Diplomarbeit, 2007
219 Seiten, Note: 14,5
1. Einleitung
2. Die betriebliche Altersvorsorge
2.1 Personenkreis
2.2 Die Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge
2.2.1 Direktzusage
2.2.2 Unterstützungskasse
2.2.3 Direktversicherung
2.2.4 Pensionskasse
2.2.5 Pensionsfonds
2.3 Steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Behandlung der betrieblichen Altersvorsorge in der Ein- und Auszahlungsphase
2.4 Unverfallbarkeit
2.5 Insolvenzsicherung
2.6 Marktdurchdringung
3. Lebensarbeitszeitkonten
3.1 Grundlagen
3.2 Personenkreis
3.3 Auslaufmodell Altersteilzeitgesetz
3.4 Lebensarbeitszeitkonten in der Ansparphase
3.4.1 Einbringung von Zeit- und Geldwerten
3.4.2 Entwicklung des Zeitwert- und Geldwertguthabens
3.5 Finanzierung
3.5.1 Interne Finanzierung
3.5.2 Externe Finanzierung
3.6 Lebensarbeitszeitskonten in der Auszahlungsphase
3.6.1 Vorruhestand
3.6.2 Überführung in die betriebliche Altersvorsorge gemäß § 23 b Abs. 3a SGB IV
3.6.3 Störfälle
3.7 Steuerliche Behandlung von Lebensarbeitszeitkonten
3.7.1 Steuerliche Behandlung in der Ansparphase für den Arbeitgeber
3.7.2 Steuerliche Behandlung in der Ansparphase für den Arbeitnehmer
3.7.3 Steuerliche Behandlung in der Auszahlungsphase für den Arbeitgeber
3.7.3.1 Vorruhestand
3.7.3.2 Überführung in die betriebliche Altersvorsorge gemäß § 23 b Abs. 3a SGB IV
3.7.3.3 Störfälle
3.7.4 Steuerliche Behandlung in der Auszahlungsphase für den Arbeitnehmer
3.7.4.1 Vorruhestand
3.7.4.2 Überführung in die betriebliche Altersvorsorge gemäß § 23 b Abs. 3a SGB IV
3.7.4.3 Störfälle
3.8 Sozialversicherungsrechtliche Behandlung von Lebensarbeitszeitkonten
3.8.1 Sozialversicherungsrechtliche Behandlung in der Ansparphase
3.8.2 Sozialversicherungsrechtliche Behandlung in der Auszahlungsphase
3.8.2.1 Vorruhestand
3.8.2.2 Überführung in die betriebliche Altersvorsorge gemäß § 23 b Abs. 3a SGB IV
3.8.2.3 Störfälle
3.9 Insolvenzsicherung
3.9.1 Insolvenzsicherung bei interner Finanzierung
3.9.2 Insolvenzsicherung bei externer Finanzierung
3.10 Lebensarbeitszeitkonten in Unternehmen
3.10.1 Volkswagen
3.10.2 SICK
3.11 Marktdurchdringung
3.11.1 In Unternehmen
3.11.2 Angebote der Dienstleister
3.11.3 Tarifverträge
3.12 Berechnungsbeispiele
4. Fazit
Die Diplomarbeit untersucht das betriebliche Lebensarbeitszeitkonto (LAZ) als Instrument zur Altersvorsorge. Das primäre Ziel besteht darin, die Voraussetzungen und Durchführungswege von Lebensarbeitszeitkonten in Verknüpfung mit der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) zu analysieren, insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des Auslaufens des Altersteilzeitgesetzes.
3.1 Grundlagen
LAZ folgen einem einfachen Prinzip: sie ermöglichen das Ansparen von Zeit oder Geld über einen längeren Zeitraum.
Das Ansparen von Zeit kann durch Nichtinanspruchnahme der Abgeltung geleisteter Überstunden oder von Urlaubsansprüchen erfolgen. Das Zeitguthaben unterliegt keiner direkten „Verzinsung“, die Wertsteigerung ergibt sich aus den Entgeltsteigerungen der folgenden Jahre.
