Bachelorarbeit, 2012
73 Seiten, Note: 1,5
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
1 Einleitung
2 Bundesdatenschutzgesetz
2.1 Die Entstehung des BDSG
2.1.1 System und Aufbau des BDSG
2.1.2 Die Anwendungsbereiche des BDSG
2.1.2.1 Der persönliche Anwendungsbereich
2.1.2.2 Der räumliche Anwendungsbereich
2.1.2.3 Der sachliche Anwendungsbereich
2.1.3 Die Novellen 2009
2.1.4 Der Datenschutz heute auf Bundesebene
2.1.5 Der Datenschutz heute auf europäischer Ebene
2.2 Die Entstehung des Persönlichkeitsrechts
2.2.1 Die allgemeine Handlungsfreiheit
2.2.2 Das allgemeine Persönlichkeitsrecht
2.2.2.1 Das Recht am eigenen Bild
2.2.2.2 Das Recht am gesprochenen Wort
2.2.2.3 Das Recht am geschriebenen Wort
2.3 Zusammenfassung
3 Soziale Netzwerke
3.1 Die Entstehung sozialer Netzwerke
3.2 Facebook
3.2.1 Die Entstehung des Netzwerks Facebook
3.2.2 Facebook und der Datenschutz
3.2.3 Facebook und die Privatsphäre
3.3 Zusammenfassung
4 Informationsbeschaffung durch den Arbeitgeber
4.1 Die Definition des Beschäftigten nach BDSG
4.2 Die Definition des Arbeitgebers nach BDSG (in Planung)
4.3 Der Entwurf des Beschäftigtendatenschutzgesetzes
4.4 Der Datenschutz vor Begründung des Beschäftigtenverhältnis
4.4.1 Die Erhebung von personenbezogenen Daten
4.4.1.1 Aktuelle Rechtslage
4.4.1.2 Geplante Rechtslage
4.4.2 Die Verarbeitung und Nutzung von personenbezogenen Daten
4.4.2.1 Aktuelle Rechtslage
4.4.2.2 Geplante Rechtslage
4.4.3 Die Rechte des Bewerbers im BDSG
4.4.4 Background Checks als alternative Bewerberüberprüfung
4.4.5 Zwischenergebnis
4.5 Der Datenschutz nach Begründung des Beschäftigtenverhältnis
4.5.1 Die Erhebung von personenbezogenen Daten
4.5.1.1 Aktuelle Rechtslage
4.5.1.2 Geplante Rechtslage
4.5.2 Die Verarbeitung und Nutzung von personenbezogenen Daten
4.5.2.1 Aktuelle Rechtslage
4.5.2.2 Geplante Rechtslage
4.5.3 Die Rechte des Arbeitnehmers im BDSG
4.5.3.1 § 33 Benachrichtigung
4.5.3.2 § 34 Auskunft
4.5.3.3 § 35 Berichtigung, Löschung und Sperrung
4.5.4 Zwischenergebnis
4.6 Der Datenschutz nach Beendigung des Beschäftigtenverhältnis
4.7 Zusammenfassung
5 Fazit
6 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Zulässigkeit der Informationsbeschaffung durch Arbeitgeber über Bewerber und Angestellte unter Nutzung sozialer Netzwerke wie Facebook. Dabei wird analysiert, inwieweit das geltende Bundesdatenschutzgesetz sowie geplante gesetzliche Neuregelungen den Schutz des Persönlichkeitsrechts von Beschäftigten in diesem Kontext gewährleisten.
3.2 Facebook
“Facebook’s mission is to give people the power to share and make the world more open and connected”47.
„Facebook ermöglicht es dir, mit den Menschen in deinem Leben in Verbindung zu treten und Inhalte mit diesen zu teilen“48.
Anders als das Business-Network XING ist Facebook sehr privat ausgerichtet. Neben der Funktion als Plattform für den privaten Austausch untereinander, sowie für das Finden neuer Freundschaften, dient Facebook zudem als ein wichtiges virtuelles Medium für den Online-Austausch jeglicher Informationen und digitaler Inhalte. Nutzer können in ihrem Profil neben privaten Fotos und Videos festlegen, ob sie der breiten Öffentlichkeit oder nur einem definierten Bekanntenkreises, in jedem Fall aber Facebook selbst weitere Informationen über sich selbst offenbaren. Indem sie Links zu Internetseiten teilen, die etwa Musikvideos, Reportagen oder weiteres Informationen enthalten, verraten sie z. B., wo sie ihre Schuhe, Kleidung, Bücher kaufen etc. Auch ein Klick auf den schon oft diskutierten Button Gefällt mir führt zur Informationsweitergabe und zeigt dem Nutzer gleichzeitig, welcher Freund ebenfalls diesen Button angeklickt hat.
