermöglichen es, die experimentell gemessenen Kopplungskonstanten als Randbedingungen einzubinden, um Einblicke in die zeitlich gemittelte Dynamik des Proteins zu erhalten.
Die Arbeit identifiziert insbesondere die Randbereiche der Alpha-Helices und Verbindungsstücke zwischen den Beta-Faltblättern als hochflexible Regionen, die eine wichtige Rolle bei der Ligandenbindung spielen könnten.
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