Masterarbeit, 2013
70 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Strategien als Bausteine der Lernerautonomie
2.1. Veränderung des Lernbegriffs – Lernen vom Lernenden aus
2.2. Autonomes Lernen
3. Theoretische Grundlagen des Strategiekonstrukts
3.1. Strategiebegriff
3.2. Begriff der Kommunikationsstrategien
3.3. Deklaratives und prozedurales Wissen
3.4. Strategietaxonomie
3.4.1. Klassifikation der Lernstrategien nach Bimmel und Rampillon
3.4.2. Kategorisierung der Kommunikationsstrategien nach Kasper
4. Sprachmittlung zur Förderung der Strategiekompetenz
4.1. Begriff der Sprachmittlung
4.2. Didaktisches Potential der Sprachmittlungsaufgaben im Fremdsprachenunterricht
4.3. Sprachmittlung im kommunikativen Fremdsprachenunterricht
4.4. Strategien für mündliche Sprachmittlungsaufgaben
4.4.1. Fertigkeitsbezogene Strategien
4.4.2. Kommunikationsstrategien
5. Vermittlung von Strategien
5.1. Wie können Strategien vermittelt werden?
5.2. Lernstile
5.3. Methodisches Vorgehen bei der Vermittlung von Strategien
5.4. Aufbau von strategischer Kompetenz mittels Sprachmittlungsaufgaben
6. Praktischer Teil
6.1. Lehrwerk “Línea verde 3 - Paso a nivel”
6.2. Lehrwerk „Sicher in die Oberstufe“
7. Fazit
8. Anhang
9. Literaturverzeichnis
9.1. Analysierte Lehrwerke
9.2. Zitierte Literatur
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit moderne Spanisch-Lehrwerke die kommunikative Strategiekompetenz durch mündliche Sprachmittlungsaufgaben fördern und wie Lehrende dieses Potential im Unterricht gezielt nutzen können, um die Lernerautonomie der Schüler zu stärken.
3.1. Strategiebegriff
Strategien werden in unterschiedlichen Disziplinen wie in der Psychologie, der Linguistik, der Spracherwerbsforschung und der Fremdsprachendidaktik intensiv untersucht. In der Strategieforschung existiert für den Begriff Strategie keine allgemein anerkannte Definition. Die Anzahl der Definitionen ist so groß, dass es sich als schwer herausstellt, einen zentralen Begriff für Strategie zu finden. Ebenfalls existieren vielfältige Termini für dieses Phänomen wie Lernstrategien, Lerntechniken, Lernhandlungen, Lerngewohnheiten, Lernmethoden, Lernverfahren oder Lernfertigkeiten. Diese Vielfalt der synonym gebrauchten Begriffe erschwert seine Definition und die Kategorisierung.
Strategien werden allgemein als „zielgerichtete, problemorientierte und potentiell bewusste […] Handlungspläne“ betrachtet, die man lernen und lehren kann. Faerch und Kasper (1980) definieren Strategien als eine Subklasse von Handlungsplänen: “[…] a strategy is a potentially conscious plan for solving what to the individual presents itself as a problem in reaching a particular goal.” Knapp-Potthof und Knapp (1982) bezeichnen Strategien als „kognitive Operationen, die vom Lerner zielgerichtet und intentional angewendet werden.“
In der Fachliteratur werden häufig die Begriffe Strategie und Lernstrategie für denselben Terminus verwendet. So verstehen Friedrich und Mandl (1992) unter Lernstrategie „eine Sequenz von Handlungen, mit der ein bestimmtes Ziel erreicht werden soll.“ Unter dem Begriff Lernstrategie versteht Rampillon „Verfahren, die von den Lernenden absichtlich und planvoll angewandt werden, um fremdsprachliches Lernen vorzubereiten, zu steuern und zu kontrollieren.“
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Lernstrategien in der Fremdsprachendidaktik, ihre Verknüpfung mit autonomem Lernen und die spezifische Relevanz der Kommunikationsstrategien im Spanischunterricht.
