Magisterarbeit, 2002
138 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Der historische Roman als Teil der Erinnerungskultur
2.1. Zum Begriff des historischen Romans
2.2. Zur Aufgabe des historischen Romans
2.3. Literatur und Erinnerung
3. Vorgehensweise
4. Geschichte des armenischen Volkes
4.1. Vorgeschichte und Nationenbildung
4.1.1. Frühgeschichte
4.1.2. Christianisierung
4.1.3. Behauptungsversuche und Unterwerfung
4.2. Armenien unter der Herrschaft der Osmanen
4.2.1. Kampf um die Vorherrschaft
4.2.2. Minderheit im eigenen Land
4.2.3. Die Stellung der Armenier im Osmanischen Sultanat
4.2.3.1. Rechtliche Stellung
4.2.3.2. Wirtschaftliche und soziale Stellung
4.2.4. Das Image der Armenier
4.2.5. Die Armenische Frage
4.2.5.1. Reformversuche im Osmanischen Reich
4.2.5.2. Nationales Erwachen und ethnische Spannungen
4.2.5.3. Wendepunkt Berliner Kongress
4.2.6. Die systematischen Armenierverfolgungen ab 1893
4.2.6.1. Die Armenierpolitik Abdul Hamids
4.2.6.2. Exkurs: Kurden und Armenier
4.2.6.3. Die Massaker an der armenischen Bevölkerung
4.2.7. Armenier und Jungtürken
5. Der Völkermord
5.1. Einführung
5.2. Gründe des Völkermordes
5.3. Der Ablauf des Völkermordes
5.4. Der Völkermord und die Folgen
6. Franz Werfel: „Die vierzig Tage des Musa Dagh“
6.1. Zum Autor
6.2. Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte von „Die 40 Tage des Musa Dagh“
6.3. Zum historischen Hintergrund
6.4. Ästhetische Konzeption und literarische Adaption
6.5. Thematische Aspekte
6.5.1. Einführung
6.5.2. Darstellung der politischen Zusammenhänge des Völkermordes
6.5.3. Darstellung der Gräuel
6.5.4. Darstellung der Kultur und Menschen
6.6. Schlussbemerkung
7. Edgar Hilsenrath: „Das Märchen vom letzten Gedanken“
7.1. Zum Autor
7.2. Motivation und Entstehungsgeschichte
7.3. Ästhetische Konzeption und literarische Adaption
7.4. Thematische Aspekte
7.4.1. Einführung
7.4.2. Darstellung der geschichtlichen und politischen Aspekte des Völkermords
7.4.3. Darstellung der Kultur und Menschen
7.4.4. Darstellung der Gräuel
7.5. Schlussbetrachtung
8. Jochen Mangelsen: „Ophelias lange Reise nach Berlin“
8.1. Zum Autor
8.2. Motivation und Entstehungsgeschichte
8.3. Ästhetische Konzeption und literarische Adaption
8.4. Thematische Aspekte
8.4.1. Einführung
8.4.2. Darstellung der geschichtlichen und politischen Aspekte des Völkermords
8.4.3. Darstellung der Kultur und Menschen
8.4.4. Darstellung des Völkermordes und der Gräuel
8.5. Schlussbetrachtung
9. Peter Balakian: „Die Hunde vom Ararat“
9.1. Einführung
9.2. Zum Autor und Motivation
9.3. Ästhetische Konzeption und literarische Adaption
9.4. Darstellung des Völkermordes
9.5. Exkurs: Armenische Diaspora zwischen Gedenken, türkischer Leugnung und kollektiven Bewusstsein
9.6. Schlussbetrachtung
10. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Völkermord an den Armeniern von 1915-1916 und dessen literarische Aufarbeitung in vier Romanen. Dabei wird analysiert, welchen Beitrag Literatur zur Bewahrung einer Erinnerungskultur leisten kann und wie Autoren den Völkermord in ihren Werken darstellen.
Die Monstrosität der Verfolgung
Die Monstrosität der Verfolgung und die bis dahin schier unglaubliche Opferzahl von bis zu 1,5 Millionen Menschen drängt aber nicht nur nach publizistischer bzw. historischer, sondern auch nach literarischer Aufarbeitung dieses Völkermordes. Insbesondere weil bis heute von türkischer Seite nicht nur der Genozid, sondern auch die Existenz einer armenischen Kultur auf türkischem Boden hartnäckig bestritten wird.
