Masterarbeit, 2011
99 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Le Parkour
2.1 Bewegungsziel
2.2 Grundlegende Bewegungsformen
2.3 David Belle und die Entstehung von „Le Parkour“
2.3.1 Méthode Naturelle
2.3.2 Raymond Belle
2.4 Philosophie
2.5 Entwicklung, Ableger und ähnliche Bewegungsformen
2.5.1 Freerunning
2.5.2 Parcouring
2.5.3 Trakour
2.5.4 Tricking
2.6 Die Aneignung urbaner Räume
2.7 Le Parkour als jugendkulturelles Trendphänomen
2.8 Mediale Inszenierung und Kommerzialisierung
2.8.1 Mediale Inszenierung
2.8.2 Kommerzialisierung
3 Abenteuer – Risiko – Wagnis
3.1 Definitionen
3.1.1 Abenteuer
3.1.2 Risiko
3.1.3 Wagnis
3.2 Soziologische Betrachtung des sportlichen Wagnisses
4 Trend- und Wagnissport
4.1 Trends und Trendsportarten
4.2 Vom Risiko- zum Wagnissport
5 Schulsport
5.1 Forderungen an den Schulsport
5.2 Konzept der Handlungsfähigkeit nach Kurz
5.3 Wagnis- und Trendsport im Schulsport
5.4 Das pädagogische Potenzial der Wagniserziehung
5.5 Pädagogische Ziele der Wagniserziehung
6 Le Parkour im Schulsport
6.1 Parkour im mehrperspektivischen Sportunterricht
6.1.1 „Das Leisten erfahren, verstehen und einschätzen“
6.1.2 Gesundheit fördern, Gesundheitsbewusstsein entwickeln
6.1.3 Kooperieren, wettkämpfen und sich verständigen
6.1.4 Sinneswahrnehmung verbessern, Bewegungserlebnis und Körpererfahrung erweitern
6.1.5 Sich körperlich ausdrücken, Bewegung gestalten
6.1.6 Etwas wagen und verantworten
6.2 Parkour und Bewegungsfelder
6.3 Parkour im Berufsschulsport
6.4 Unterrichtsinhalte
6.4.1 Didaktisch-methodischer Aufbau
6.5 Differenzierung
6.6 Sicherheitsaspekt
6.6.1 Parkour in der Halle
6.6.2 Parkour Draußen
6.7 Rolle der Lehrperson
6.8 Unterrichtsinhalte
6.9 Mediale Inszenierung von Parkour durch Schulklassen
6.10 Wettbewerbsgedanke und Bewertung
7 Erfahrungen aus der Praxis mit Parkour im Sportunterricht
8 Ausblick
8.1 Parkour im Allgemeinen
8.2 Ausblick Parkour im Schulsport
9 Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht, inwiefern die Trendsportart „Le Parkour“ im mehrperspektivischen Schulsport pädagogisch sinnvoll eingesetzt werden kann, um Lerninhalte zu vermitteln und Schülerinnen und Schüler zu motivieren.
2.1 Bewegungsziel
Parkour hat in den letzten Jahren eine extreme Bekanntheitssteigerung erfahren und schon viele Fernsehsender zeigten Berichte über diese spektakuläre Art der Fortbewegung. Um jedoch genauer informiert zu sein über Inhalte und Techniken, werden hier grundlegende Parkour-Techniken aufgeführt, die mit Hilfe von Differenzierungen, für die sich Parkour in der Halle besonders eignet, für jeden SuS erlernbar sein sollten. Jemand, der Parkour ausübt, wird als „Traceur“ bezeichnet (franz. „der den Weg ebnet“). Die weibliche Bezeichnung lautet „Traceuse“. Die inszenierte Laufstrecke über Mauern, Zäune, Geländer und andere Hindernisse, die ein Traceur zurücklegt, wird als „Run“ bezeichnet. Ziel dieses „Runs“ ist es, „den Zusammenhang zwischen dem Ziel der Gesamtbewegung eines ganzen Run und deren einzelner Elemente in Erfahrung zu bringen und für den einzelnen Traceur als gelingende Bewegungshandlung bzw. -erlebnis spürbar werden zu lassen“ (Heinlin & Lange, 2010, S. 530f). Erfahrene Traceure berichten bei gelungenen Runs in Anlehnung an Csíkszentmihályi (2010) von einem „Flow“-Erlebnis, das sich einstellen kann, wenn Handlungen, Tätigkeiten oder Bewegungen intuitiv in Schnelligkeit oder Perfektion ablaufen und das Subjekt in seinem Handeln aufgeht. Es kommt zu einer empfundenen Verschmelzung von Subjekt und Handlung (vgl. Heinlin & Lange, 2010, S. 531).
