Masterarbeit, 2013
62 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
2 FORSCHUNGSSTAND: GLOBALISIERUNGSDEBATTE UND TRANSFORMATIONSFORSCHUNG IN BEZUG AUF STAATLICHKEIT IM WANDEL
3 BEGRIFFLICHKEITEN
3.1 Die Parameter von Staatlichkeit
3.1.1 Souveränität
3.1.2 Staatsvolk
3.1.3 Territorium
3.1.4 Legitimation
3.1.5 Machtmonopol und Steuermonopol
3.1.6 Politische Einheit und Verfassung
3.1.7 Wirtschaft
3.2 Globalisierung und Transformation
3.2.1 Globalisierung
3.2.2 Transformation
4 ANALYSE: FINDET IM RAHMEN DER GLOBALISIERUNG EINE TRANSFORMATION DER STAATLICHKEIT STATT?
4.1 Souveränität: Supranationalisierung und Internationalisierung
4.2 Legitimation: x-nationalisierung
4.3 Staatsvolk: Transnationalisierung und Fragmentierung
4.4 Politische Einheit und Verfassung: Vergesellschaftung und Fragmentierung
4.5 Wirtschaft: Entnationalisierung, Subpolitisierung und Deregulierung
4.6 Machtmonopol und Steuermonopol: Privatisierung
4.7 Territorium: Entgrenzung
5 FAZIT
6 DIE EUROPÄISCHE UNION – REGIONALISIERUNG ALS KOMPENSATIONSMECHANISMUS IM KONTEXT DER TRANSFORMATION VON STAATLICHKEIT DURCH GLOBALISIERUNG
6.1 Die historische Kontextualisierung der Europäischen Union
6.2 Die Konzeption der Europäischen Union
6.3 Wirkung und Prozess der Europäischen Union
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Globalisierung auf die Nationalstaatlichkeit unter Berücksichtigung verschiedener Transformationsansätze. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob und mit welchem Ergebnis die Parameter von Staatlichkeit im Rahmen globaler Prozesse transformieren, wobei die Europäische Union als Beispiel für Regionalisierung als Kompensationsmechanismus analysiert wird.
Die politische Einheit und die demokratische Verfassung stehen an einem Wendepunkt, an dem sich herausstellt, ob es eine postdemokratische Entwicklung geben wird.
Dies bildet dann den Anstoß zu einer Transformation. In Anlehnung an Collin Crouch, der die Begrifflichkeit der Postdemokratie ausschlaggebend geprägt hat, hat die postdemokratische Entwicklung, in der sich viele europäische Nationalstaaten momentan befinden, die Eigenschaft, dass die demokratischen Institutionen zwar intakt sind, sich aber die politischen Gefüge zu prädemokratischen Merkmalen zurückentwickeln.
Die Legitimation beruht auf einer durch Konsens integrierten Gesellschaft. In fragmentierten Gesellschaften funktioniert das nicht. Das entstehende Loyalitätsdefizit und das Misstrauen sowie der bürgerliche Verdruss führen dazu, dass der Nationalstaat sich in eine Art Klientelismus flüchtet. Dies geschieht über eine Einbettung in eine bestimmte Gruppierung im Staat, weil er es nicht schafft, als Agentur der gesamten Gesellschaft anerkannt zu werden. Damit verwandelt er sich in eine Interessenvertretung gesellschaftlicher Partikularinteressen.
So hat der Einfluss von Eliten, die die politische, ökonomische und soziale Ungleichheit beseitigen und zur hierarchischen Ordnung aus vordemokratischen Zeiten zurückkehren wollen, zugenommen und das Misstrauen des Volkes noch weiter geschürt. Obwohl fast alle formalen demokratischen Merkmale in der postdemokratischen Entwicklung überleben, kommt es längerfristig zu Erosionserscheinungen.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Globalisierungsdebatte und Definition der Zielsetzung hinsichtlich des Wandels der Nationalstaatlichkeit.
2 FORSCHUNGSSTAND: GLOBALISIERUNGSDEBATTE UND TRANSFORMATIONSFORSCHUNG IN BEZUG AUF STAATLICHKEIT IM WANDEL: Historisch-deskriptiver Überblick über die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Globalisierung und Transformation.
3 BEGRIFFLICHKEITEN: Definition zentraler Begriffe wie Staatlichkeit, Globalisierung und Transformation als theoretische Basis für die Analyse.
4 ANALYSE: FINDET IM RAHMEN DER GLOBALISIERUNG EINE TRANSFORMATION DER STAATLICHKEIT STATT?: Detaillierte Untersuchung der Auswirkungen globaler Prozesse auf die spezifischen Parameter staatlicher Souveränität, Legitimation, Staatsvolk, Verfassung, Wirtschaft, Machtmonopol und Territorium.
5 FAZIT: Zusammenführung der Teilergebnisse und Beantwortung der zentralen Forschungsfrage zur Transformation der Staatlichkeit.
6 DIE EUROPÄISCHE UNION – REGIONALISIERUNG ALS KOMPENSATIONSMECHANISMUS IM KONTEXT DER TRANSFORMATION VON STAATLICHKEIT DURCH GLOBALISIERUNG: Analyse der EU als Akteur, der versucht, die durch Globalisierung verloren gegangene Handlungsfähigkeit der Nationalstaaten durch Regionalisierung zu kompensieren.
Globalisierung, Nationalstaat, Staatlichkeit, Transformation, Souveränität, Legitimation, Europäische Union, Regionalisierung, Demokratiedefizit, Weltwirtschaft, Politische Einheit, Verfassung, Transnationalisierung, Postdemokratie, Machtmonopol.
Die Arbeit untersucht den Wandel der Staatlichkeit von Nationalstaaten infolge der Globalisierung und prüft, ob dieser Prozess als Transformation zu werten ist.
Die zentralen Themen sind die Globalisierungsdebatte, die Transformationsforschung, die Neudefinition von Staatskompetenzen sowie die Rolle internationaler Organisationen wie der EU.
Ziel ist es zu analysieren, wie globale Prozesse die klassischen Parameter des Nationalstaates beeinflussen und ob diese Prozesse zu einem grundlegenden Systemwandel führen.
Die Autorin verwendet einen deskriptiv-analytischen Ansatz, bei dem verschiedene theoretische Ansätze zur Systemtransformation auf die aktuelle Situation der Nationalstaaten angewendet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsdefinition und die anschließende Transformationsanalyse der Parameter Souveränität, Legitimation, Staatsvolk, Verfassung, Wirtschaft, Machtmonopol und Territorium.
Kernbegriffe sind Globalisierung, Transformation, Staatlichkeit, Nationalstaat sowie Regionalisierung als Kompensationsmechanismus.
Die EU greift durch supranationale Strukturen und völkerrechtliche Verträge in die nationalstaatliche Souveränität ein, wobei Staaten Kompetenzen abgeben und Teil eines Netzwerks werden.
Die EU dient als Beispiel für Regionalisierung, die den durch Globalisierung bedingten Autonomieverlust der Nationalstaaten abfedern soll, wenngleich dies zu Legitimationsproblemen führt.
Der Begriff bezieht sich auf eine Entwicklung, bei der demokratische Institutionen zwar formell bestehen bleiben, aber die inhaltliche politische Macht sich hin zu wirtschaftlichen Eliten und intransparenten Entscheidungsprozessen verlagert.
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