Diplomarbeit, 2004
134 Seiten, Note: 1,7
1 Grundlagen
1.1 Biomasse
1.2 Abfall
1.2.1 Abfallaufkommen
1.2.2 Abfallentsorgung
1.2.3 Organische Abfälle
1.3 Nutzung biogener Brennstoffe
1.4 Potential biogener Brennstoffe
1.4.1 Potentielle Biogaserträge in Zahlen
1.5 Zusammenfassung
2 Verwertung von organischen Abfällen
2.1 Grundlagen
2.2 Vergärung von Biomasse
2.2.1 Grundprinzip des Verfahrens
2.2.2 Mikrobiologie
2.3 Prinzipieller Aufbau einer Biogasanlage
2.3.1 Nassvergärung
2.3.1.1 Kontinuierliche Verfahren
2.3.1.2 Diskontinuierliche Verfahren
2.3.2 Trockenvergärung
2.4 Betriebsführung von Biogasanlagen
2.5 Vorteile von Biogasanlagen
3 Nutzungsmöglichkeiten für Biogas
3.1 Biogasaufbereitung
3.2 Einsatzformen
3.2.1 Heizkessel
3.2.2 Blockheizkraftwerke
3.2.2.1 BHKW-Module
3.2.2.2 Motorische Kraft-Wärme-Kopplung
3.2.3 Stirling-Motor
3.2.4 Brennstoffzellen
3.2.5 Einsatz als Kraftstoff im mobilen Bereich
3.2.6 Einspeisung in das Erdgasnetz
4 Rechtliche Grundlagen
4.1 Gesetze und Technische Anleitungen zum Bau und Betrieb
4.1.1 BauGB
4.1.2 BImSchG
4.1.3 TA Luft
4.1.3 TA Lärm
4.2 Gesetze und Verordnungen zur Biogaserzeugung
4.2.1 KrW-/AbfG
4.2.2 TASi
4.2.3 BestüVAbfV
4.2.4 BioAbfV
4.2.5 BiomasseV
4.2.6 TierKBG
4.3 Gesetze und Verordnungen zur Nutzung des Gärrückstandes
4.3.1 DüngMG
4.3.2 DüngMV
4.3.3 DüngeV
4.3.4 FuttMG
4.3.5 AbfKlärV
4.4 Gesetze zur Stromeinspeisung
4.4.1 Stromeinspeisungsgesetz
4.4.2 EEG
4.4.3 Erneuerbare-Energien-AusbauG
5 Brauerei
5.1 Allgemeine Informationen zu Brauereien in Deutschland
5.1.1 Die Deutsche Brauwirtschaft in Zahlen
5.1.2 Energiebedarf
5.2 Brauereireststoffe, Abwässer und Energiebedarf
5.3 Brauereireststoffe zur Vergärung in Biogasanlagen
5.4 Betriebliche Konsequenzen hinsichtlich der rechtlichen Grundlagen
6 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
6.1 Faktoren der Wirtschaftlichkeit einer Biogasanlage
6.2 Berechnung zur Biogasproduktion
6.3 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
6.3.1 Betrachtung der Kosten
6.3.2 Betrachtung des Nutzen
6.3.3 Parameter der Kalkulation
6.3.4 Ergebnisse und Beurteilung
6.4 Fördermöglichkeiten
6.4.1 ERP-Umwelt- und Energiesparprogramm
6.4.1 KfW-Umweltprogramm
6.4.3 BMU-Programm zur Förderung von Demonstrationsanlagen
6.5 Zusammenfassung
7 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potential von Brauereireststoffen für eine energetische Nutzung durch anaerobe Fermentation und Verstromung. Ziel ist es, die technische Umsetzbarkeit zu bewerten, die rechtlichen Rahmenbedingungen unter Berücksichtigung des EEG zu analysieren und eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung durchzuführen, die als Entscheidungsgrundlage für Brauereibetreiber dienen kann.
