Bachelorarbeit, 2010
59 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
2 Die Funktion des Linux-Kernels in Bezug auf Firewalling
2.1 Die Filter-Tabelle
2.2 Die NAT-Tabelle
2.3 Die Mangle-Tabelle
2.4 Die Raw-Tabelle
3 Traffic Control
3.1 Classless Queueing Disciplines
3.1.1 pfifo_fast
3.1.2 bfifo und pfifo
3.1.3 Stochastic Fairness Queueing (SFQ)
3.1.4 Token Bucket Filter (TBF)
3.1.5 Weitere Classless Queueing Disciplines
3.2 Classful Queueing Disciplines
3.2.1 PRIO QDisc
3.2.2 Hierarchical Token Bucket (HTB)
3.2.3 Weitere Classful Queueing Disciplines
3.3 Filter
3.3.1 Klassifikation anhand Markierungen: Der fw-Filter
3.3.2 Klassifikation anhand der Routing-Tabelle: Der route-Filter
3.3.3 Flexibel klassifizieren mit dem u32-Filter
4 Aufbau und Bewertung einer Testumgebung mit Firewall und Traffic Control
4.1 Die Testumgebung
4.2 Anforderungen an die Firewall und den QDiscs
4.3 Vorbereitungen
4.3.1 Konfiguration der Netzwerkkarten
4.3.2 Installation von SSH
4.3.3 Installation des Programmes iperf (jperf)
4.4 Errichtung der Firewall
4.5 Erstellung der QDiscs für sämtliche Schnittstellen
4.5.1 Schnittstelle eth0: Die Entlastung der Modem-Warteschlange
4.5.2 Schnittstelle eth1: Der Intra-/Internet-Server in der DMZ
4.5.3 Schnittstelle eth2 und eth4: Die Clients im LAN
4.6 Messungen
4.6.1 Messungen ohne Bandbreitenentlehnung
4.6.2 Messungen mit der Möglichkeit einer Bandbreitenentlehnung
5 Erkenntnis und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten des Linux-Betriebssystems, Netzwerkverkehr mittels der Firewall "iptables" zu sichern und durch das Werkzeug "tc" (Traffic Control) effizient zu steuern, um sowohl Sicherheits- als auch QoS-Anforderungen in verschiedenen Netzwerkszenarien zu erfüllen.
3.1.1 pfifo_fast
Die pfifo_fast-Queue wird den physikalischen Netzwerkschnittstellen vom Kernel defaultmäßig zugeordnet. Hierbei handelt es sich um eine Queue, die drei sogenannte Bänder beinhaltet, wie in Abbildung 6 schematisch dargestellt ist. Jedes dieser Bänder arbeitet nach dem First-In-First-Out-Prinzip. Dabei werden die einzelnen Bänder unterschiedlich bevorzugt: Befinden sich in Band 0 noch Pakete, so werden eventuell vorhandene Pakete in Band 1 nicht weitergeleitet. Analog verhält es sich zwischen Band 1 und dem niedrigstprioren Band 2.
Die Entscheidung, welches Paket welchem Band zugeordnet wird, wird anhand des TOS-Feldes im IP-Header getroffen. Diese vier Bits (Bit 3 bis 6 im Type-Of-Service-Oktett) kennzeichnen das Paket in Bezug auf die gewünschten QoS-Eigenschaften.
1 Einleitung: Beschreibt die Notwendigkeit von Traffic Control zur Priorisierung und Begrenzung von Netzwerkverkehr über das bloße Best-Effort-Prinzip hinaus.
2 Die Funktion des Linux-Kernels in Bezug auf Firewalling: Erläutert die Architektur der Linux-Firewall mit den vier Tabellen Filter, NAT, Mangle und Raw sowie deren Ketten.
3 Traffic Control: Definiert die Grundelemente des Traffic Control und behandelt klassenlose sowie klassenbasierte Queueing Disciplines und Filtermechanismen.
4 Aufbau und Bewertung einer Testumgebung mit Firewall und Traffic Control: Beschreibt die praktische Implementierung einer Testumgebung inklusive der Firewall-Konfiguration und der Erstellung verschiedener QDiscs für LAN- und DMZ-Schnittstellen sowie die Durchführung und Analyse der Messungen.
5 Erkenntnis und Ausblick: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf "Traffic Control Next Generation" (tcng).
Firewall, QoS, Bandbreite, Queueing Discipline, iptables, Linux, Traffic Control, Shaping, Scheduling, Bandbreitenmanagement, Netzwerkverkehr, HTB, TBF, DMZ, Netzwerksicherheit
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Kontrolle und Sicherheit des Netzwerkverkehrs unter Linux, insbesondere durch den Einsatz von Firewalls und Traffic-Control-Werkzeugen.
Zentrale Themen sind die Funktionsweise von iptables zur Paketfilterung sowie der Einsatz von Queueing Disciplines zur gezielten Bandbreitensteuerung und Priorisierung von Daten.
Das Ziel ist die Konfiguration und Erprobung eines robusten Linux-basierten Netzwerksystems, das sowohl Sicherheitsrichtlinien durchsetzt als auch spezifische Qualitätsvorgaben (QoS) für unterschiedliche Anwendungen erfüllt.
Es werden theoretische Grundlagen analysiert und im Anschluss eine praktische Testumgebung mit verschiedenen Rechnerkonfigurationen und Netzwerktopologien aufgebaut, um durch systematische Messungen die Wirksamkeit der implementierten Mechanismen zu evaluieren.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Klassifizierung von Paketen, dem Aufbau einer HTB-Klassenhierarchie, dem Einsatz von Filtern (fw, u32) und der anschließenden Bandbreitenmessung in verschiedenen Szenarien.
Wichtige Begriffe sind Firewall, QoS, Bandbreite, Queueing Discipline, iptables, Linux und Traffic Control.
Die DMZ dient als isolierter Bereich für Serverdienste, deren Datenverkehr mittels DNAT und spezifischer Filterregeln vom Internet aus erreichbar gemacht und in der Bandbreite kontrolliert wird.
Der u32-Filter ermöglicht eine tiefgehende, eigenständige Klassifizierung von Netzwerkpaketen direkt basierend auf Feldern im IP- oder TCP-Header, ohne von vorangegangenen Paketmarkierungen durch iptables abhängig zu sein.
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