Masterarbeit, 2013
128 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung
1.3. Vorgehensweise
2. Überblick über das Privatkundengeschäft in deutschen Kreditinstituten
2.1. Definition des Privatkundengeschäfts in Kreditinstituten
2.2. Marktentwicklung des Privatkundengeschäfts
2.3. Aktuelle Herausforderungen für das Privatkundengeschäft
2.4. Einsatz von innovativen Konzepten im Privatkundengeschäft
3. Überblick über den mobilen Endgeräte- und Applikationsmarkt in Deutschland
3.1. Überblick über mobile Endgeräte
3.1.1. Begriffsabgrenzung
3.1.2. Marktentwicklung und Nutzung von mobilen Endgeräten
3.2. Überblick über mobile Applikationen
3.2.1. Begriffsabgrenzung
3.2.2. Marktentwicklung und Nutzung von mobilen Applikationen
3.2.3. Vorteile von mobilen Applikationen
3.2.4. Nachteile von mobilen Applikationen
4. Location-based Social Media Marketing
4.1. Begriffsabgrenzung
4.1.1. Location-based Services
4.1.2. Social Media
4.1.3. Location-based Social Media
4.2. Location-based Social Media als ein Direktkommunikationsinstrument
4.3. Location-based Social Media als ein Kundenbindungsinstrument
4.4. Location-based Social Media Anwendungen
4.4.1. Foursquare
4.4.2. Facebook Orte
4.4.3. SCVNGR
4.4.4. Streetspotr
4.4.5. Shopkick
4.5. Chancen von Location-based Social Media
4.6. Grenzen von Location-based Social Media
5. Praxisbeispiele von LbSM Marketing in verschiedenen Branchen
5.1. Gastronomie
5.2. Einzelhandel und Marken
5.3. Reisen
5.4. Personen des öffentlichen Lebens
5.5. Finanzdienstleistungen
6. Zwischenfazit
7. Empirische Untersuchung
7.1. Fragestellungen und Zielsetzung der empirischen Untersuchung
7.2. Angewandte Methodik
7.3. Durchführung der empirischen Untersuchung
7.4. Ergebnisse der empirischen Untersuchung
7.5. Interpretation der Ergebnisse
8. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Location-based Social Media Marketing zur Steigerung der Attraktivität des Privatkundengeschäfts in deutschen Kreditinstituten. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob der Einsatz dieser standortbezogenen, sozialen Technologien Bankfilialen zu höheren Besucherzahlen verhelfen, neue Kunden akquirieren und die Kundenbindung nachhaltig stärken kann.
1.1. Problemstellung
Das Privatkundengeschäft in deutschen Kreditinstituten ist hart umkämpft. Neukunden werden mit attraktiven Zinsen für Tagesgelder, Girokonten und Baufinanzierungen sowie mit Wechselboni gelockt. Privatkunden wechseln häufig ihre Bankverbindungen bzw. haben mehrere Bankverbindungen gleichzeitig. Der Konkurrenzdruck wurde durch die Etablierung von Direktbanken noch mehr erhöht. Um mit den Direktbanken konkurrieren zu können, setzen klassische Filialbanken mit einem großen Filialnetz auf schlankere Geschäftsprozesse und reagieren unter anderem mit Filialschließungen. Die Anzahl von Bankfilialen in Deutschland ist rückläufig, wie die Zahlen des Bankenverbands zeigen. So ist die Anzahl von Bankfilialen zwischen 2001 und 2010 um knapp 30 Prozent gesunken.
Gleichzeitig stehen Banken vor der Herausforderung, sich mit den neuen Technologien im Bereich der mobilen Endgeräte auseinanderzusetzen. Vor allem der Markt mit mobilen Applikationen (kurz: Apps) wächst und birgt ein hohes Potenzial für die Kundenakquise und Kundenbindung in Kreditinstituten. Hier ist insbesondere Location-based Social Media (kurz: LbSM) hervorzuheben, die mobile Applikationen darstellen, die den Standort der Nutzer orten und ihnen Plätze anzeigen, an denen sie sich gerade aufhalten bzw. die sich in ihrer unmittelbaren Nähe befinden. Diese Apps verfügen über eine soziale Komponente, die den Nutzern unter anderem ermöglicht, Freunden mitzuteilen, an welchem Ort sie sich gerade befinden.