1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die zunehmende Bedeutung des Internets und sozialer Netzwerke für den Alltag und beleuchtet die Defizite des deutschen Datenschutzrechts im Kontext der Informationsbeschaffung durch Arbeitgeber.
2 Bundesdatenschutzgesetz: Dieses Kapitel erläutert den Zweck, das System und den Aufbau des Bundesdatenschutzgesetzes unter Berücksichtigung der Novellen sowie das allgemeine Persönlichkeitsrecht als Grundlage für den Datenschutz.
3 Soziale Netzwerke: Das Kapitel beschreibt die Entwicklung sozialer Netzwerke, mit einem besonderen Fokus auf Facebook, und analysiert die damit verbundenen Herausforderungen hinsichtlich Datenschutz und Privatsphäre der Nutzer.
4 Informationsbeschaffung durch den Arbeitgeber: Hier wird untersucht, ob und unter welchen Voraussetzungen Arbeitgeber Informationen aus sozialen Netzwerken über Bewerber und Beschäftigte erheben, verarbeiten und nutzen dürfen, wobei auch geplante gesetzliche Änderungen einbezogen werden.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bestätigt, dass eine Informationsbeschaffung seitens des Arbeitgebers in sozialen Netzwerken, die der privaten Kommunikation dienen, datenschutzrechtlich nicht zulässig ist.
6 Ausblick: Der Ausblick diskutiert die Notwendigkeit einer präziseren gesetzlichen Definition von Interessenabwägungen im Kontext der technologischen Entwicklung und bewertet die Auswirkungen möglicher zukünftiger EU-Datenschutzverordnungen.
Arbeitnehmerdatenschutz, Facebook, Bundesdatenschutzgesetz, Beschäftigtendatenschutzgesetz, Persönlichkeitsrecht, Soziale Netzwerke, Internet, Informationsbeschaffung, Arbeitgeber, Bewerber, Datenerhebung, Datenverarbeitung, informationelle Selbstbestimmung, Privatsphäre, Datenschutzrecht.
Die Arbeit untersucht, ob es für Arbeitgeber rechtlich zulässig ist, soziale Netzwerke wie Facebook zu nutzen, um Informationen über potenzielle oder derzeitige Mitarbeiter zu beschaffen.
Die zentralen Themen sind der Schutz von Beschäftigtendaten, das allgemeine Persönlichkeitsrecht, die Funktionsweise und Datenschutzaspekte sozialer Netzwerke sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen des BDSG und des geplanten Beschäftigtendatenschutzgesetzes.
Das Ziel ist festzustellen, inwieweit eine Informationsbeschaffung durch den Arbeitgeber in einem sozialen Netzwerk wie Facebook rechtmäßig ist.
Die Arbeit nutzt eine rechtswissenschaftliche Analyse, die das bestehende Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), einschlägige Kommentierungen, aktuelle Gesetzesentwürfe und die Rechtsprechung bewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Grundlagenanalyse des BDSG und des Persönlichkeitsrechts, eine Betrachtung der Entwicklung sozialer Netzwerke (insb. Facebook) und eine juristische Prüfung der Informationsbeschaffung durch Arbeitgeber in verschiedenen Phasen des Beschäftigungsverhältnisses.
Wichtige Schlüsselwörter sind Arbeitnehmerdatenschutz, Facebook, BDSG, Persönlichkeitsrecht, Informationsbeschaffung und Beschäftigungsverhältnis.
Nach der aktuellen Rechtslage ist dies grundsätzlich unzulässig, da die Erhebung von Daten in privat ausgerichteten Netzwerken dem Grundsatz der Direkterhebung widerspricht und keine Erforderlichkeit für die Entscheidung über das Beschäftigungsverhältnis besteht.
Background Checks werden als Methode zur Überprüfung von Referenzunterlagen diskutiert; sie sind jedoch an enge datenschutzrechtliche Grenzen gebunden und dürfen nicht das Persönlichkeitsrecht des Bewerbers verletzen.
Das Arbeitsverhältnis begründet Treue- und Loyalitätspflichten. Verletzungen durch betriebsschädigende Äußerungen in sozialen Netzwerken können rechtliche Konsequenzen wie Abmahnungen oder Kündigungen nach sich ziehen.
Das geplante Gesetz zielt auf mehr Rechtssicherheit ab, sieht aber ebenfalls vor, dass die Erhebung von Daten aus privaten sozialen Netzwerken für Arbeitgeber ausgeschlossen bleibt, sofern kein berechtigtes Interesse im direkten Zusammenhang mit der Stelle vorliegt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

