Diplomarbeit, 2004
116 Seiten, Note: 2,0
1 Computer und Unterrichtsmethoden
1.1 Terminologie
1.1.1 Medium
1.1.2 Abkürzungen für Lehr- und Lernsysteme
1.2 Lernpsychologische Grundlagen
1.2.1 Didaktik und Methodik
1.2.1.1 Behavioristische Grundpositionen
1.2.1.2 Kognitionstheoretische Grundpositionen
1.2.1.3 Konstruktivistische Grundpositionen
1.2.2 Zusammenfassung
1.3 Kategorien von Programmen
1.3.1 Übungs- und Lernprogramme - tutorielle Systeme
1.3.2 Adaptive und intelligente tutorielle Systeme
1.3.3 Simulation, Modell und Modellbildung
1.3.3.1 Simulation
1.3.3.2 Modell
1.3.3.3 Modellbildung
1.3.4 Lernspiele
1.3.5 Planspiele
1.3.6 Mikrowelten
1.3.7 Offene Lernsysteme
1.3.8 Anwendungsprogramme „Werkzeuge“
1.3.9 Hypermedia und Internet
1.3.10 Kombinierte Ansätze
1.4 Geschichtliches zur Entwicklung von Lernsoftware
2 Ausgangslage in Österreich
3 Unterrichtsvorbereitung
3.1 Unterrichtsvorbereitung mit neuen Medien
4 Personelle und infrastrukturelle Voraussetzungen
4.1 Medienpädagogische Kompetenz der Lehrer/innen
4.2 Ausgangssituation der Schüler/innen
4.3 Infrastrukturelle Erfordernisse
4.3.1 Ausstattungskonzepte
4.3.2 Lernortebezogene Ausstattungen
4.3.3 Vernetzung
4.3.4 Administration
4.3.5 Infrastrukturvergleich Schule - Unternehmen
5 Projektplanung und Evaluation von Computerunterricht
5.1 Projektplanung
5.2 Evaluation
5.2.1 Evaluationsplanung
5.2.2 Formative Evaluation
5.2.3 Summative Evaluation
5.3 Beurteilung von Unterrichtssoftware durch Lehrkräfte
5.3.1 Programmtechnische Bewertung
5.3.2 Fachdidaktische Bewertung
5.3.3 Mediendidaktische Bewertung
6 Kritik am Computerunterricht
6.1 Soziale Isolation
6.2 Abhängigkeit von der Infrastruktur
6.3 Ergonomische Grenzen
6.4 Informationsüberfluss und Informationsqualität
6.5 Widerstände der Lehrer/innen
7 Hypothesenmodell und Forschungsfragen
7.1 Forschungsfrage 1
7.2 Forschungsfrage 2
7.3 Forschungsfrage 3
7.4 Forschungsfrage 4
7.5 Forschungsfrage 5
8 Empirische Erhebung
8.1 Erhebungszeitraum
8.2 Adressatenkreis
8.3 Erhebungsform
8.4 Hinweis zur Auswertung der Daten
9 Interpretation der Ergebnisse zu den Forschungsfragen
9.1 Auswertung und Ergebnisse
9.1.1 Forschungsfrage 1
9.1.1.1 Hypothese 1.1
9.1.1.2 Hypothese 1.2
9.1.1.3 Hypothese 1.3
9.1.1.4 Hypothese 1.4
9.1.2 Forschungsfrage 2
9.1.2.1 Hypothese 2.1
9.1.2.2 Hypothese 2.2
9.1.2.3 Hypothese 2.3
9.1.3 Forschungsfrage 3
9.1.3.1 Hypothese 3.1
9.1.3.2 Hypothese 3.2
9.1.3.3 Hypothese 3.3
9.1.4 Forschungsfrage 4
9.1.4.1 Hypothese 4.1
9.1.4.2 Hypothese 4.2
9.1.4.3 Hypothese 4.3
9.1.5 Forschungsfrage 5
9.1.5.1 Hypothese 5.1
9.1.5.2 Hypothese 5.2
9.1.5.3 Hypothese 5.3
Die Arbeit untersucht den aktuellen Einsatz von Computern im fachtheoretischen Unterricht an oberösterreichischen gewerblichen Berufsschulen. Ziel ist es, zu analysieren, ob der Computer lediglich traditionelle Medien ergänzt oder ersetzt, oder ob er neue, didaktisch innovative Lernformen ermöglicht, wobei methodische Rahmenbedingungen und die Qualifikation der Lehrkräfte im Fokus stehen.
1.3.2 Adaptive und intelligente tutorielle Systeme
Unter Adaptierbarkeit versteht man, inwieweit ein System auf der Grundlage einer vorgenommenen externen Diagnose durch externe Eingriffe so verändert werden kann, dass es dem Unterstützungsbedarf der Lernenden möglichst gut entspricht. Man spricht bei solch einer Form von Anpassung auch von Makro-Adaptation. Demgegenüber beschreibt der Begriff der Adaptivität, inwieweit das System selbst in der Lage ist, den Unterstützungsbedarf der Lernenden zu diagnostizieren und das Ergebnis der Diagnose in geeignete angepasste Lehrtätigkeiten umzusetzen (vgl. BLUMSTENGEL).
