Bachelorarbeit, 2012
70 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung (Hintergrund, Zielsetzung, Aufbau)
2 Ursachen & Entwicklung psychischer Erkrankungen in der Arbeitswelt
3 Boreout
3.1 Unterforderung
3.1.1 Qualitative Unterforderung
3.1.1.1 Monotonie
3.1.1.2 Psychische Sättigung
3.1.2 Unterforderungsbedingter Stress
3.1.3 Flow
3.2 Motivation im Beruf
3.2.1 Intrinsische Motivation
3.2.2 Arbeitsmotive
3.2.2.1 Inhaltstheorien der Motivation
3.2.2.2 Job Characteristic Model
3.3 Definition Boreout
3.3.1 Definition nach Rothlin & Werder
3.3.2 Gegenüberstellung Boreout & Unterforderung
4 Partizipative Führung
4.1 Definition
4.2 Menschenbild und Bedingungen der partizipativen Führung
4.3 Auswirkungen der partizipativen Führung
4.3.1 Arbeitszufriedenheit & Arbeitsmotivation
4.3.2 Commitment & Identifikation
4.3.3 Vertrauen
5 Kritische Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, ob das Phänomen "Boreout" ein neues Konzept darstellt oder als Form der qualitativen Unterforderung zu klassifizieren ist, und analysiert, inwieweit partizipative Führung als wirksame Maßnahme zur Prävention oder Behandlung von Boreout fungieren kann, um die Gesundheit und Leistung von Mitarbeitern langfristig zu sichern.
3.1.1.2 Psychische Sättigung
Eine weitere Form der qualitativen Unterforderung stellt die psychische Sättigung dar. Nach Hacker & Richter (1984) handelt es sich hierbei um „einen ärgerlich-unruhigen, unlustbetonten Spannungszustand“ (S. 74). Dieser Zustand tritt keinesfalls nur bei objektiv einförmigen Beschäftigungen auf, sondern auch bei Tätigkeiten, welche abwechslungsreich erscheinen (Hacker & Richter, 1984).
Bei der psychischen Sättigung ist nicht die Tätigkeit an sich die Ursache für die Unterforderung, sondern die Einstellung zu der Arbeit. Der Mitarbeiter möchte gerne arbeiten, aber ihm fehlt die Sinnhaftigkeit seiner Aufgaben (Hacker & Richter, 1998). Diese fehlende Sinnhaftigkeit kommt häufig aus einer Diskrepanz zwischen den Anforderungen der Arbeit und den Wertvorstellungen der Person zustande (Allenspach & Brechbühler, 2005). Der Beschäftigte entwickelt daher eine starke Abneigung gegen die Tätigkeit und muss diese überwinden, um mit der Arbeit fortfahren zu können. Daher kennzeichnet psychische Sättigung im Gegensatz zur Monotonie eine gesteigerte Anspannung (Kipfer, 2009). Neben geringerer Leistung ist Müdigkeit aber trotzdem als eine Folge psychischer Sättigung möglich (Bartenwerfer, 1970). Zudem kann die psychische Sättigung, anders als Monotonie, auch vor der Aufnahme einer Tätigkeit auftreten (Hacker & Richter, 1998). Der Verlauf der psychischen Sättigung ist in Abbildung 5 dargestellt. Er macht deutlich, dass wenn eine psychische Sättigung erst einmal bei einem Mitarbeiter eingetreten ist, eine Ungewissheit über die Rückbildungschancen im Falle einer Beendigung der Tätigkeit besteht (Hacker & Richter, 1984).
1 Einleitung (Hintergrund, Zielsetzung, Aufbau): Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Relevanz psychischer Erkrankungen am Arbeitsplatz und führt das Phänomen Boreout als mögliches Gegenstück zum Burnout ein.
2 Ursachen & Entwicklung psychischer Erkrankungen in der Arbeitswelt: Dieses Kapitel erörtert die Einflussfaktoren auf die psychische Gesundheit und den gesellschaftlichen Wertewandel, der zu höheren Anforderungen an die Arbeit führt.
3 Boreout: Das Kapitel analysiert das Konstrukt Boreout, verknüpft es mit Konzepten der Unterforderung, Motivation und dem Flow-Erleben und hinterfragt die Eigenständigkeit des Begriffs.
4 Partizipative Führung: Hier wird untersucht, wie partizipative Führung durch Einbindung der Mitarbeiter und Erhöhung der Autonomie als Maßnahme gegen Unterforderung und Boreout wirken kann.
5 Kritische Schlussbetrachtung: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Boreout weitgehend durch das Konzept der qualitativen Unterforderung erklärbar ist und partizipative Führung ein geeignetes Instrument zur Gegensteuerung darstellt.
Boreout, Partizipative Führung, Qualitative Unterforderung, Intrinsische Motivation, Arbeitszufriedenheit, Psychische Sättigung, Monotonie, Flow, Commitment, Organisationale Identifikation, Vertrauen, Wertewandel, Arbeitsgestaltung, Empowerment, Burnout.
Die Arbeit untersucht das moderne Phänomen des "Boreout" im beruflichen Kontext und analysiert, ob partizipative Führung ein geeignetes Mittel ist, um den negativen Auswirkungen von Unterforderung entgegenzuwirken.
Die zentralen Themen sind Unterforderung am Arbeitsplatz, Arbeitsmotivation (insbesondere intrinsische Motivation), das Modell der partizipativen Führung sowie psychologische Konzepte wie Commitment, Vertrauen und organisationale Identifikation.
Das Ziel ist es, den Begriff Boreout wissenschaftlich zu beleuchten, seine Eigenständigkeit gegenüber der bekannten "qualitativen Unterforderung" zu prüfen und eine theoretische Fundierung für den Einsatz partizipativer Führung als Gegenmaßnahme zu liefern.
Es handelt sich um eine theoretische Bachelorarbeit, die durch eine fundierte Literaturanalyse und die Integration psychologischer Modelle (wie dem Job Characteristic Model) Erkenntnisse über Zusammenhänge zwischen Arbeitsgestaltung und Mitarbeitergesundheit gewinnt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ursachen psychischer Erkrankungen, die detaillierte Untersuchung des Boreout-Phänomens und seiner Komponenten sowie die Vorstellung partizipativer Führung als präventiven und heilenden Führungsstil.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Boreout, Partizipative Führung, Qualitative Unterforderung, Intrinsische Motivation und Arbeitszufriedenheit.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Boreout kein grundlegend neuartiges Konzept darstellt, sondern vollständig mit dem bereits etablierten wissenschaftlichen Konzept der qualitativen Unterforderung erklärt werden kann.
Vertrauen fungiert sowohl als Bedingung als auch als Auswirkung partizipativer Führung. Es reduziert Komplexität, fördert den Informationsfluss und ermöglicht es Vorgesetzten, Probleme wie Boreout proaktiv und gemeinsam mit dem Mitarbeiter anzugehen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

