Diplomarbeit, 2002
108 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung am Beispiel der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Begriffliche Abgrenzung von Mega-Events
2.1 Definitorische Abgrenzung von Mega-Events
2.2 Merkmale von Mega-Events
2.2.1 Befristung
2.2.2 Seltenheit und Außergewöhnlichkeit
2.2.3 Größe
3 Gesellschaftliche Aspekte einer Fußballweltmeisterschaft
3.1 Die besondere Stellung des Sports in der Gesellschaft
3.2 Die Fußballweltmeisterschaft als Massenunterhaltungsprodukt
3.3 Die Politik und die Fußballweltmeisterschaft
3.4 Die Fußballweltmeisterschaft als Werbemittel
4 Wirtschaftliche Aspekte der Fußballweltmeisterschaft
4.1 Finanzierung der Fußballweltmeisterschaft
4.2 Primärimpulse der Produktion und des Konsums
4.3 Sekundäre und induzierte Produktions-, Beschäftigungs- und Einkommenswirkungen
4.4 Infrastrukturentwicklung
4.5 Auswirkungen auf das Preisniveau
4.6 Imagewirkung
5 Chancen für die deutsche Tourismusbranche durch die Fußballweltmeisterschaft 2006
5.1 Zusätzliche Absatzchancen
5.1.1 Zusätzliche Absatzchancen für Reiseveranstalter und Reisebüros
5.1.2 Zusätzliche Absatzchancen für Hotellerie und Gastronomie
5.1.3 Zusätzliche Absatzchancen für sonstige Absatzhelfer
5.2 Chance auf Erlössteigerungen
5.3 Besondere Werbechancen
5.4 Chance auf Zuschüsse und Genehmigungen des Staates
5.5 Chance zur Gewinnung neuer Kunden bzw. Gäste
6 Risiken für die deutsche Tourismusbranche durch die Fußballweltmeisterschaft 2006
6.1 Unternehmerisches Risiko hinsichtlich des wirtschaftlichen Erfolges
6.1.1 Zusätzliche Investitionskosten
6.1.2 Mangelndes Besucherinteresse
6.1.3 Nichtleistung von Subunternehmern
6.1.4 Ausfall der Veranstaltung
6.2 Sicherheitsrisiko
6.2.1 Bedrohung durch Hooligans
6.2.2 Gefahr von Terroranschlägen
7 Mögliche positive Auswirkungen auf den Tourismus
7.1 Verbesserung der touristischen Infrastruktur
7.2 Erhöhung des Bekanntheitsgrades
7.3 Imagegewinn für die Region
7.4 Steigerung der Gästeübernachtungen
8 Mögliche negative Auswirkungen auf den Tourismus
8.1 Schaffung von Überkapazitäten
8.2 Preissteigerung in der Region
8.3 Negative Entwicklung auf dem Immobilienmarkt
8.4 Entstehung von Konflikten mit traditionellen Gästen
8.5 Zusätzliche Umweltbelastung
8.6 Imageverschlechterung der Region
9 Untersuchung der Einstellung der Bevölkerung zur Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland
9.1 Zum Hintergrund der Untersuchung
9.2 Methodik der Untersuchung
9.3 Inhaltlicher Aufbau des Fragebogens
9.4 Ergebnisse der Befragung
9.4.1 Akzeptanz und Sicherheit der WM 2006
9.4.2 Einschätzungen zu Stand und Entwicklung von Rahmenbedingungen
9.4.3 Vorstellungen über das aktive Miterleben der WM 2006
9.4.4 Einstellung gegenüber der eigenen Nationalmannschaft
9.4.5 Finanzierung der Weltmeisterschaft
9.4.6 Ausgabebereitschaft für die Weltmeisterschaft 2006
9.5 Zusammenfassende Thesen
10 Interview mit dem Pressprecher der Olympiapark München GmbH hinsichtlich der Fußballweltmeisterschaft 2006
10.1 Grund des Interviews
10.2 Interview
11 Zukünftige Mega-Events
11.1 Feststehende Mega-Events
11.2 Mögliche Mega-Events
12 Fazit
Die Diplomarbeit untersucht die ökonomischen und gesellschaftlichen Auswirkungen von Mega-Events, speziell der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland, auf die Tourismusbranche. Ziel ist es, die Chancen und Risiken für diese Branche zu analysieren und ein differenziertes Bild der potenziellen Folgen für Infrastruktur, Image und Beschäftigung zu vermitteln.
Die besondere Stellung des Sports in der Gesellschaft
Sport ist heute ein Zauberwort, daß vieles auslöst: Faszination, Emotion, Kommunikation, Illusion, immer öfter aber auch Aversion. Zugleich ist der Sport auch unter Zwänge geraten, wurde politisch vereinnahmt und schließlich immer stärker von Geld und Kommerz abhängig. Für seine Fans ist er oft wichtiger geworden als der monotone Beruf und das Alltagsleben, weil er geeignet ist Spannung hervorzurufen, Leidenschaft zu entfachen und offenbar nicht mehr aus der Welt zu schaffen ist.