Beim Ansparen von Geld verzichtet der Arbeitnehmer auf Arbeitsentgelt für geleistete Arbeit bzw. Sonderzahlungen, Gratifikationen, Urlaubsansprüche oder Überstunden. Es können jedoch auch Arbeitgeberbeiträge, z.B. anstelle einer Gehaltserhöhung auf das LAZ eingezahlt werden. Das entstehende Wertguthaben wird entsprechend der vom Unternehmen gewählten Regelung verzinst.
Ursprünglich dienten Zeitwertkonten als reine Arbeitszeitflexibilisierungsinstrumente, welche überwiegend im produzierenden Gewerbe angewendet wurden. Die Arbeitnehmer konnten bei guter Auftragslage die anfallenden Überstunden ansparen und bei schlechter Auftragslage das entstandene Wertguthaben bei Entgeltfortzahlung abgleiten. Mit Hilfe dieses Instrumentes konnten betriebsbedingte Kündigungen wegen schlechter Auftragslage häufig verhindert werden.
1. Einleitung: Darstellung des demografischen Wandels und der wachsenden Bedeutung alternativer Vorsorgemodelle wie Lebensarbeitszeitkonten.
2. Die betriebliche Altersvorsorge: Erläuterung der gesetzlichen Grundlagen, Durchführungswege und steuerlich-sozialversicherungsrechtlichen Aspekte der bAV.
3. Lebensarbeitszeitkonten: Detaillierte Analyse der Ausgestaltung, Finanzierung, steuerlichen Behandlung und Insolvenzsicherung von LAZ sowie deren praktische Implementierung in Unternehmen.
4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der künftigen Bedeutung von LAZ als flexibles Instrument zur Altersvorsorge und zur Dämpfung der Folgen von Rentenreformen.
Lebensarbeitszeitkonto, LAZ, betriebliche Altersvorsorge, bAV, Zeitwertkonto, Altersvorsorgeinstrument, Entgeltumwandlung, Insolvenzsicherung, Demografischer Wandel, Altersteilzeit, Wertguthaben, Sozialversicherungspflicht, Steuerliche Behandlung, Arbeitszeitflexibilisierung, Vorruhestand.
Die Arbeit befasst sich mit der Nutzung von betrieblichen Lebensarbeitszeitkonten als ein Instrument zur Altersvorsorge und deren rechtlichen sowie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Zentrale Themen sind die steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Behandlung, die Möglichkeiten der Finanzierung, die Insolvenzsicherung des Kapitals sowie die praktische Anwendung in Unternehmen wie Volkswagen und SICK.
Das primäre Ziel ist es, die Verwendung von Lebensarbeitszeitkonten als Altersvorsorgeinstrument in Verknüpfung mit der betrieblichen Altersvorsorge zu untersuchen und deren Rahmenbedingungen zu klären.
Die Arbeit verwendet eine Literatur- und Analyse-Methodik, die sich auf Gesetzestexte, aktuelle Rechtsprechung, Fachliteratur und unternehmensspezifische Betriebsvereinbarungen stützt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Darstellung der betrieblichen Altersvorsorge sowie eine tiefgehende Analyse der Lebensarbeitszeitkonten hinsichtlich ihrer Anspar-, Freistellungs- und Auszahlungsphasen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Lebensarbeitszeitkonto, betriebliche Altersvorsorge, Wertguthaben, Entgeltumwandlung und Sozialversicherungspflicht charakterisiert.
Sie dienen als Instrument der Arbeitszeitflexibilisierung und können helfen, betriebsbedingte Kündigungen bei schwankender Auftragslage zu vermeiden sowie als attraktives Vorsorgemodell für Mitarbeiter fungieren.
Bei interner Finanzierung kommen Modelle wie die Kautionsversicherung oder Bürgschaften zum Einsatz, während bei externer Finanzierung meist Verpfändungslösungen oder Treuhandmodelle gewählt werden, um das Kapital vor der Insolvenzmasse zu schützen.
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