Diplomarbeit, 2001
36 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Produktionsunternehmen der papier- und kartonerzeugenden Industrie
2.1. Die Anfänge
2.2. Kleine Exkursion in die heutige Papier- und Kartonherstellung
2.3. Die heutige Papier- und Kartonindustrie
3. Vertriebsfunktionen in der papier- und kartonerzeugenden Industrie
4. Vertriebsarten in der papier- und kartonerzeugenden Industrie
4.1. Direkter Vertrieb
4.2. Indirekter Vertrieb...
4.2.1. ... über den Handel
4.2.2. ... über Absatzhelfer / Absatzmittler
4.2.2.1. Der Kommissionsvertreter
4.2.2.2. Der Handelsmakler
4.2.2.3. Der Handelsvertreter
5. Durchführung des Outsourcens von Vertriebsfunktionen in der papier- und kartonerzeugenden Industrie
5.1. Suche und Auswahl
5.2. Anbahnung
5.3. Konsultationen / Verhandlungen
5.4. Vertragsabschluß
6. Gründe für das Outsourcen von Vertriebsfunktionen
6.1. Was bedeutet Outsourcing?
6.2. Gründe für das Outsourcen von Vertriebsfunktionen
7. Vor- und Nachteile aus der Sicht des Outsourcers
7.1. Vorteile
7.2. Nachteile
8. Vor- und Nachteile aus der Sicht des übernehmenden Unternehmens
8.1. Vorteile
8.2. Nachteile
9. Vor- und Nachteile aus der Sicht der Kunden
9.1. Vorteile
9.2. Nachteile
10. Resümee
10.1. Entkräftung / Relativierung der Nachteile aus der Sicht des Outsourcers
10.2. Die Beste Antwort auf den Wettbewerbsdruck von Top-Führungskräften
Die vorliegende Arbeit untersucht die strategischen Vor- und Nachteile der Auslagerung (Outsourcing) von Vertriebs- und Außendienstfunktionen bei Produktionsunternehmen der Papier- und Kartonindustrie an externe Absatzmittler.
Die heutige Papier- und Kartonindustrie
1979 bezifferte sich der Gesamtverbrauch von Papier und Karton in der Bundesrepublik Deutschland auf 9.533.500 Tonnen. Im Jahr 2000 lag der Gesamtverbrauch in der Bundesrepublik schon bei 19,1 Millionen Tonnen mit steigender Tendenz. Der gleiche Trend ist auch weltweit zu beobachten. In besonderem Maße steigt der Papierverbrauch in der so genannten „2. Welt“ rapide an und selbst die „3. Welt“ hat einen stetig leicht wachsenden Papierkonsum zu verzeichnen. Das Papier ist aus der heutigen Gesellschaft einfach nicht wegzudenken, trotz des vielzitierten papierlosen Büros.
Es gibt wesentlich mehr Bücher welche die Software (des papierlosen Büros) erklären und es gibt immer mehr private Haushalte mit PC’s und den daran angeschlossenen Druckern. Papier/Karton ist in fast allen Bereichen des täglichen Lebens zu finden, z. B. als Hygienepapiere für die tägliche Körperpflege, als Lesematerial (Zeitungen, Zeitschriften, Bücher), als Filter (beim Kaffee kochen, Staubsaugen) genauso wie als Einpackpapier (beim Bäcker/Metzger, für Geschenke, etc.) und es kann als leichtes, stabiles und formgenaues Verpackungsmaterial verwandt werden (z. B. Kartonagen). Auch hier nimmt es im Zuge des e-commerce weiter an Bedeutung zu, da immer mehr private Haushalte immer öfter kleinere Abnahmemengen an Konsumgütern über das Internet bestellen und diese Konsumgüter transportgerecht verpackt werden müssen.
1. Einleitung: Vorstellung der beruflichen Motivation des Autors sowie Abgrenzung des Themas auf Außendienstfunktionen und Zielsetzung der Arbeit.
2. Produktionsunternehmen der papier- und kartonerzeugenden Industrie: Historischer Rückblick auf die Papierherstellung sowie technologische und ökonomische Einordnung der heutigen Branche.
