Bachelorarbeit, 2013
99 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
2 Was ist Paro?
2.1 Äußeres Erscheinungsbild
2.2 Paros Innenleben
3 Forschung, Entwicklung und Vertrieb der Roboterrobbe Paro
3.1 Paros Einordnung in die Robotik
3.2 Paros Entwicklung von der Forschung bis zum Verkauf
3.3 Studie: Meinungsumfrage zu Paro in verschiedenen Ländern
3.4 Studie: Befragung von Privatkäufern und Nutzern von Paro
3.5 Motivation für die Forschung an der sozialen Robotik
4 Anwendungsbereiche
4.1 Kurze Erläuterung zur methodischen Vorgehensweise
4.2 Ältere Menschen
4.2.1 Ambulante und stationäre Einrichtungen für Senioren
4.2.2 Einschlägige Demenzstudien
4.2.3 Indirekte Auswirkungen auf das Pflegepersonal
4.2.4 Förderung der Nachhaltigkeit von Kunsttherapie bei Dementen
4.3 Kinder
5 Resümeé
Diese Bachelorarbeit untersucht die Roboterrobbe „Paro“ als ein Artefakt der sozio-emotionalen Robotik. Ziel der Arbeit ist es, die in der Fachliteratur diskutierten Anwendungsfelder von Paro zu identifizieren und die wissenschaftlichen Belege für dessen Wirkung bei verschiedenen Zielgruppen – insbesondere in der Altenpflege und bei der Therapie von Kindern – zusammenzufassen und kritisch zu hinterfragen.
Paros Innenleben
Zwei 32-bit-Prozessoren lenken mit einer Steuerungssoftware das Verhalten von Paro und erzeugen insgesamt drei verschiedene Verhaltensmuster: proaktiv, reaktiv und physiologisch (vgl. Taggart2005). Das Verhalten von Paro wird durch sogenannte interne Zustände beschrieben. Diesen Zuständen können Emotionen zugeordnet werden, die mit numerischen Levels kodiert sind. Diese Emotionen sind z.B.: Freude, Ärger, Wut, Überraschung, Traurigkeit, Verlegenheit und Stolz (vgl. Weingartz2011).
Paro zeigt von sich aus ein proaktives Verhalten, welches zunächst im „behaviour-planning layer“ („Verhaltensplanungsebene“) geplant wird. Steht die nächste Handlung von Paro fest, so wird die Umsetzung der Handlung durch den „behaviour-generation layer“ („Verhaltenserzeugungsebene“) vorgenommen, der die Aktuatoren und Sensoren ansteuert und dadurch koordinierte Bewegungen, Posen und Signale erzeugt. Zusätzlich ist ein physiologisches Verhalten einer Robbe implementiert, welches z.B. durch einen Tages-Nacht Rhythmus, gekennzeichnet ist. Dieser wird zirka viermal in der Stunde durchlaufen und sorgt dafür, dass Paro beispielsweise „müde“ wird.
Sind äußere Stimulationen vorhanden, ändern sich die numerischen Levels, also die Zustände von Paro, und er handelt reaktiv. Das äußert sich durch schnelle Reaktionen auf plötzliche äußere Stimuli. Es gibt prinzipiell unendlich viele „kombinierte Reaktionsmöglichkeiten“ (vgl. Shibata2001). Auch ohne Stimulation ändern sich die Zustände nach einiger Zeit, weswegen die Vielzahl an Zuständen als „Zustands-Transitionsnetzwerk“ bezeichnet wird. Das Besondere an Paro ist seine Lernfunktion, die Stimulationen aus der Umwelt in einem internen Speicher sichert. Mit Hilfe einer Spracherkennungssoftware kann er nicht nur einfache Wörter wie z.B. Begrüßungsworte oder seinen Namen erkennen, sondern auch bis zu 50 verschiedene Stimmen differenzieren und dazu die jeweiligen Verhaltensweisen der Personen zuordnen und abspeichern.
Einführung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Menschheitstraum von künstlichen Lebewesen und führt in die wissenschaftliche Fragestellung der Arbeit ein, die den Einsatz der Roboterrobbe Paro untersucht.
Was ist Paro?: Dieses Kapitel beschreibt detailliert den physischen Aufbau, die Sensorik und die interne Software-Struktur, die das Verhalten der Robbe steuert.
Forschung, Entwicklung und Vertrieb der Roboterrobbe Paro: Es wird die historische Genese von Paro, seine Einordnung in die Robotik-Klassifizierungen und die Markteinführung in verschiedenen Regionen beleuchtet.
Anwendungsbereiche: Dieser Hauptteil analysiert wissenschaftliche Studien zur Anwendung von Paro bei älteren Menschen, Demenzpatienten und Kindern sowie die Auswirkungen auf das Pflegepersonal.
Resümeé: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und übt kritische Kritik an der bisherigen Studienlage und der Forschungsmethodik im Bereich der sozio-emotionalen Robotik.
Paro, Soziale Robotik, Altenpflege, Demenz, Mensch-Roboter-Interaktion, Tiergestützte Therapie, Pflegewissenschaft, Robotertherapie, Soziale Interaktion, Gerontopsychiatrie, Studienanalyse, Sensorik, Pflegeschlüssel, Emotionales Verhalten, Therapieeffekte.
Die Arbeit analysiert die Roboterrobbe Paro als Instrument der sozialen Robotik und untersucht deren Anwendungsfelder sowie die wissenschaftlich belegte Wirkung auf pflegebedürftige Menschen.
Die zentralen Themen umfassen die technische Spezifikation des Roboters, die Analyse bestehender wissenschaftlicher Studien, ethische Aspekte der Mensch-Roboter-Interaktion und die Auswirkungen auf Pflegeprozesse.
Das Ziel ist es, zu identifizieren, wo und wie Paro eingesetzt wird und kritisch zu bewerten, welche Wirkungen durch wissenschaftliche Studien tatsächlich nachgewiesen wurden.
Die Autorin stützt sich auf eine tiefgehende Literaturrecherche und die Zusammenfassung sowie kritische Einordnung existierender Studien und wissenschaftlicher Proceedings.
Im Hauptteil werden Ergebnisse aus verschiedenen Studien bei Senioren, demenziell erkrankten Menschen und Kindern präsentiert und diskutiert.
Schlüsselbegriffe sind soziale Robotik, Paro, Demenztherapie, Mensch-Roboter-Interaktion (MRI) und Pflegewissenschaft.
Studien deuten darauf hin, dass Paro als „Eisbrecher“ fungieren kann, Kommunikation stimuliert und stressreduzierend wirken kann, wobei die Ergebnisse stark von der individuellen Akzeptanz abhängen.
Die indirekten Auswirkungen sind umstritten; während Entlastungshypothesen existieren, betonen kritische Stimmen, dass Paro eher eine professionelle Begleitung erfordert, statt das Personal zu ersetzen.
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