Bachelorarbeit, 2013
55 Seiten
1 Forschungsbericht
2 Öffentliche Bibliotheken in Deutschland
2.1 Die Öffentliche Bibliothek und ihre Aufgaben
2.2 Die Öffentliche Bibliothek und ihre Probleme
2.3 Die Bibliothek und ihre Nutzer
3 E-Book-Verleihmodelle für Öffentliche Bibliotheken
3.1 Das Ausleihmodell: Onleihe
3.2 Weitere Modelle
4 Die Rolle der Öffentlichen Bibliotheken auf dem E-Bookmarkt
5 Konkurrenzmodelle privater Anbieter im E-Book-Verleih
5.1 Flatrate
5.1.1 Skoobe
5.1.2 24Symbols
5.2 Abonnement
5.3 Pay-per-Use
6 Vergleich der Modelle
6.1 Vergleich der Modelle aus Sicht der Nutzer
6.2 Vergleich der Modelle aus Verlagssicht
7 Die Bibliothek der Zukunft?
Diese Arbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen für Öffentliche Bibliotheken in Deutschland durch das Aufkommen von E-Book-Verleihmodellen. Dabei wird analysiert, wie Bibliotheken auf den digitalen Wandel reagieren können, inwieweit private Konkurrenzangebote das Nutzerverhalten beeinflussen und welche Auswirkungen die unterschiedlichen Lizenzmodelle auf das Kräfteverhältnis zwischen Bibliotheken und Verlagen haben.
Die Öffentliche Bibliothek und ihre Probleme
Weder in Bibliotheken '93 noch in anderen Papieren gemachte Vorgaben haben eine bindende Wirkung, sie stellen lediglich eine Idealvorstellung dar, die von vielen Bibliotheken nicht erfüllt werden kann.
Das beginnt bereits damit, dass die Versorgung mit Büchereien in Deutschland lückenhaft ist. Pro 5.000 Einwohner sollte mindestens eine Bibliothek der Funktionsstufe 1 existieren, um den Grundbedarf zu decken. 2011 kamen auf jede Bibliothek jedoch durchschnittlich 8.560 Einwohner. Das Verhältnis verschlechtert sich zusehends, da die Zahl der ÖBs allein in den letzten fünf Jahren um 780 gesunken ist. Gerade in dünn besiedelten Gebieten sind Büchereien oft nicht (mehr) wirtschaftlich. Diese Orte werden deshalb mit Fahrbibliotheken versorgt, jedoch sinkt deren Zahl trotz konstant bleibendem Zulauf immer weiter.
Auch personell und in ihrem Medienangebot bleiben die ÖBs hinter den Richtwerten zurück. Bibliotheken '93 definiert als Grundversorgung zwei Medieneinheiten pro Einwohner im Einzugsbereich, es werden jedoch nur 1,52 erreicht. Mit 0,14 Bibliothekskräften pro tausend Einwohner wird das Soll von 0,33 weit unterschritten. Außerdem werden knapp drei Viertel aller öffentlichen Bibliotheken nur neben- oder ehrenamtlich geführt, deren Personal nur zu 17% eine bibliothekarische Fachausbildung genossen hat.
1 Forschungsbericht: Einführung in die digitale Transformation des Buchmarktes und die veränderte Nachfrage nach Inhalten statt Eigentum.
2 Öffentliche Bibliotheken in Deutschland: Darstellung des Auftrags, der Struktur und der akuten Probleme wie sinkende Etats und lückenhafte Versorgung.
3 E-Book-Verleihmodelle für Öffentliche Bibliotheken: Analyse des dominierenden Onleihe-Modells sowie alternativer Ansätze zur E-Book-Bereitstellung.
4 Die Rolle der Öffentlichen Bibliotheken auf dem E-Bookmarkt: Untersuchung der Konkurrenzsituation zwischen Bibliotheken und Verlagen sowie rechtlicher Herausforderungen.
5 Konkurrenzmodelle privater Anbieter im E-Book-Verleih: Detaillierte Betrachtung kommerzieller Anbieter, unterteilt in Flatrate-, Abo- und Pay-per-Use-Modelle.
6 Vergleich der Modelle: Gegenüberstellung der verschiedenen Ansätze aus Nutzer- und Verlagssicht hinsichtlich Attraktivität und Wirtschaftlichkeit.
7 Die Bibliothek der Zukunft?: Reflexion über die künftige Rolle der Bibliothek als Ort im digitalen Zeitalter.
E-Book, Öffentliche Bibliothek, Onleihe, Verleihmodell, Urheberrecht, Lizenz, Flatrate, Skoobe, 24Symbols, Kindle-Leihbücherei, Digital Rights Management, Bibliotheksstatistik, Mediennutzung, Literaturversorgung, Digitalisierung.
Die Arbeit analysiert die Situation von Öffentlichen Bibliotheken in Deutschland angesichts der Digitalisierung und der Einführung von E-Book-Verleihmodellen.
Im Fokus stehen die aktuelle Lage der Bibliotheken, das Onleihe-System, die Konkurrenz durch private Anbieter sowie rechtliche Rahmenbedingungen wie Lizenzen und Urheberrecht.
Das Ziel ist es, die Zukunftschancen für Öffentliche Bibliotheken im digitalen Zeitalter zu ermitteln und Verleihmodelle kritisch zu hinterfragen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Studium branchenrelevanter Statistiken sowie der Auswertung von Expertenmeinungen und empirischen Studien.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse bibliothekarischer Modelle, die kritische Betrachtung privater Konkurrenzmodelle und einen Vergleich aus Nutzer- sowie Verlagsperspektive.
Wichtige Begriffe sind E-Book-Lending, Bibliotheksstruktur, Lizenzrecht, Flatrate-Modelle und die digitale Transformation des Medienkonsums.
Das DRM-System und die restriktiven Lizenzbedingungen der Verlage machen die E-Book-Leihe für Bibliotheken komplex, teuer und technisch umständlich für die Nutzer.
Private Anbieter unterliegen keinen kommunalen Budgetkürzungen, sind ortsunabhängig und haben oft eine bessere technische Nutzeroberfläche für das direkte Lesen in der App.
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