Diplomarbeit, 2013
86 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Unternehmensfortführung trotz Insolvenz
1.2 Zur Bedeutung der Planinsolvenz in Eigenverwaltung – Motivation der Themenwahl
1.3 Aufbau und Ziel der Arbeit
2 Allgemein insolvenzrechtliche Grundlagen
2.1 Das neue Insolvenzrecht
2.2 Die Insolvenz
2.3 Insolvenzfähige Unternehmensformen
2.4 Die Gläubiger
2.5 Zuständigkeit des Gerichts
2.6 Sicherungs- und Zwangsmaßnahmen
2.7 Der Insolvenzverwalter mit seinen Aufgaben und Befugnissen
2.8 Kosten des Verfahrens
2.9 Folgen einer Abweisung des Antrages mangels Masse
3 Erweiterte insolvenzrechtliche Grundlagen
3.1 Rechtliche Grundlagen für das Insolvenzplanverfahren
3.2 Voraussetzungen für eine Planinsolvenz
3.3 Der Insolvenzplan in seinen Teilen
3.4 Die Eigenverwaltung
3.5 Der Sachwalter
3.6 Die Gläubigerversammlung, der Gläubigerausschuss
3.7 Rechtliche „Schwergewichte“ zum Schutz der Gläubiger
3.8 Aufrechnung nach der Insolvenzordnung
3.9 Insolvenzgeld
3.10 Rechtsbehelfe
4 Wirtschaftliche Umsetzung des Ablaufs der Planinsolvenz aus der Praxis-Erfahrung
4.1 Akt 1: Die Vorinsolvenzzeit
4.2 Akt 2: Das Insolvenzeröffnungsverfahren
4.2.1 Informationspolitik
4.2.2 Die Akteure
4.3 Akt 3: Das Insolvenzverfahren
4.3.1 Masseunzulänglichkeit
4.3.2 Neue Anforderungen
4.3.3 Die Akteure
4.3.4 Der Investor und sein Sanierungsgewinn
4.3.5 Die Darstellung der Insolvenztabelle
4.3.6 Die Gläubigerversammlung
4.3.7 Die Restschuldbefreiung
5 Besonderheiten von Planinsolvenzen bekannter deutscher Firmen
5.1 Gebr. Märklin & Cie. GmbH, Göppingen
5.2 Wilhelm Schimmel Pianofortefabrik GmbH, Braunschweig
5.3 Deutsche Woolworth GmbH & Co. OHG, Frankfurt am Main
5.4 Wilhelm Karmann GmbH, Osnabrück
6 Zusammenfassung und Ausblick
6.1 Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse
6.2 Ausblick
Die Arbeit untersucht die Sanierung mittelständischer Unternehmen mittels Planinsolvenz in Theorie und Praxis. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine strategisch geplante Insolvenz trotz schwieriger finanzieller Lage eine Unternehmensfortführung und Arbeitsplatzerhaltung erreicht werden kann, wobei der Fokus auf den gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie den operativen Abläufen aus der Perspektive eines Unternehmensleiters liegt.
4.1 Akt 1: Die Vorinsolvenzzeit
Dass es dem Unternehmen schlecht geht, ist in der Regel kein plötzlicher Zustand sondern vielmehr ein schleichender Prozess. Die Liquiditätsreserven werden von der einen Betrachtungsperiode zu der anderen schlechter.
Die Ursachen dafür können Vielfältig sein, selbst dann wenn beispielsweise das Unternehmen ein innovatives und konkurrenzfähiges Produkt anbietet. Denn bis es auf dem Markt eingeführt ist, ist nicht nur Eigenkapital sondern auch viel Fremdkapital investiert worden.
Die Kosten für das Fremdkapital zehren den Gewinn auf. Die Lieferanten liefern vorsichtiger, wenn die Summe der Außenstände anwächst. In der Belegschaft sickern Hinweise, vielleicht sogar hervorgerufen von verspäteten Lohnzahlungen, über Zahlungsschwierigkeiten durch. Ein mancher Mitarbeiter fängt an, seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt einzuschätzen.
