Diplomarbeit, 2013
84 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2 Gang der Untersuchung
2 Unternehmenskrise und -sanierung
2.1 Unternehmenskrise
2.2 Krisenstadien
2.3 IDW S 6
2.4 Unternehmenssanierung und Turnaround
2.5 Krisensymptome und Krisenursachen
2.5.1 Krisensymptome
2.5.2 Krisenursachen
2.5.2.1 Hypothesenmodelle
2.5.2.2 Kasuistische Methode
2.5.2.2.1 Quantitative Krisenursachenforschung
2.5.2.2.2 Qualitative Krisenursachenforschung
3 Ursachen-Wirkungsmodelle
3.1 Grundlagen Ursachen-Wirkungsmodelle
3.2 CONSIDEO MODELER
4 Ursachen-Wirkungsmodell der Krisenursachen und Krisensymptome
4.1 Strukturierung der Krisenursachen und Krisensymptome
4.2 Erstellung des Ursachen-Wirkungsmodells
4.2.1 Ursachen-Wirkungsketten
4.2.1.1 endogene Krisenursachen - Strategie - Planung
4.2.1.2 endogene Krisenursachen - Absatzbereich - Produkte
4.2.1.3 Krisensymptome - Mitarbeiter - Mitarbeitermotivation
4.2.2 Aufbau der Wirkungsketten
4.2.3 Wirkungsstärke der Ursachen-Wirkungsketten
4.2.4 Krisenstadien nach IDW S 6 und Ursachen-Wirkungsketten
5 Schlussbetrachtung
Die Arbeit verfolgt das Ziel, Krisensymptome von Krisenursachen abzugrenzen und ein Ursachen-Wirkungsmodell zu entwickeln, das die bestehende Multikausalität bei Unternehmenskrisen transparent und analytisch darstellbar macht, um daraus gezielte Sanierungsmaßnahmen abzuleiten.
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
In der aktuellen dynamischen Zeit werden Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe und Branche, durch die Globalisierung und dem technologischen Fortschritt, und dem damit verbundenen Tempo der Veränderung der Umwelt, vor große Herausforderungen gestellt. Allgegenwärtig sind die Berichte über Unternehmen, wie z.B. Schlecker, MAN Roland, Karstadt, Neckermann, ThyssenKrupp und Opel, welche in eine Unternehmenskrise geraten sind bzw. sich in einer Krise befinden. Diese genannten Unternehmen veranschaulichen sehr deutlich, dass der Zusammenbruch von Unternehmen zahlreiche, vor allem negative Konsequenzen mit sich zieht. Es sind nicht nur die Gläubiger, und die davon betroffenen Unternehmen, sondern auch die Mitarbeiter, das gesellschaftliche Umfeld und die Gesellschafter, welche von diesen Unternehmenskrisen betroffen sind (Vgl. Seefelder 2007, S. 1).
Die Unternehmenskrise ist eine Notsituation, in welcher die Existenz des Unternehmens gefährdet ist. Es handelt sich hierbei um einen schleichenden Prozess. In diesem sind die Krisenursachen meist nicht bekannt bzw. es werden diese nicht rechtzeitig erkannt (Vgl. Crone / Werner 2012, S. 4). Die Beseitigung einer Unternehmenskrise bedeutet nicht nur das kurzfristige Überleben zu sichern, sondern auch die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens wiederherzustellen. Es gilt, die Hebel für eine Umkehrung der negativen in eine positive Aufschwung-Situation zu finden (Vgl. Buth / Hermanns 2009, S. 135f.). Die damit verbundenen Fragen nach den Krisenursachen und Krisensymptomen sind zu diskutieren. Welche Möglichkeiten besitzt das Management eines Unternehmens, um der wachsenden Gefahr und der daraus resultierenden Unternehmenskrise zu begegnen? Welche Krisenursachen und Krisensymptome sind zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten, sowie deren Auswirkungen auf eine mögliche Sanierung?
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Unternehmenskrisen ein und definiert das Ziel, ein Modell zur Darstellung der Multikausalität von Krisenursachen zu erstellen.
2 Unternehmenskrise und -sanierung: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffe, Krisenstadien und die Anforderungen an Sanierungskonzepte nach dem IDW S 6 Standard.
3 Ursachen-Wirkungsmodelle: Hier werden theoretische Grundlagen zu qualitativen Ursachen-Wirkungsmodellen sowie das Softwaretool CONSIDEO MODELER für die Modellierung vorgestellt.
4 Ursachen-Wirkungsmodell der Krisenursachen und Krisensymptome: Dieser Hauptteil beschreibt die Kategorisierung der Ursachen und Symptome sowie die konkrete Erstellung, Strukturierung und Wirkungsanalyse des entwickelten Modells.
5 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und hebt den Nutzen des Modells für ein aktives Sanierungs-Management hervor.
Unternehmenskrise, Unternehmenssanierung, IDW S 6, Krisenursachen, Krisensymptome, Multikausalität, Ursachen-Wirkungsmodell, Turnaround-Management, Krisenstadien, CONSIDEO MODELER, qualitative Forschung, Unternehmensentwicklung, Sanierungskonzept, Strategie, Modellierung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse und Modellierung von Unternehmenskrisen, insbesondere mit der komplexen, multikausalen Beziehung zwischen Krisenursachen und Krisensymptomen.
Zentrale Felder sind die Phasen einer Unternehmenskrise, die Anforderungen an Sanierungskonzepte gemäß IDW S 6 sowie die Systematisierung und Visualisierung von Wirkungsketten innerhalb eines Unternehmens.
Ziel ist es, ein Ursachen-Wirkungsmodell zu entwickeln, das Entscheidungsträgern hilft, die Multikausalität von Krisen besser zu verstehen und darauf basierend effektive Sanierungsmaßnahmen abzuleiten.
Es wird ein qualitatives, systemorientiertes Ursachen-Wirkungsmodell auf Basis der Software "CONSIDEO MODELER" verwendet, um Zusammenhänge zwischen verschiedenen betrieblichen Faktoren darzustellen.
Der Hauptteil befasst sich mit der Strukturierung von Ursachen und Symptomen in Kategorien sowie der detaillierten Erstellung von Ursachen-Wirkungsketten, um die Dynamik innerhalb der Krisenstadien aufzuzeigen.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Unternehmenskrise, Sanierungskonzept (IDW S 6), Multikausalität, Krisenursachen und Modellierung definieren.
Die Sanierung im engeren Sinne fokussiert primär auf finanzwirtschaftliche Maßnahmen wie Kapitalzuführung, während die Sanierung im weiteren Sinne alle Unternehmensbereiche einbezieht, um eine neue strategische Ausrichtung zu erreichen.
Der Anhang bietet eine umfangreiche tabellarische Auflistung von Wirkungsketten für verschiedene Unter-Kategorien, die als Basis für die qualitative Modellierung im CONSIDEO MODELER dienen.
Die Differenzierung ist notwendig, da endogene Ursachen im direkten Einflussbereich des Unternehmens liegen, während exogene Ursachen aus dem Unternehmensumfeld resultieren und eine unterschiedliche Anpassungsfähigkeit erfordern.
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