Heutzutage befindet sich der Sport im Zeichen der entwickelten Industriegesellschaft in einem Stadium, das ihn noch immer, als ein von sozialen Evolutionen abhängiges System determiniert und darüber hinaus mehr und mehr in den gesamtgesellschaftlichen Prozeß einbezieht. Sporttreiben als Massenbeschäftigung ist dabei vorwiegend eine Reaktion auf die technisch organisierte Arbeitswelt. Ausgegangen war diese Entwicklung von England, dessen Vorsprung in der Industrialisierung dann von den USA aufgeholt wurde. Wirtschaftlich rückständige Staaten, wie die damalige UdSSR oder die heutigen Entwicklungsländer erreichte der Sport dagegen erst relativ spät und wurde dort anfänglich auch nur zögernd gefördert.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Chancen und Risiken von Mega-Events für den Tourismus am Beispiel der WM 2006.
2. Begriffliche Abgrenzung von Mega-Events: Theoretische Herleitung des Begriffs Mega-Event und Abgrenzung über Kriterien wie Befristung und Größe.
3 Gesellschaftliche Aspekte einer Fußballweltmeisterschaft: Untersuchung der soziologischen Bedeutung des Fußballs als Massenphänomen und dessen politische Instrumentalisierung.
4 Wirtschaftliche Aspekte der Fußballweltmeisterschaft: Analyse der Finanzierung, Produktionsimpulse und ökonomischen Multiplikatoreffekte durch Großveranstaltungen.
5 Chancen für die deutsche Tourismusbranche durch die Fußballweltmeisterschaft 2006: Darstellung potenzieller Vorteile für Reiseveranstalter, Hotellerie und andere Akteure.
6 Risiken für die deutsche Tourismusbranche durch die Fußballweltmeisterschaft 2006: Diskussion wirtschaftlicher Risiken sowie Sicherheitsbedenken hinsichtlich Hooligans und Terrorismus.
7 Mögliche positive Auswirkungen auf den Tourismus: Beleuchtung der langfristigen Potenziale durch Infrastrukturausbau und Imagegewinn.
8 Mögliche negative Auswirkungen auf den Tourismus: Kritische Betrachtung von Überkapazitäten, Preissteigerungen und Konflikten mit traditionellen Gästen.
9 Untersuchung der Einstellung der Bevölkerung zur Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland: Empirische Auswertung einer Umfrage zur Wahrnehmung und Erwartungshaltung der Bürger.
10 Interview mit dem Pressprecher der Olympiapark München GmbH hinsichtlich der Fußballweltmeisterschaft 2006: Expertenmeinung zu den Auswirkungen und Herausforderungen für den Standort München.
11 Zukünftige Mega-Events: Ausblick auf kommende Großveranstaltungen und deren Bedeutung für die Stadtentwicklung.
12 Fazit: Zusammenführende Bewertung der Kosten-Nutzen-Relation einer WM-Austragung und die Bedeutung strategischer Planung.
Mega-Events, Fußballweltmeisterschaft 2006, Tourismus, Stadtentwicklung, Wirtschaft, Infrastruktur, Sponsoring, Image, Beschäftigungseffekte, Hooligans, Sicherheit, Sportmarketing, Umfrage, Finanzierung, Nachhaltigkeit
Die Arbeit analysiert die Chancen und Risiken, die durch ein Mega-Event wie die Fußballweltmeisterschaft 2006 für die deutsche Tourismusbranche entstehen.
Der Schwerpunkt liegt auf ökonomischen Effekten, gesellschaftlichen Aspekten, infrastrukturellen Auswirkungen sowie den Auswirkungen auf das Image von Städten und Regionen.
Das Ziel ist es, Vor- und Nachteile sowie Erfolgsfaktoren für die Tourismusbranche aufzuzeigen, um Strategien für den Umgang mit einer solchen Großveranstaltung zu entwickeln.
Neben einer umfassenden Literaturanalyse wurde eine empirische Untersuchung in Form einer standardisierten Befragung von 100 Personen in München durchgeführt sowie ein Experteninterview geführt.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den ökonomischen Impulsen, Finanzierungsfragen, Sicherheitsrisiken und den konkreten Auswirkungen auf touristische Teilbranchen wie Hotellerie und Reiseveranstalter.
Zentrale Begriffe sind Mega-Events, Tourismus, wirtschaftliche Effekte, Infrastruktur, Imagepolitik und Akzeptanz in der Bevölkerung.
Die Arbeit betont das hohe Sicherheitsrisiko durch Hooligans und die Gefahr von Terroranschlägen, die für die Tourismusbranche zu massiven Stornierungen und Imageschäden führen könnten.
Das Interview mit dem Pressesprecher des Olympiaparks München verdeutlicht, dass neben den Chancen eines wirtschaftlichen Booms auch hohe finanzielle Lasten auf die öffentliche Hand zukommen.
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