Gerade die Tatsache, dass dieses Verbrechen bis heute nicht wirklich in das Bewußtsein der breiten Weltöffentlichkeit gedrungen ist, und die sich aufdrängende Parallele zum jüdischen Holocaust machen diese Thematik so interessant. Wie ist es möglich, dass eines der grausamsten Menschheitsverbrechen so wenig Beachtung findet? Wie konnte es am Rande von Europa zu solch einem Völkermord kommen und wie ist es möglich, dass sich die türkische Regierung und dortige Öffentlichkeit dieser Tatsache vollständig verschließt?
1. Einleitung: Einführung in das Thema der Aufarbeitung des armenischen Völkermords in vier ausgewählten, nicht-zeitgenössischen Romanen.
2. Der historische Roman als Teil der Erinnerungskultur: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Genre des historischen Romans und dessen Relevanz für das kulturelle Gedächtnis.
3. Vorgehensweise: Darstellung der methodischen Vorgehensweise der Arbeit und Kriterien für die Auswahl der untersuchten Romane.
4. Geschichte des armenischen Volkes: Detaillierte historische Herleitung der armenischen Geschichte von der Frühzeit bis zur Unterwerfung unter das Osmanische Reich.
5. Der Völkermord: Analyse der Gründe, des Ablaufs und der Folgen des Völkermordes an den Armeniern.
6. Franz Werfel: „Die vierzig Tage des Musa Dagh“: Untersuchung des wohl bekanntesten Armenienromans, seines historischen Hintergrunds und der ästhetischen Adaption.
7. Edgar Hilsenrath: „Das Märchen vom letzten Gedanken“: Analyse der Märchenform zur Schilderung der grausamen Realität des Völkermords im Kontext des Holocaust.
8. Jochen Mangelsen: „Ophelias lange Reise nach Berlin“: Betrachtung der deutsch-armenischen Familiengeschichte im Berlin der späten zwanziger Jahre.
9. Peter Balakian: „Die Hunde vom Ararat“: Auseinandersetzung mit dem autobiographischen Ansatz und der reflexiven Aufarbeitung der armenischen Identität.
10. Fazit: Zusammenfassender Vergleich der vier Autoren und ihrer Herangehensweisen an das Thema des Völkermords.
Völkermord, Armenien, Genozid, Erinnerungskultur, Historischer Roman, Franz Werfel, Edgar Hilsenrath, Jochen Mangelsen, Peter Balakian, Diaspora, Türkische Leugnung, Identität, Osmanisches Reich, Holocaust, Aufarbeitung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der literarischen Aufarbeitung des Völkermordes an den Armeniern in den Jahren 1915-1916 anhand von vier nicht-zeitgenössischen Romanen.
Die zentralen Themen sind das historische Geschehen des Völkermordes, die Rolle der Literatur als Medium der Erinnerung und der Umgang mit dem Genozid in der Diaspora.
Die Forschungsfrage untersucht, wie die Autoren in ihren Romanen den Völkermord bewältigen und welchen Beitrag Literatur zur Bewahrung einer Erinnerungskultur leisten kann.
Die Arbeit gliedert sich in einen historischen Teil und eine literaturwissenschaftliche Analyse der vier ausgewählten Romane unter Berücksichtigung historischer Faktizität.
Im Hauptteil werden zunächst die historische Genese und der Völkermord selbst detailliert beschrieben, gefolgt von einer ausführlichen Analyse der Romane von Werfel, Hilsenrath, Mangelsen und Balakian.
Wichtige Schlüsselwörter sind Völkermord, Erinnerungskultur, Diaspora, Genozid und Historischer Roman.
Die Arbeit beleuchtet, wie die Autoren, insbesondere Hilsenrath, den Völkermord an den Armeniern als Vorläufer und Lehrmeister des Holocaust thematisieren.
Die anhaltende Leugnung durch die türkische Regierung dient vielen der Autoren als zentraler Beweggrund, um durch ihre Literatur gegen das Vergessen und für eine öffentliche Wahrnehmung zu kämpfen.
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