2.3 Prinzipieller Aufbau einer Biogasanlage
Das Kernstück einer Biogasanlage ist der Reaktor bzw. Fermenter. Als Werkstoffe kommen Beton, emaillierte oder beschichtete Stahlplatten oder Edelstahl zum Einsatz. Der Reaktor selber wird isoliert und mit einer Heizung ausgestattet, wobei externe Wärmetauscher, Heizspiralen an der Innenwand oder Fußbodenheizung eingesetzt werden. Das Substrat wird in regelmäßigen Abständen aufgerührt, da es sonst zu einer Entmischung kommt, wodurch sich sowohl Schwimmschichten als auch Sinkschichten ausbilden können.
Neben dem Reaktor mit Ausrüstung gehören zu einer Biogasanlage weiterhin ein Zwischenlager für ausgefaultes Substrat, welches nicht direkt verwertet werden kann, Pumpen zur Beschickung und Entleerung des Reaktors, eine Aufbereitung, zu der Zerkleinerung, Vormischung, Mengenpufferung, Störstoffsortierung oder Hygienisierung gehören können, eine Gasstrecke mit Zähler, Kondensatabscheider, Entschwefelung, Sicherheitstechnik und Speicher sowie in aller Regel ein Blockheizkraftwerk zur Erzeugung von Strom und Wärme aus dem Biogas.
1 Grundlagen: Vermittelt das Basiswissen über Biomasse, Abfallaufkommen und die theoretischen Grundlagen der energetischen Verwertung.
2 Verwertung von organischen Abfällen: Erläutert die mikrobiologischen Prozesse der anaeroben Vergärung sowie den technischen Aufbau und die Betriebsweisen von Biogasanlagen.
3 Nutzungsmöglichkeiten für Biogas: Beschreibt die verschiedenen Wege der Gasaufbereitung und die Techniken zur Umwandlung in Strom und Wärme, insbesondere durch Blockheizkraftwerke.
4 Rechtliche Grundlagen: Gibt einen Überblick über die gesetzlichen Anforderungen, Regelwerke und Einspeisevergütungen, die für den Bau und Betrieb einer Biogasanlage relevant sind.
5 Brauerei: Analysiert die spezifische Situation in deutschen Brauereien, deren Energiebedarf und das Anfallpotential an Reststoffen wie Treber und Hefe.
6 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung: Führt eine Kalkulation durch, welche die Investitionskosten und laufenden Betriebskosten dem Nutzen aus der Energieerzeugung und Stoffverwertung gegenüberstellt.
Biogas, Brauereireststoffe, Biertreber, Bierhefe, Anaerobe Fermentation, EEG, Stromerzeugung, Wärmenutzung, Biogasanlage, Wirtschaftlichkeit, Reststoffverwertung, Regenerative Energien, Blockheizkraftwerk, Methanogenese, Abfallwirtschaft.
Die Arbeit befasst sich mit der energetischen Verwertung von Brauereiabfällen (insbesondere Biertreber und Hefe) mittels anaerober Vergärung zur Strom- und Wärmeerzeugung unter Berücksichtigung des EEG.
Die zentralen Felder sind die technische Verfahrenstechnik der Biogaserzeugung, die regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland sowie eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsanalyse für Brauereien.
Das Ziel ist die Abschätzung des energetischen Potentials von Brauereireststoffen und die Berechnung der Wirtschaftlichkeit von Biogasanlagen, um Brauereibetreibern als Entscheidungsgrundlage zu dienen.
Es wurde eine umfangreiche Literaturrecherche durchgeführt, kombiniert mit einer Datenerhebung bei diversen deutschen Brauereien und der rechnerischen Modellierung des Biogasertrags mittels Formeln nach Buswell und Boyle.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der Vergärung, den Aufbau von Anlagen, die rechtlichen Voraussetzungen sowie die spezifische Datenauswertung und Wirtschaftlichkeitskalkulation.
Biogas, Brauereireststoffe, Biertreber, Anaerobe Vergärung, EEG, Wirtschaftlichkeit, Energieerzeugung, Blockheizkraftwerk.
Das EEG bildet die zentrale rechtliche Grundlage für die Stromeinspeisung und legt die Vergütungssätze fest, die maßgeblich über die Wirtschaftlichkeit der betrachteten Anlagen entscheiden.
Der Treberanfall ist ein entscheidender Parameter; die Kalkulation zeigt, dass bei sehr kleinen Anlagen die Investitionskosten den durch den Treberverkauf oder die Eigenenergienutzung erzielten Nutzen teilweise übersteigen können.
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