Derzeit machen nur wenige Unternehmen in Deutschland Gebrauch von LbSM. Im US-amerikanischen Raum ist allerdings ein steigender Trend im Einsatz von LbSM zu beobachten. Dabei sind hauptsächlich Unternehmen aktiv, die der Gastronomie-, Hotel- oder Flugbranche angehören. Vor dem Hintergrund, dass das Privatkundengeschäft in deutschen Kreditinstituten einem ständigen Konkurrenzdruck ausgesetzt ist und viele Bankkunden bemängeln, dass sich Banken nicht für ihre Bedürfnisse interessieren und ihnen kein besonderes Kundenerlebnis bieten, könnte der Einsatz von LbSM eine potenzielle Chance für Banken bieten, neue Kunden zu gewinnen und bestehende Kunden zu binden.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den hohen Wettbewerbsdruck im deutschen Bankensektor und führt in das Potenzial von Location-based Social Media (LbSM) als modernes Marketinginstrument ein.
2. Überblick über das Privatkundengeschäft in deutschen Kreditinstituten: Dieses Kapitel definiert das Privatkundengeschäft, analysiert dessen Marktentwicklung sowie aktuelle Herausforderungen wie den Konkurrenzdruck durch Direktbanken und den technologischen Wandel.
3. Überblick über den mobilen Endgeräte- und Applikationsmarkt in Deutschland: Es wird die Marktdynamik von Smartphones und Tablets sowie die zunehmende Bedeutung mobiler Applikationen für den Alltag der Nutzer detailliert analysiert.
4. Location-based Social Media Marketing: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Fundierung zu LbSM, erläutert die Funktionsweise gängiger Anwendungen und diskutiert deren Chancen und Grenzen.
5. Praxisbeispiele von LbSM Marketing in verschiedenen Branchen: Anhand konkreter Beispiele aus Gastronomie, Einzelhandel, Reisen, Personen des öffentlichen Lebens und dem Finanzsektor werden erfolgreiche Einsatzszenarien für LbSM Marketing demonstriert.
6. Zwischenfazit: Das Kapitel fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und leitet zur empirischen Fragestellung über.
7. Empirische Untersuchung: Die Methodik und Ergebnisse der durchgeführten Online-Umfrage zu Kundenpräferenzen und der Bereitschaft zur Nutzung von LbSM-Diensten bei Banken werden hier detailliert präsentiert.
8. Fazit und Ausblick: Abschließend werden die Ergebnisse interpretiert und Handlungsempfehlungen für Banken zur Implementierung von LbSM-Strategien abgeleitet.
Location-based Social Media, LbSM, Privatkundengeschäft, Banken, Mobile Marketing, Kundenbindung, Foursquare, Mobile Applikationen, Digitale Transformation, Kundenakquise, Standortbezogene Dienste, Marketinginstrument, Online-Umfrage, Finanzdienstleistungen, Kundenzufriedenheit
Die Arbeit untersucht, ob und wie Kreditinstitute Location-based Social Media (LbSM) nutzen können, um die Attraktivität ihres Privatkundengeschäfts zu steigern.
Zentrale Themen sind die Marktsituation deutscher Banken, die Entwicklung mobiler Endgeräte und Apps, das Marketingpotenzial von standortbasierten sozialen Netzwerken sowie deren konkrete Anwendungsmöglichkeiten im Bankwesen.
Das Ziel ist herauszufinden, ob LbSM dazu beitragen kann, die Besucherzahlen in Bankfilialen zu erhöhen, Neukunden zu gewinnen und bestehende Kunden stärker an die Bank zu binden.
Die Arbeit gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Literaturrecherche und einen empirischen Teil, in dem durch eine quantitative Online-Umfrage unter Endverbrauchern Daten über die Akzeptanz und Nutzung von LbSM-Marketing erhoben werden.
Der Hauptteil analysiert die Marktentwicklung des Privatkundengeschäfts, definiert mobile Technologien, beleuchtet das Marketinginstrument LbSM detailliert, stellt Praxisbeispiele aus diversen Branchen vor und präsentiert die Ergebnisse der empirischen Studie.
Wichtige Begriffe sind Location-based Social Media (LbSM), Kundenbindung, Mobile Banking, Banken, Marketinginstrumente, Kundenzufriedenheit und digitale Transformation.
Die Arbeit zeigt, dass während im US-amerikanischen und asiatischen Raum bereits Banken wie BBVA oder OCBC Bank erfolgreich LbSM einsetzen, deutsche Kreditinstitute in diesem Bereich noch Zurückhaltung zeigen.
Die größte Barriere für die Nutzung von LbSM durch deutsche Bankkunden sind Datenschutzbedenken und ein bisher mangelndes Angebot an attraktiven, auf die Bankbedürfnisse zugeschnittenen LbSM-Anwendungen.
Die empirische Untersuchung ergibt, dass das Interesse der breiten Masse aktuell gering ist, jedoch bei einer technikaffinen Zielgruppe Potenzial besteht, sofern die Anwendungen für den Nutzer einen konkreten Mehrwert wie Belohnungen oder bessere Konditionen bieten.
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