Beispiele für potentielle adaptive Größen in Lernsystemen sind:
Instruktionsumfang und Lerndauer (die Informationspräsentation und das Training erfolgt bis zur Zielerreichung)
Instruktionssequenz (Lernweg)
Aufgaben-Präsentationszeit und Antwortzeitbegrenzung
Schwierigkeitsgrad der Aufgaben
Hilfe beim entdeckenden Lernen (Hinweis auf Informationen, die im gegebenen Kontext wichtig sind und vom Lernenden noch nicht wahrgenommen wurden)
Hilfestellung zum Umgang mit dem System (kontextsensitive Hilfen)
flexible Form der Definitionen (diese bauen nur auf bereits vorher gelernten Begriffen auf)
Angebot an Links in einem Hypermedia-System (in Abhängigkeit vom augenblicklich festgestellten Interessenprofil des Lernenden)
Intelligente Tutorielle Systeme (ITS) sind hochgradige adaptive Systeme, die Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) verwenden. Damit wird eine Ergänzung und Flexibilisierung des traditionellen tutoriellen Ansatzes angestrebt. Das Programm soll in der Lage sein, unterschiedliche Anforderungen der Lernenden an den Grad der Schwierigkeit und Unterstützung zu erfüllen. Weiters ändern sich auch die Bedürfnisse eines einzelnen Lernenden im Laufe der Zeit oder mit den jeweiligen Themengebieten. Eine selbständige Anpassung des Lernsystems an den Lernenden ist im Idealfall mit dem Einsatz individualisierter Strategien durch einen Lehrer vergleichbar.
Computer und Unterrichtsmethoden: Dieses Kapitel erläutert die terminologischen Grundlagen computergestützten Lernens und ordnet Lernsoftware lerntheoretischen Paradigmen (Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus) zu.
Ausgangslage in Österreich: Das Kapitel skizziert den technischen Ausstattungsgrad österreichischer Schulen und thematisiert kritische Perspektiven zur tatsächlichen Nutzung der IT-Infrastruktur.
Unterrichtsvorbereitung: Es werden Anforderungen an die Planung von Unterricht mit neuen Medien sowie Analyse- und Beurteilungsfragen für Lehrkräfte behandelt.
Personelle und infrastrukturelle Voraussetzungen: Hier werden die medienpädagogischen Kompetenzen der Lehrkräfte sowie Anforderungen an die schulische IT-Infrastruktur und Verwaltung diskutiert.
Projektplanung und Evaluation von Computerunterricht: Dieses Kapitel beschreibt Phasen der IT-Integration und legt dar, wie Software und Unterrichtsmethoden systematisch evaluiert werden können.
Kritik am Computerunterricht: Der Text setzt sich kritisch mit den Gefahren wie sozialer Isolation, Abhängigkeit von Technik und Informationsüberflutung auseinander.
Hypothesenmodell und Forschungsfragen: Vorstellung der wissenschaftlichen Fragestellung und der daraus abgeleiteten Hypothesen für die empirische Untersuchung.
Empirische Erhebung: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise, des Erhebungszeitraums und des adressierten Kreises an Berufsschulen.
Interpretation der Ergebnisse zu den Forschungsfragen: Detaillierte statistische Auswertung und Diskussion der gewonnenen Daten in Bezug auf die aufgestellten Hypothesen.
Computerunterricht, Berufsschule, Medienkompetenz, Lernsoftware, Frontalunterricht, Bildungsmonitoring, E-Learning, Evaluation, Konstruktivismus, Didaktik, IT-Infrastruktur, Lehrerausbildung, Unterrichtsvorbereitung, Lernpsychologie, Wissensvermittlung.
Die Diplomarbeit untersucht, wie Computer im fachtheoretischen Unterricht an gewerblichen Berufsschulen in Oberösterreich eingesetzt werden und welche didaktischen Herausforderungen damit verbunden sind.
Die zentralen Themen umfassen die lerntheoretischen Grundlagen von Lernsoftware, die personelle und infrastrukturelle Ausstattung der Schulen, die Planung von IT-gestützten Projekten sowie eine empirische Bestandsaufnahme der Praxis.
Das Hauptziel ist herauszufinden, ob Computer lediglich als Ergänzung existierender Lehrmethoden dienen oder zu einer pädagogisch sinnvollen Innovation führen und ob dabei didaktische Prinzipien ausreichend beachtet werden.
Der Autor nutzt eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse und einer empirischen quantitativen Befragung (Fragebögen) von Lehrkräften an oberösterreichischen Berufsschulen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung verschiedener Lernsysteme und Softwarekategorien sowie in eine empirische Studie, in der fünf Forschungsfragen mittels 16 Hypothesen überprüft werden.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Medienkompetenz, Computerunterricht, Berufsschule, didaktische Evaluation und IT-Infrastruktur.
Die Studie zeigt, dass ein erheblicher Teil der befragten Lehrkräfte die Fülle des Lehrstoffs und Zeitmangel als Hauptgründe für den Frontalunterricht angibt.
Viele Lehrkräfte empfinden die bestehende Aus- und Fortbildung im Bereich Mediendidaktik als unzureichend, weshalb sich ein Großteil ihre Computerkenntnisse autodidaktisch aneignet.
Die empirischen Ergebnisse verdeutlichen, dass eine systematische Evaluation nach der Neueinführung von Computertechnologie in den untersuchten Berufsschulen nur in einem sehr geringen Prozentsatz stattfindet.
Während bei der Nutzungshäufigkeit keine gravierenden Unterschiede festgestellt wurden, zeigt sich bei der IT-Zertifizierung (ECDL) und der Aneignung von didaktischem Wissen ein Nachholbedarf bei den befragten Lehrerinnen gegenüber ihren männlichen Kollegen.
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