3. Vertriebsfunktionen in der papier- und kartonerzeugenden Industrie: Definition der vertrieblichen Kernaufgaben, wie Marketing, Kundenakquise und technische Beratung.
4. Vertriebsarten in der papier- und kartonerzeugenden Industrie: Unterscheidung zwischen direktem und indirektem Vertrieb sowie Erläuterung der Rolle von Handelsvertretern, Maklern und Kommissionären.
5. Durchführung des Outsourcens von Vertriebsfunktionen in der papier- und kartonerzeugenden Industrie: Darstellung des operativen Prozesses der Suche, Anbahnung und des rechtlichen Vertragsabschlusses mit Absatzmittlern.
6. Gründe für das Outsourcen von Vertriebsfunktionen: Theoretische Herleitung des Outsourcing-Begriffs und der Entscheidungskriterien für die Auslagerung von Wertschöpfungsaktivitäten.
7. Vor- und Nachteile aus der Sicht des Outsourcers: Detaillierte Analyse der monetären und operativen Vorteile sowie der Risiken bei der Nutzung externer Vertriebsstrukturen.
8. Vor- und Nachteile aus der Sicht des übernehmenden Unternehmens: Darstellung der Chancen für den Handelsvertreter, wie Marktzugang und Produktportfolioerweiterung, sowie der damit verbundenen unternehmerischen Risiken.
9. Vor- und Nachteile aus der Sicht der Kunden: Evaluation der Auswirkungen auf den Kunden, insbesondere in Bezug auf Transaktionskosten und Qualität der Beratung.
10. Resümee: Kritische Würdigung und Entkräftung der Nachteile sowie ein Ausblick auf den Einfluss des Wettbewerbsdrucks auf moderne Führungsentscheidungen.
Outsourcing, Vertrieb, Papierindustrie, Kartonindustrie, Handelsvertreter, Absatzmittler, Transaktionskosten, Kundenakquise, Außendienst, Unternehmensführung, Wettbewerbsdruck, Vertriebsmanagement, Kernkompetenzen, B2B, Marktzugang.
Die Arbeit untersucht die strategische Entscheidung von Papier- und Kartonherstellern, den Vertrieb – speziell den Außendienst – an selbstständige Handelsvertreter auszulagern.
Die Arbeit beleuchtet die Perspektiven dreier Hauptgruppen: den Hersteller (Outsourcer), den Handelsvertreter (übernehmendes Unternehmen) und die Kunden als Endadressaten der Vertriebsleistung.
Das Ziel ist es, Vor- und Nachteile dieser Auslagerung detailliert darzustellen, um Unternehmen bei der Entscheidung zwischen eigenem Außendienst und der Nutzung externer Absatzmittler zu unterstützen.
Die Arbeit basiert auf einer Kombination aus theoretischer Fundierung des Outsourcing-Begriffs, der Auswertung von Fachliteratur sowie dem Transfer der Erkenntnisse auf die spezifischen Gegebenheiten der Papierindustrie, gestützt durch praktische Beispiele des Autors.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung von Vertriebsarten, den Prozess des Vertragsabschlusses, die ökonomische Begründung des Outsourcings sowie eine umfangreiche Nutzwertanalyse aus verschiedenen Stakeholder-Perspektiven.
Die wesentlichen Begriffe umfassen Outsourcing, Papierindustrie, Handelsvertreter, Transaktionskosten, Kundenbeziehungsmanagement und Kernkompetenzen.
Während ein Reisender ein Angestellter des Unternehmens ist, ist der Handelsvertreter ein rechtlich und wirtschaftlich selbstständiger Unternehmer, der auf Provisionsbasis arbeitet und oft ein breiteres Sortiment verschiedener Hersteller vertreibt.
Der Autor argumentiert, dass auch bei eigenem Außendienst die Kontrolle schwierig ist und durch vertragliche Regelungen wie Besuchsberichte und regelmäßige Abstimmungsgespräche zwischen den Entscheidungsträgern eine enge Kundenbindung trotz externem Vertrieb gewahrt werden kann.
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