Aus der monatlichen Liquiditätsplanung ist eine wöchentliche oder bereits eine tägliche geworden. Die Dringlichkeit der Rechnungen wird mittlerweile in einer Einzelbetrachtung beurteilt. Unter Umständen beginnt der große „Marathon“ des „Schiebens“ der Rechnungen. Lebenswichtige Hauptlieferanten werden dafür kontaktiert und Abschläge mit Zahlungszielen vereinbart. Die Buchhaltung verzweifelt über die steigende Belastung durch Eingangsmahnungen, und bei den telefonischen Nachfragen der Lieferanten, gehen den Mitarbeitern die Ausreden aus.
1 Einleitung: Beleuchtet die Problematik der Unternehmensinsolvenz und die Motivation, das Thema Planinsolvenz wissenschaftlich aufzuarbeiten.
2 Allgemein insolvenzrechtliche Grundlagen: Erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen des Insolvenzrechts, Verfahrensgründe und die Rollen der Beteiligten.
3 Erweiterte insolvenzrechtliche Grundlagen: Detaillierte Darstellung des Insolvenzplanverfahrens, der Eigenverwaltung und der verschiedenen Gläubigergruppen.
4 Wirtschaftliche Umsetzung des Ablaufs der Planinsolvenz aus der Praxis-Erfahrung: Praxisorientierte Analyse des Insolvenzablaufs, unterteilt in Vorinsolvenzzeit, Eröffnungsverfahren und das eigentliche Verfahren.
5 Besonderheiten von Planinsolvenzen bekannter deutscher Firmen: Untersuchung von Praxisfällen wie Märklin, Schimmel, Woolworth und Karmann zur Veranschaulichung des Sanierungserfolgs.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Ergebnisse und Diskussion möglicher zukünftiger Reformschritte im Insolvenzrecht.
Planinsolvenz, Eigenverwaltung, Insolvenzplan, Sanierung, Gläubigerversammlung, Insolvenzmasse, Unternehmensfortführung, Insolvenzverwalter, Zahlungsunfähigkeit, Insolvenzordnung, Sanierungsgewinn, Insolvenzgründe, Restschuldbefreiung, Liquidität, Wirtschaftliche Krise.
Die Diplomarbeit behandelt die Sanierung mittelständischer Unternehmen unter Anwendung des Instruments der Planinsolvenz, sowohl auf theoretischer Basis als auch anhand konkreter Praxiserfahrungen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die rechtlichen Strukturen des Insolvenzplanverfahrens, die notwendigen Voraussetzungen für eine Sanierung und die operative Durchführung des gesamten Prozesses.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen, die grundsätzlich überlebensfähig sind, durch eine Planinsolvenz von Altlasten befreit und langfristig fortgeführt werden können.
Der Autor stützt sich auf eine Kombination aus einer fundierten Auswertung der rechtlichen Grundlagen sowie der praxisnahen Schilderung und Analyse von Fallbeispielen bei bekannten deutschen Firmen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung der Grundlagen und eine praxisorientierte Schilderung der drei Akte eines Insolvenzplanverfahrens (Vorinsolvenz, Eröffnung, laufendes Verfahren).
Zentrale Begriffe sind Planinsolvenz, Eigenverwaltung, Sanierung, Insolvenzplan sowie die Rolle der Gläubiger und des Insolvenzverwalters.
Die Eigenverwaltung bietet laut Autor den Anreiz, dass der Schuldner selbst Einfluss auf den Prozess behält und die Kosten des Verfahrens durch die Übernahme von Verwalteraufgaben gesenkt werden können.
Der Sanierungsexperte agiert als Fachkraft, die das Vertrauen der Gläubiger stärkt, bei der Erstellung des Insolvenzplans unterstützt und die Kommunikation zwischen Unternehmensführung, Gläubigern und dem Gericht koordiniert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

