Bachelorarbeit, 2012
75 Seiten, Note: 1,0
1 Problemstellung und Gang der Untersuchung
2 Begriffsabgrenzung: Planung, Budget und Budgetierung
2.1 Planung
2.2 Budget
2.3 Budgetierung
3 Traditionelle Budgetierung
3.1 Konzept der traditionellen Budgetierung
3.1.1 Budgetierungsverfahren
3.1.2 Ablauf der Budgetierung
3.2 Funktionen der traditionellen Budgetierung
3.2.1 Prognosefunktion
3.2.2 Koordinationsfunktion
3.2.3 Motivationsfunktion
3.2.4 Kontrollfunktion
3.2.5 Kommunikationsfunktion
3.3 Voraussetzungen, Einflussfaktoren und Grenzen der traditionellen Budgetierung
3.3.1 Prognosefunktion
3.3.2 Koordinationsfunktion
3.3.3 Motivationsfunktion
3.3.4 Kontrollfunktion
3.3.5 Kommunikationsfunktion
3.4 Kritik der traditionellen Budgetierung
3.5 Würdigung der traditionellen Budgetierung
4 Better Budgeting
4.1 Konzepte des Better Budgeting
4.1.1 Vergrößerung und Fokussierung der Budgetinhalte
4.1.2 Analytische Neuplanung
4.1.3 Einführung nicht-finanzieller Plangrößen
4.1.4 Relative und und selbst adjustierende Ziele
4.1.5 Nutzung von Rolling Forecasts
4.1.6 Weitere Verbesserungsvorschläge
4.2 Würdigung des Better Budgeting
5 Beyond Budgeting
5.1 Konzept des Beyond Budgeting
5.2 Eignung zur Funktionserfüllung der traditionellen Budgetierung
5.2.1 Prognosefunktion
5.2.2 Koordinationsfunktion
5.2.3 Motivationsfunktion
5.2.4 Kontrollfunktion
5.2.5 Kommunikationsfunktion
5.3 Würdigung des Beyond Budgeting
6 Vergleich der traditionellen Budgetierung, des Better Budgeting und des Beyond Budgeting
7 Fazit
Diese Bachelorarbeit analysiert kritisch die traditionelle Budgetierung sowie die neueren Managementansätze Better Budgeting und Beyond Budgeting, um deren Eignung und Grenzen in einem zunehmend dynamischen und komplexen Unternehmensumfeld zu bewerten.
3.4 Kritik der traditionellen Budgetierung
„[T]he budgeting process at most companies has to be the most ineffective practice in management.“ Solche Aussagen sind von vielen Autoren, die sich mit dem Thema Budgetierung beschäftigen und insbesondere von Verfechtern des noch vorzustellenden Beyond Budgeting zu finden. Die Diskussion um die Schwächen der Budgetierung ist nicht neu, aber wieder mit der Entwicklung eines möglichen Ersatzes, eben jenem Beyond Budgeting um die Jahrtausendwende herum belebt. In diesem Kapitel wird nun die Kritik umfassend beleuchtet. Die gerade herausgearbeiteten Voraussetzungen, Einflussfaktoren und Grenzen der einzelnen Funktionen bieten hier eine Grundlage, um wesentliche Aspekte der Diskussion um die klassische Budgetierung genauer einordnen zu können und um konstruktive Schwächen des traditionellen Ansatzes zu identifizieren.
Es zeigt sich, dass Defizite vor allem auf zwei Ursachen zurückzuführen sind. Die erste besteht durch die Anforderungen einer hohen Komplexität und Dynamik des Unternehmens und seiner Umwelt. Selbst wenn die Anforderungen von jeweils einem der beiden Phänomene durchaus erfüllt werden, werden die Grenzen der Budgetierung bei dem Vorhaben überschritten, den Anforderungen beider Phänomene gleichermaßen gerecht zu werden, da dem zugrunde liegenden Dilemma der Komplexität und Dynamik zufolge, sich von beiden Phänomenen Anforderungen ergeben, die sich gegenseitig widersprechen.
1 Problemstellung und Gang der Untersuchung: Einführung in die Relevanz der Budgetierung und Darlegung der Zielsetzung sowie des methodischen Vorgehens der Arbeit.
2 Begriffsabgrenzung: Planung, Budget und Budgetierung: Definition und Abgrenzung der zentralen Begriffe Planung, Budget und Budgetierung für die weiteren Analysen der Arbeit.
3 Traditionelle Budgetierung: Umfassende Untersuchung der klassischen Budgetierung, ihrer Funktionen, Voraussetzungen sowie der spezifischen Kritikpunkte an diesem System.
4 Better Budgeting: Analyse des Better Budgeting als Sammlung von Verbesserungsvorschlägen, die darauf zielen, Schwächen der traditionellen Budgetierung inkrementell zu beheben.
5 Beyond Budgeting: Vorstellung des Beyond Budgeting als grundlegend neues Führungsmodell, das auf dezentralen Strukturen basiert und ohne traditionelle Budgets auskommen will.
6 Vergleich der traditionellen Budgetierung, des Better Budgeting und des Beyond Budgeting: Gegenüberstellung und Bewertung der drei Konzepte in Abhängigkeit von den unternehmensspezifischen Rahmenbedingungen wie Dynamik und Komplexität.
7 Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der untersuchten Konzepte und Ausblick auf die Notwendigkeit einer situationsabhängigen Wahl des Budgetierungssystems.
Budgetierung, Better Budgeting, Beyond Budgeting, Unternehmensplanung, Kostenkontrolle, Prognosefunktion, Koordinationsfunktion, Motivationsfunktion, Komplexität, Dynamik, Rolling Forecasts, Balanced Scorecard, Relative Ziele, Zero-Base-Budgeting, Ressourcenallokation
Die Arbeit befasst sich mit einer kritischen Analyse der Budgetierung in Unternehmen, wobei die klassische Methode sowie alternative Konzepte wie Better Budgeting und Beyond Budgeting untersucht werden.
Die Schwerpunkte liegen auf der Funktionsweise der traditionellen Budgetierung, deren Defiziten in komplexen Umfeldern sowie der Wirksamkeit von Reformansätzen und alternativen Managementmodellen.
Das Ziel ist es, die Vor- und Nachteile sowie die Eignung der drei genannten Budgetierungssysteme vor dem Hintergrund unterschiedlicher unternehmerischer Rahmenbedingungen zu evaluieren.
Es handelt sich um eine analytische Untersuchung, die auf Basis der einschlägigen Fachliteratur die Konzepte vergleicht und ihre Anwendbarkeit in der Praxis kritisch hinterfragt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der traditionellen Budgetierung, die Vorstellung der Better Budgeting-Instrumente, die theoretische Grundlage des Beyond Budgeting sowie einen direkten Vergleich aller Ansätze.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Budgetierung, Management, Komplexität, Dynamik, Planungseffizienz und alternative Steuerungsmodelle beschreiben.
Die Kritik entzündet sich primär an der Starrheit und dem hohen Ressourcenaufwand, da sie unter Bedingungen hoher Dynamik und Komplexität oft nicht mehr zeitgemäß oder effektiv agiert.
Während Better Budgeting versucht, die traditionelle Budgetierung durch inkrementelle Verbesserungen (z.B. rolling forecasts) zu optimieren, verfolgt Beyond Budgeting einen radikalen Ansatz, der auf die Abschaffung fester Budgets und eine Dezentralisierung setzt.
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