2. Strategien als Bausteine der Lernerautonomie: Dieses Kapitel erläutert den Perspektivenwechsel von behavioristischen hin zu kognitiven und konstruktivistischen Lerntheorien sowie die zentrale Rolle von Strategien für die Entwicklung eines autonomen Lernprozesses.
3. Theoretische Grundlagen des Strategiekonstrukts: Hier werden zentrale Begriffe wie Lernstrategie und Kommunikationsstrategie definiert und voneinander abgegrenzt, ergänzt durch Ausführungen zu deklarativem und prozeduralem Wissen sowie bestehenden Strategietaxonomien.
4. Sprachmittlung zur Förderung der Strategiekompetenz: Dieses Kapitel untersucht die Sprachmittlung als komplexe kommunikative Aktivität und zeigt auf, wie sie durch die Einbettung in schülernahe Kontexte gezielt zur Förderung der strategischen Kompetenz beitragen kann.
5. Vermittlung von Strategien: Das Kapitel widmet sich methodischen Vorgehensweisen für ein effektives Strategientraining, unter Berücksichtigung individueller Lernstile und eines vierstufigen Vermittlungsmodells (Bewusstmachung, Orientierung, Erprobung, Reflexion).
6. Praktischer Teil: Die Analyse der Lehrwerke „Línea verde 3 - Paso a nivel“ und „Sicher in die Oberstufe“ überprüft, wie dort Strategien präsentiert und anhand von mündlichen Sprachmittlungsaufgaben trainiert werden.
7. Fazit: Die Zusammenfassung resümiert, dass Strategien methodisch und planmäßig vermittelt werden müssen und dass Lehrwerke zwar gute Ansätze bieten, die aktive Einübung und Reflexion jedoch maßgeblich durch die Lehrkraft gesteuert werden muss.
8. Anhang: Der Anhang bietet einen tabellarischen Überblick über die Strategien der Lernbuchreihe „Línea verde“.
9. Literaturverzeichnis: Das Verzeichnis listet alle für die Arbeit analysierten Lehrwerke sowie die zitierte wissenschaftliche Fachliteratur auf.
Strategiekompetenz, Lernerautonomie, Sprachmittlung, Kommunikationsstrategien, Fremdsprachenunterricht, Spanischunterricht, Lernstrategien, Strategievermittlung, Kognitive Lerntheorien, Metakognition, Sprachproduktion, Lehrwerkanalyse, Handlungsorientierung, Methodenkompetenz, Interkomprehension.
Die Arbeit befasst sich mit der Förderung der Strategiekompetenz im Fremdsprachenunterricht, wobei ein besonderer Fokus auf dem Einsatz mündlicher Sprachmittlungsaufgaben liegt.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Lern- und Kommunikationsstrategien, der Begriff der Lernerautonomie, die Didaktik der Sprachmittlung und die praktische Analyse von Spanisch-Lehrwerken hinsichtlich ihrer Strategievermittlung.
Ziel ist es zu untersuchen, wie Strategiekompetenz systematisch aufgebaut werden kann und inwieweit aktuelle Spanisch-Lehrwerke das Training von Kommunikationsstrategien durch Sprachmittlung unterstützen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse zur Strategieforschung und ein methodisches Modell zur Strategievermittlung (nach Bimmel/Rössler), das als Grundlage für die qualitative Analyse von zwei spezifischen Lehrwerken dient.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Strategiekonstrukte, Sprachmittlung als Format, Vermittlungsmethoden) und einen praktischen Teil, in dem konkrete Aufgaben aus Spanisch-Lehrwerken nach Qualitätskriterien analysiert werden.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Strategiekompetenz, Kommunikationsstrategien, Sprachmittlung, Lernerautonomie und Methodenkompetenz.
Die Lehrkraft nimmt eine entscheidende Rolle als Moderatorin ein, da die bloße Präsentation von Strategien in Lehrbüchern nicht ausreicht; die aktive Einübung, Reflexion und Evaluation müssen durch die Lehrkraft gezielt organisiert werden.
Aufgrund ihrer Komplexität und Interaktivität fordern sie Schüler dazu auf, spontan Lösungen für sprachliche Probleme zu finden, was den bewussten Einsatz von Kommunikationsstrategien zur Aufrechterhaltung der Interaktion erzwingt.
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