Masterarbeit, 2013
95 Seiten, Note: 1,0
2. Einleitung
3. Internet und Web 2.0
3.1 Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des Internet
3.2 Der Weg zum Web 2.0
3.3 Web 2.0 versus Social Media
3.4 Lebensweltliche Schlussfolgerungen
4. Kommunikation
4.1 Erkenntnistheoretische Grundlagen
4.1.1 N. Luhmann - Systemische Kommunikation
4.1.2 P. Berger/T. Luckmann - Gesellschaftliche Wirklichkeitskonstruktion
4.1.3 E. Goffman - Theatermodell und Rahmen(analyse)
4.2 Online-Kommunikation
4.3 Formen der Online-Kommunikation
4.3.1 Öffentlich virtuelle Kommunikation
4.3.2 (Teil-)Öffentliche Kommunikation in sozialen Netzwerken
4.4 Kommunikationskanäle auf Facebook
4.4.1 Chat
4.4.2 Nachricht/Instant-/Private Message
4.4.3 ,Post‘
4.4.4 Einladung/Veranstaltung/App
4.5 Emotion
4.6 Kontext
4.7 Das Beispiel ,Xing‘
5. Inszenierung und Identität
5.1 Erkenntnistheoretische Grundlagen
5.1.1 Identitätskonstruktion im Alltag
5.2 Das virtuelle Subjekt
5.2.1 Das ,Image‘
5.2.2 Der Kommentar
5.3 Entsubjektivierung und die Kontextfrage
6. Fazit
7. Ausblick
Die Arbeit untersucht die tiefgreifenden Veränderungen menschlicher Kommunikation und Identitätsbildung durch das Web 2.0. Ziel ist es, mittels soziologischer Theorien zu entschlüsseln, wie soziale Interaktion, Selbstinszenierung und die Konstruktion von Wirklichkeit in digitalen Umgebungen wie Facebook oder Xing funktionieren.
4.4.3 ,Post‘
Mit Posts können viele verschiedene Arten von Beiträgen am Profil gemeint sein. Am ähnlichsten kommt diese Art vielleicht einem früheren Gästebucheintrag, oder einem personalisierten ,schwarzen Brett‘ an dem man alles das ,hängen‘ kann, was Freunde oder Freundesfreunde alles lesen/sehen/hören sollen, bzw. was man anderen empfiehlt, oder einfach nur womit man sich gerade beschäftigt. Da dieses schwarze Brett allerdings ortsungebunden und auch zeitlich relativ unabhängig ist, können sich Posts und ihre Inhalte in Windeseile verbreiten. Es prägt sich dann über die Zeit ein Codemuster aus, das universell über alle Kulturen hinweg Einzug erhält. Allerdings können diese Deutungsmuster ganz anderer sozio-kultureller Natur sein. Häufig werden auch Emotionen durch Posts codiert. Ein Beispiel möge diesen Verhalt verdeutlichen: Das bekannte Kürzel lol für laughing out loud, hat sich über Grenzen und Länder hinweg in der universellen Netzgemeinde etabliert.
2. Einleitung: Die Einleitung verortet das Internet als ein zentrales, gesellschaftliches Medium und führt in die Thematik der digitalen Transformation und das Forschungsfeld ein.
3. Internet und Web 2.0: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung des Internets hin zum Web 2.0 und definiert die zentralen Begriffe in Abgrenzung zu Social Media.
4. Kommunikation: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Kommunikation erarbeitet und auf digitale Kontexte angewendet, inklusive einer detaillierten Untersuchung verschiedener Online-Kommunikationsformen.
5. Inszenierung und Identität: Dieses Kapitel verknüpft die Kommunikationstheorien mit identitätsbildenden Prozessen und untersucht das virtuelle Subjekt sowie die Mechanismen der Selbstinszenierung.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet das dialektische Verhältnis von digitaler und lebensweltlicher Realität.
7. Ausblick: Der Ausblick diskutiert notwendige empirische Folgestudien und zeigt weiterführende Forschungsrichtungen auf.
Web 2.0, Kommunikation, Identitätsbildung, Online-Interaktion, Soziale Netzwerke, Facebook, Xing, Selbstdarstellung, Systemtheorie, Rahmenanalyse, Virtualität, Digitalisierung, Identitätspoesie, Internetpersona, Medienkompetenz
Die Arbeit untersucht, wie sich Kommunikation, soziale Interaktion und die Konstruktion von Identität durch die Nutzung des Web 2.0 und sozialer Netzwerke verändert haben.
Zu den zentralen Themen gehören die Systemtheorie nach Luhmann, die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit, das Theatermodell von Erving Goffman und die spezifischen Kommunikationsmechanismen in digitalen Netzwerken.
Das Ziel ist es, die komplexen Prozesse der digitalen Identitätsarbeit und Inszenierung zu entschlüsseln und zu verstehen, wie das virtuelle Abbild eines Nutzers mit seiner realen Identität interagiert.
Die Arbeit folgt einem hermeneutischen Ansatz, bei dem soziologische Theoreme auf das digitale Umfeld angewendet und durch eine kontrastierende Betrachtung von Online- und Offline-Welt analysiert werden.
Der Hauptteil analysiert erkenntnistheoretische Grundlagen, verschiedene Formen der Online-Kommunikation und detailliert die Inszenierungspraktiken auf Plattformen wie Facebook und Xing.
Wichtige Begriffe sind Web 2.0, Identitätsbildung, Kommunikation, Selbstdarstellung, Soziale Netzwerke, Systemtheorie und Rahmenanalyse.
Der Autor argumentiert, dass der Begriff Social Media in seiner Semantik irreführend ist und nur einen Teilbereich des Internets abdeckt, während Web 2.0 eine schärfere begriffliche und gedankliche Abgrenzung ermöglicht.
Sie dienen als Beispiel für innovative Ersatzkonstrukte in einer textbasierten Online-Welt, die dazu beitragen, die fehlende Körperlichkeit zu kompensieren und Emotionen zu kontextualisieren.
Es beschreibt die Überwachungs- und Kontrollmechanismen innerhalb sozialer Netzwerke, in denen Nutzer durch das Wissen um die ständige Beobachtbarkeit durch Freunde und Bekannte zur Konformität gezwungen werden.
Die Arbeit verweist auf Forschungsergebnisse, wonach die ständige positivistische Selbstinszenierung auf Facebook zu einer Belastung führen kann und die Nutzung auf Dauer unglücklich machen kann.
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