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Motivation und das Ziel der Masterthesis vor, Parkour als pädagogisch wertvolle Trendsportart im Schulsport zu evaluieren.
2 Le Parkour: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge, die Philosophie sowie verschiedene Ausprägungen von Parkour und geht auf dessen mediale sowie kommerzielle Aspekte ein.
3 Abenteuer – Risiko – Wagnis: Hier werden zentrale theoretische Begriffe der Wagniserziehung definiert und soziologisch in Bezug auf das menschliche Handeln in Gefahrensituationen kontextualisiert.
4 Trend- und Wagnissport: Dieses Kapitel definiert Trendsportarten und bettet Parkour in den wissenschaftlichen Diskurs des Wagnissports ein.
5 Schulsport: Hier werden die Forderungen an den Schulsport sowie das Konzept der Handlungsfähigkeit nach Kurz dargelegt, um das pädagogische Potenzial der Wagniserziehung zu begründen.
6 Le Parkour im Schulsport: Dieser Hauptteil zeigt konkret auf, wie Parkour in den mehrperspektivischen Sportunterricht integriert werden kann, inklusive methodischer Hinweise, Sicherheitsaspekten und Differenzierungsmöglichkeiten.
7 Erfahrungen aus der Praxis mit Parkour im Sportunterricht: Dieses Kapitel präsentiert Ergebnisse und Rückmeldungen aus Schulpraktischen Evaluationen zum Einsatz von Parkour.
8 Ausblick: Der Ausblick diskutiert die zukünftige Relevanz von Parkour in der Gesellschaft und im Sportunterricht angesichts der Sättigung von Trendsportarten.
9 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung führt die wesentlichen Argumente und Ergebnisse der Arbeit kompakt zusammen.
Parkour, Schulsport, Wagniserziehung, Trendsport, mehrperspektivischer Sportunterricht, Traceur, Wagniskompetenz, Selbstkonzept, Bewegungsformen, Sicherheitsaspekt, pädagogisches Potenzial, Bewegungsfelder, Sportdidaktik, Jugendkultur, Bewegungsabenteuer.
Die Arbeit untersucht das Potential von Parkour, um als pädagogisch wertvolle Bewegungsform im Sportunterricht eingesetzt zu werden.
Die Arbeit verknüpft die Geschichte und Philosophie von Parkour mit der pädagogischen Wagniserziehung und der soziologischen Betrachtung von Abenteuer- und Risikosport im Schulsport.
Es soll geklärt werden, ob und wie Sportlehrerinnen und Sportlehrer Parkour sinnvoll nutzen können, um Schülerinnen und Schüler zu motivieren und gleichzeitig zentrale Lernziele zu erreichen.
Es handelt sich um einen theoretisch orientierten Überblick, der auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung von Medien sowie Praxisbeispielen basiert.
Der Hauptteil widmet sich der Umsetzung von Parkour im Sportunterricht, inklusive der Integration in den mehrperspektivischen Sportunterricht, konkreten Unterrichtsinhalten und Sicherheitsvorkehrungen.
Parkour, Wagniserziehung, Handlungsfähigkeit, Schulsport und Bewegungslandschaft.
Im Gegensatz zum Skateboarden benötigt Parkour keine spezielle Ausrüstung und die Philosophie betont weniger einen bestimmten Lifestyle als vielmehr die individuelle Selbstüberwindung und Körperbeherrschung.
Da Parkour mit einem gewissen Verletzungsrisiko verbunden ist, wird der Sicherheit, etwa durch Matten, permanentes Sichern und die Schulung der Risikokompetenz, eine zentrale Bedeutung beigemessen.
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